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HDTV-Gütesiegel sorgt für Entscheidungssicherheit und Markttransparenz
31.01.2005
Wenn der Charme moderner Flachbild-Fernseher oder strahlender
Heimkino-Projektoren zu Einkaufsplänen inspiriert, stellt sich nicht nur
die Frage nach der optimalen Bild-Qualität und dem besten
Preis-Leistungs-Verhältnis: Eines der wichtigsten Kriterien bei der
Anschaffung eines hochwertigen, langlebigen Geräts ist die
Zukunftssicherheit.
Für ein neues Großbild-Fernsehgerät - ganz gleich, ob LCD- oder
Plasma-Schirm, ob Rück- oder Frontprojektor - heißt das konkret: Ist das
Modell der engeren Wahl auch in der Lage, die Signale künftiger, der heute
üblichen Technik deutlich überlegener Fernsehstandards in der vollen
Qualität wiederzugeben? Spätestens mit der Fußball-Weltmeisterschaft 2006
wird sich High-Definition-TV, kurz HDTV, auch in Europa etablieren. In den
USA, in Japan und in anderen Regionen der Welt gehört HDTV bereits zum
Medienalltag. Während unser heutiges, konventionelles Fernsehen im
PAL-Standard die Fernsehbilder in Europa mit 576 sichtbaren Zeilen
überträgt, werden HDTV-Bilder mit 720 oder gar mit 1080 Zeilen im
Breitbild-Format 16:9 ausgestrahlt. Das erheblich feinere Bildraster –
Techniker sprechen von einer etwa fünfmal höheren Auflösung – steht für
eine Detailschärfe und eine Klarheit, die dem Begriff des Heimkinos eine
ganz neue, wörtlich zu nehmende Bedeutung verleiht. Gleichzeitig mit der
Einführung des HD-Fernsehens werden auch neue Video-Medien mit HD-Auflösung
auf den Markt kommen, etwa die Blu-ray Disc oder die HD-DVD, beides
potentielle Nachfolge-Formate der heutigen DVD.
Taugt das Wunschgerät von heute also bereits für die superscharfen
HDTV-und HD-Video-Bilder von morgen? Diese Frage lässt sich künftig auf
einen Blick klären: Die EICTA, eine europäische Organisation der
Unterhaltungselektronik-, IT- und Telekommunikations-Industrie, hat ein
Logo entwickelt, das für HDTV- und HD-Video geeignete Geräte zweifelsfrei
identifiziert. Großbild-Fernseher und Projektoren mit dem Schriftzug „HD
ready“ erfüllen demnach alle technischen Voraussetzungen, um die
revolutionäre neue Bildqualität ungeschmälert ins Wohnzimmer zu
bringen.
Die Verleihung des „HD ready“-Gütesiegels ist nach den Regeln der EICTA
an folgende Bedingungen geknüpft: Erstens muss der Bildschirm des Fernseher
oder das Bild erzeugende Element des Projektors auf Grund seiner real
vorhandenen Pixel-Anzahl in der Lage sein, mindestens 720 Zeilen im
Breitbild-Format 16:9 darzustellen. Das trifft auf die meisten
großformatigen Flachbild-Fernseher und viele Heimkino-Projektoren der
gehobenen Ausstattungs- und Preisklassen heute bereits zu. Zweitens muss
das Gerät die HD-Videosignale von einem externen Empfänger, also von einer
künftigen HDTV-Set-Top-Box oder von einem HD-Videogerät, über einen
passenden Eingang entgegennehmen und weiter verarbeiten können. Dafür
fordert die EICTA sowohl analoge als auch digitale Anschlussarten. Zum
einen Buchsen für die analogen Komponenten-Videosignale (Fachkürzel: YUV
oder YpbPr), zum anderen digitale Schnittstellen nach den Standards DVI
oder HDMI. Die digitalen Eingänge müssen außerdem den Kopierschutz-Standard
HDCP unterstützen. Die Signal verarbeitende Elektronik der Fernseher und
Projektoren muss darüber hinaus mit allen international üblichen
HD-Videoformaten zurechtkommen.*
„Die Definition von Bedingungen für die HD-Kennzeichnung von
Bildschirmen verdeutlicht den realen Fortschritt bei der Einführung von
HDTV in Europa und demonstriert die Entschlossenheit unserer Organisation,
sowohl aktiv die Rahmenbedingungen für eine digitale Wirtschaft
auszuarbeiten als auch die Herausforderungen und die Vorzüge der Innovation
vorbehaltlos anzunehmen“, sagte Rudy Provoost, CEO von Philips Consumer
Electronics in seiner Eigenschaft als EICTA-Präsident und Vorsitzender des
Vorstandes.
Dr. Rainer Hecker, Vorstands-Vorsitzender der Loewe AG und Vorsitzender
des Aufsichtsrats der Gesellschaft für Unterhaltungs- und
Kommunikationselektronik (gfu), Frankfurt, sieht in der Festlegung eines
einheitlichen Logos für HD-taugliche Geräte vor allem auch eine deutlichen
Gewinn an Entscheidungs- und Planungssicherheit für die Konsumenten: „Mit
der Kennzeichnung ,HD ready’ wird der Markt für unsere Endkunden wesentlich
transparenter. Zukunftssichere Geräte, die hoch auflösende Bilder künftiger
HDTV-Übertragungen und HD-Videomedien verarbeiten und darstellen können,
lassen sich nun auf einen Blick erkennen. Die Technik für eine ganz neue
Erlebnisqualität am Bildschirm bieten wir heute schon an. Wer sich bewusst
für sie entscheidet, muss keine Datenblätter mehr studieren – ein Blick auf
das ,HD ready’-Logo genügt.“
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* Die EICTA-Regeln für die Vergabe des „HD ready“-Logos verlangen die
Unterstützung folgender Videoformate:
· 1280 mal 720 Pixel mit 50 und mit
60 Bildwechseln pro Sekunde, sowohl im Zeilensprung-Verfahren (Fachausdruck
„Interlaced“, Kürzel m720i) als auch im Vollbild-Modus (Fachausdruck
„Progressive Scan“, Kürzel m720p)
· 1920 mal 1080 Pixell mit 50 und
mit 60 Bildwechseln pro Sekunde im Zeilensprung-Verfahren („Interlaced“,
Kürzel 1080i)
Das Zeilensprung-Verfahren baut jedes Videobild aus zwei aufeinander
folgenden Halbbildern auf. Das erste stellt nur die Zeilen 1,3,5 und so
weiter dar, das zweite die nur Zeilen 2, 4, 6 und so fort.
Beim Progressive-Scan-Verfahren besteht jedes Einzelbild aus der vollen
Anzahl aller Zeilen.