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Medien

INFOSAT warnt vor falschen Sat-Gebühr-Bescheiden

22.05.2006

Die Diskussion um die Verschlüsselung der Privatsender sowie den Plänen zur Einführung einer Sat-Gebühr hat nicht nur den Markt erheblich verunsichert, sondern auch erste Trittbrettfahrer auf den Plan gerufen. Ein Unternehmen namens Euro Sat GmbH mit Sitz in Berlin versendet gegenwärtig Schreiben an TV-Zuschauer mit der Forderung, Gebühren für den Sat-Empfang in Höhe von 6,50 Euro monatlich zu bezahlen. Insgesamt ist von einem Jahresbeitrag in Höhe von 78,- Euro die Rede. Unter Berufung auf eine nicht näher bezeichnete Verordnung eines Rundfunkrates sollen private TV-Veranstalter dem Wortlaut des Schreibens entsprechend seit dem 1. Januar 2006 Sat-Gebühren erheben können.

INFOSAT, Fachmagazin für digitales Fernsehen, warnt alle TV-Zuschauer vor dieser so genannten "Turnusrechnung". Die Schein-Gebühr sollte auf keinen Fall entrichtet werden. Die Entscheidung über eine Einführung der Sat-Gebühr ist bislang nicht gefallen und Gegenstand heftiger Kritik seitens der Politik, der Medien und der Zuschauer. Die im Schreiben von Euro Sat GmbH angedrohte Abschaltung des Sat-Empfangs bei Nichtentrichtung der Gebühr ist aus der Luft gegriffen und entbehrt jeglicher Grundlage. Das Amtsgericht Charlottenburg, zuständig für den Handelsregister-Eintrag der genannten Firma, verwies auf Anfrage von INFOSAT auf die Ermittlungsbehörden.

Hintergrund:

Rechtsexperten befürchten, dass durch die geplanten Sat-Gebühren eine Zugangsbeschränkung zur Informationsquelle Fernsehen entsteht. Damit ist die im Grundgesetz geregelte Medienordnung in Deutschland gefährdet. Dies berichtet INFOSAT, Fachmagazin für digitales Fernsehen, in der aktuellen Juni-Ausgabe Nr. 219, die seit dem 19. Mai im Handel erhältlich ist.

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