Startseite INFOSAT

ABO
Meldung Finden:
Do., 02. Sep. 2010 - 20:40 Uhr  Sie sind hier: INFOSAT Online > Nachrichten aus Medien
 
  Satellit
  Kabel
  Medien
  Info-Digital
  Radio-Info
  Digital-TV
  CE-Info
  Programm
  DX-News
  Kommunikation
Digitalmagazin
RSS News-Feeds
Mobile/PDA News
Newsletter
 
Aktuelle Ausgabe
  Frequenzlisten
  INFOTORIAL
  Heft-Archiv
  Praxistestverzeichnis
Shop
  Abo-Service
  Werbung/Mediadaten
  Feedback
 
  Fachhandelprofis
 
Satplace
Elektro Buzzer
Elektro Hollan
Satkontor
Satking
Durasat
Pay-TV-Cards
GT-DreamShop

Medien

Im Dutzend teurer – Drei Euro für Empfang bisher freier Privatsender?

25.11.2005

Voraussichtlich drei Euro monatlich für den Empfang der Privatprogramme der RTL-Gruppe (RTL, RTL II, Super RTL, Vox, n-tv etc.) und ProSiebenSat.1 (ProSieben, Sat.1, Kabel Eins, N 24, Neun Live) – dieses Szenario könnte für deutsche Fernsehzuschauer bald Wirklichkeit werden, sollten die Umwälzung der deutschen Fernsehlandschaft wie geplant vonstatten gehen.

Nach Informationen des Digitalmagazins INFOSAT, Europas Nr. 1 zum Thema Digitalfernsehen, sollen die großen Privatsender verschlüsselt ausgestrahlt und den Zuschauern zu einem monatlichen Preis von voraussichtlich drei Euro angeboten werden. Dieser Preis soll nach Informationen aus Branchenkreisen pro Set-Top-Box und nicht pro Haushalt gezahlt werden. Dies berichtet das Digitalmagazin INFOSAT in seiner aktuellen Ausgabe Nr. 214 (Januar 2006), die ab dem 16. Dezember im Handel erhältlich sein wird.

 Zweite Fernseh-Gebühr 

Experten vermuten, dass die „zweite Fernseh-Gebühr“ weiter ansteigen wird – ob durch die Ausweitung des Angebotes oder im Zuge allgemeiner Preisentwicklungen. Neben dem zusätzlichen Entgelt für die bislang frei empfangbaren Programme wäre für viele Zuschauer eine weitere Investition vonnöten: Nach INFOSAT-Informationen werden sich Ende 2005 rund 3,8 Millionen Set-Top-Boxen für den unverschlüsselten Satelliten-Empfang im Markt befinden (INFOSAT Nr. 210, September 2005, S. 22). Diejenigen Zuschauer, die weiterhin auf den Empfang von RTL, ProSieben und Co. nicht verzichten wollen, sehen sich dann gezwungen, in ein neues Endgerät mit Common Interface zu investieren. Nur so lassen sich diese und andere verschlüsselten Programme tatsächlich empfangen. Ob dieser Umstieg subventioniert wird, ist bislang völlig offen.

ASTRA, zu hundert Prozent Eigentümer von ASTRA Platform Services (APS, vormals DPC) hatte bereits am 14. November 2005 in einer Pressemitteilung auf die Vorteile von digitalen Receivern mit Common-Interface-Schnittstelle hingewiesen: „Ausgerüstet mit einem entsprechenden Modul und einer Smart Card können es diese Geräte den Konsumenten ermöglichen, auch in Zukunft auf möglichst viele der neuen verfügbaren Inhalte und Dienste zuzugreifen.“

Einheitsbox: Neues d-box-Desaster

Branchenvertreter sprechen unterdessen von einem neuen d-box-Desaster und sehen wieder eine Einheitsbox auf den Markt zukommen. Das proprietäre Boxensystem scheiterte grandios, erst der freie Boxenmarkt machte Pay-TV erfolgreich (INFOSAT Nr. 213, Dezember 2005, S. 14). Das neue Pay-TV-Angebot könnte über APS abgewickelt werden. Für die Ausstrahlung von verschlüsselten Programmen auf dieser Plattform soll ausschließlich das von PREMIERE ebenfalls verwandte Verschlüsselungssystem Nagravision eingesetzt werden.

Kritik an Springer-P7S1-Fusion 

Branchen-Experten erwarten die Bekanntgabe der Verschlüsselungspläne von RTL, ProSieben und Co. kurz vor Jahreswechsel, nachdem kurz zuvor die Bekanntgabe des Kartellamt-Bescheids über die angestrebte Fusion der Axel Springer AG mit der ProSiebenSat.1 Media AG erfolgen soll. Das Zusammenschlussvorhaben steht allerdings unter keinem guten Stern. Das Kartellamt hat bereits in einer ersten Stellungnahme erhebliche Bedenken an der geplanten Fusion geäußert. Die Wettbewerbshüter befürchten vor allem eine Konzentration auf dem Werbemarkt. Gerade dem Springer-Blatt „Bild“ fällt dabei eine zentrale Rolle zu, es wird der Wegfall des Substitutionswettbewerbes befürchtet. Ein Blick auf die Werbeumsätze zeigt: Alleine in 2004 erzielte die ProSiebenSat.1-Gruppe einen Nettowerbeumsatz von 1,72 Milliarden Euro, was einem Anteil von 46 Prozent an den Nettowerbeumsätzen aller TV-Sender entspricht (Quelle: www.kek-online.de).
Interessant: „Bild“ als Anwalt der kleinen Leute hat sich bislang nicht wahrnehmbar zu den Verschlüsselungsplänen der privaten TV-Anstalten geäußert, obwohl zwischenzeitlich mehrfach Zeitungen berichteten.

 Im Fokus: Marktanteil 

Bei der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) läuft ebenfalls ein Prüfverfahren der Springer-ProSiebenSat.1-Fusion. Zentrales Kriterium für die Zulassung im Medienmarkt ist, ob durch den Zusammenschluss eine vorherrschende Meinungsmacht entsteht. Prüfkriterium ist hier der Marktanteil, wobei 25 bis 30 Prozent als kritische Größe gesehen werden. Aber: „Auch unterhalb der 25 Prozent könnte es kritisch werden, wenn die Unternehmen in anderen Medienbereichen eine starke Stellung haben“, erläuterte KEK-Geschäftsstellenleiter Bernd Malzanini gegenüber dem Branchendienst „digitalmagazin“ (www.digitalmagazin.info). Auch hier spielt das Springer-Blatt „Bild“ eine wichtige Rolle.

 Entgegen der europäischen Entwicklung

Die Umwandlung der deutschen Privatsender von frei empfangbaren Sendern zu bezahlpflichtigen Angeboten entspricht nicht der europäischen Entwicklung. Gerade in dem wichtigen britischen TV-Markt wurde jüngst mit der Freischaltung der BBC-Angebote sowie einiger ITV-Sender ein Markt für frei empfangbare Programme geschaffen (Free Sat).

Druckansicht Artikel per E-Mail senden Lesezeichen

Social Networks Facebook Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews

Weitere Meldungen aus der Rubrik: Medien

Mareile Höppner moderiert "Sat.1 am Mittag"
Albrecht Frenzel neuer NDR Verwaltungsdirektor, Bernd Musch-Borowska Korrespondent in Singapur
Jubiläum: ProSieben-Magazine "SAM" und "taff" werden zehn Jahre alt
Medienfusion: Springer und ProSiebenSat.1 auf neuem Prüfstand
RTL übernimmt n-tv zu 100 Prozent
Meldungen im Medien Archiv

Franzosen wollen mehr ethnische Vielfalt im Fernsehen
Fernsehen plus – Regulierung minus? Symposium mit Viviane Reding
MTV startet 2006 mit neuen Formaten durch
Woody Harrelson moderiert Hollywood Superstars bei DAS VIERTE
ZDF-Sportstudio hat eine neue Moderatorin
Studie: IPTV ist zukünftiger Boom-Markt in Europa
Fußballrechte-Poker: Bayern München stärkt ARD-Position
Studio 47: Stadtfernsehen in Duisburg
Court TV Extra überträgt Saddam-Hussein-Prozess
The History Channel hat Zuwachs bekommen
Kaspar von Mellenthin wechselt von HSE24 zu iBuy.TV
TV-Loonland verkauft "Metalheads" an den italienischen TV-Sender RAI 3
LfM legt zweiten Bericht zur Medienkompetenz vor
medienforum.nrw 2006: TV, Mobilfunk und Cologne Conference
Studie: Medienkonsum steigt auf über acht Stunden am Tag
Komplettes Medien Archiv durchsuchen

Satellit | Kabel | Medien | Info-Digital | Radio-Info | Digital-TV
CE-Info | Programm | DX-News | Kommunikation
Aktuelle Ausgabe |  Abo-Service |  Archiv 
Mobile/PDA News |  Newsletter |  Werbung |  Feedback
Fachhandel 


INFOSAT SCHLAGZEILEN RSS Feed
CE-Info: Videoweb stellt auf der IFA hybriden HD-Receiver vor – „Unser Modell basiert auf offenen Standards“
Satellit: SES Astra startet 3D-Initiative
Digital-TV: Sky startet 3D-Angebot im Oktober
Info-Digital: Institut für Nachrichtentechnik stellt auf IFA 2010 die DVB-x2-Systeme vor
Kommunikation: TechniSat kooperiert mit QTom und Yellowmap
Programm: ZDF-Sportstudio demnächst als Aufzeichnung
Kabel: Videoweb und Eutelsat Kabelkiosk kooperieren bei HbbTV
DX-News: Neuer Shoppingkanal „QVC Plus“ auf Sendung – Verbreitung unverschlüsselt über Satellit Astra 19,2° Ost
Radio-Info: ARD-„Tagesschau“ künftig auch bei NDR Info
JETZT AM KIOSK
 INFOSAT Ausgabe Nr. 270 jetzt am Kiosk.
AUSGABE NR. 270

Top Themen
» TV-Revolution – Internet auf dem Fernseher (€)
» Exklusiv-DVD im Heft
» Brandneue IFA-Techniktrends (€)
» Kritik an Kabel-„Boxenzwang“
» Auf Nummer sicher – Blitzschutz leicht gemacht (€)
» Drei Multifeed-Antennen im Praxistest (€)
TWITTER
Folgen Sie uns auf Twitter:

Folgen Sie uns auf Twitter

FACEBOOK
Finden Sie uns auf:



INFOTORIAL
JETZT KOSTENFREI!



Alle INFOTORIALS der letzten 36 INFOSAT-Ausgaben online lesen.

Hier klicken
© 2010 INFOSAT Verlag & Werbe GmbH, Daun - Impressum und rechtliche Hinweise - Kontakt - Mediadaten