Kabel
Kabelpilotprojekt in Norderstedt um drei Jahre verlängert
08.04.2005
Das Norderstedter Kabelpilotprojekt mit lokalem Fernsehen in Kombination
mit auf die Region bezogenen Mediendiensten im Kabelnetz der Firma
wilhelm.tel GmbH wird nach Beschluss des ULR-Medienrats bis ins Jahr 2008
fortgesetzt.
Antragsgemäß erweitert und um drei Jahre verlängert hat der
ULR-Medienrat die Zulassung der Firma O n Air New Media, Norderstedt, für
das Programm NOA 4. Damit kann NOA 4 bis Juli 2008 mit einem halbstündigen
lokalen Fernsehprogramm in permanenter Wiederholungsschleife 24 Stunden
statt bislang 23 Stunden auf der analogen Kabelkapazität K 23 im Kabelnetz
der wilhelm.tel GmbH auf Sendung gehen. Verlängert wurde auch die Zulassung
der Firma On Air New Media GmbH, Norderstedt, für drei Datenströme auf dem
digitalen K 47 zu je 4 MBit/s, die bislang für einen Bildungskanal genutzt
werden, der weiter ausgebaut werden soll. Zudem plant die On Air New Media
GmbH noch in diesem Jahr den Start eines interaktiven Musiksenders im
digitalen Kabel.
Der Vorsitzende des ULR-Medienrats, Ekkehard Wienholtz, begrüßte die
Fortführung des Kabelpilotprojekts: „Das im Rahmen des Kabelpilotprojekts
ausgestrahlte Programm NOA 4, das mittlerweile von über 24.000 Haushalten
empfangen werden kann, beweist, dass lokal/regionales Fernsehen auch in
Schleswig-Holstein publizistisch erfolgreich und wirtschaftlich tragfähig
möglich ist. Hierzu trägt auch bei, dass das Kabelnetz der Firma
wilhelm.tel GmbH bis 862 MHz ausgebaut und rückkanalfähig ist und daher die
Erprobung von Angeboten und Übertragungsformen zulässt, die anderswo in
Schleswig-Holstein nicht möglich sind." Der Direktor der ULR, Gernot
Schumann, betont: „Die Veranstalterin von NOA 4, die On Air New Media GmbH,
hat beim Publikum nicht nur ein großes Interesse an lokal/regionalen
Programminhalten, sondern auch ein erstes Interesse für interaktive Dienste
geweckt. Darauf lässt sich aufbauen. Die Verlängerung des Kabelpilotprojekts
bietet den Beteiligten die Chance, das Konzept weiter zu optimieren und sich
vor allem bei den digitalen Angeboten noch stärker zu engagieren."