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„Strategien für Massenmärkte“ –Drei gfu-Round-Tables im Rahmen der medienwoche@IFA-Kongressprogramms

17.07.2008

Welche Rahmenbedingungen brauchen medientechnische Innovationen, um sich zu Massenmärkten zu entwickeln? Bremsen Regulierungs- und Abstimmungsprozesse das Innovationstempo von Forschung und Industrie aus? Oder bedarf es eher noch intensiverer Regulierung? Fragen wie diese stehen im Mittelpunkt des Fachforums medienpolitik@IFA, das während der IFA 2008 erstmals im Rahmen des Kongressprogramms medienwoche@IFA stattfindet. In drei Round-Table-Gesprächen diskutieren Experten aus Politik, Industrie, Wissenschaft und Medienwirtschaft über hoch aktuelle Aspekte des Themas Strategien für Massenmärkte. Als Schirmherr wirkt Kurt Beck, Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz und Vorsitzender der Rundfunkkommission der Länder, bei der hochkarätig besetzten Veranstaltungsreihe mit.

Die IFA verfügt mit ihren Formaten – Round-Table-Diskussionen, Kongressen, Kolloquien und Foren – über viele erprobte Instrumente, um Diskussionen anzuregen und zukunftsorientierte wirtschaftliche Weichenstellungen vorzubereiten. Medienpolitik hat darin ihren exklusiven Platz: Keine andere mit der IFA vergleichbare Messe greift dieses Themenfeld explizit auf. medienpolitik@IFA ist ein vom IFA-Veranstalter, der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik mbH (gfu), entwickeltes Format. Es richtet sich vor allem an Journalisten, Rundfunkanstalten, (Medien-)Wissenschaftler, Landesmedienanstalten, Medienpolitiker, CE-Industrie, Fachhandel und Verbände, aber auch an interessierte Konsumenten.

„Diese Diskussionsveranstaltungen sind für uns außerordentlich wertvolle Plattformen“, sagt Dr. Rainer Hecker, Vorsitzender des Aufsichtsrats der gfu. „Sie erlauben uns, die Entwicklungsbedingungen medientechnischer Innovationen und damit auch unserer gesamten Branche in einem Umfeld aus Experten und Multiplikatoren auszuloten und zu konkretisieren. So gewinnen wir Orientierung für wichtige Richtungsentscheidungen.“

Innovationstempo als Luxusproblem?

medienpolitik@IFA 2008 packt gewissermaßen ein „Luxusproblem“ an: Die Technik bietet so viele innovative Möglichkeiten, ihre Entwicklung verläuft so rasant, dass politische Entscheidungsträger und Institutionen oft nicht mehr mithalten können. Außerdem führen Entscheidungsdefizite in Politik und Wirtschaft zu mangelnder Investitionsbereitschaft und zur Fragmentierung der Märkte. Der Rundfunk aber, das Medium für Millionen, braucht Massenmärkte.

Unter dem thematischen Dach „Strategien für Massenmärkte“ befassen sich die drei Diskussionsrunden von medienpolitik@IFA 2008

- erstens mit einer Analyse der Situation,

- zweitens mit einen konkreten Lösungsansatz,

- und drittens mit dem praktischen Beispiel „Digital Radio“.

Die drei Diskussionsforen im Detail:

Panel 1, 1. September 2008, 14:30 – 15:30 Uhr

Einführung neuer Medientechnologien

Interdisziplinäre Entscheidungen?

Moderation: Prof. Dr. Ulrich Reimers, TU Braunschweig

Wie lässt sich die technische mit der medienpolitischen Entwicklung synchronisieren? Was ist zu tun, damit sich die rasante technische Entwicklung nicht selbst überholt, bevor sie überhaupt realisiert werden kann? Müsste mehr reguliert werden? Oder ganz anders − und durch wen? Müssen staatliche Institutionen eigentlich immer technologieneutral sein? Wer gehört an den Tisch, wenn branchenübergreifend über die Einführung neuer Medien und Medientechnologien in Europa entschieden wird?

Panel 2, 2. September 2008, 12:00 – 13:00 Uhr

Nationale und internationale Plattformen

Was nutzen Plattformen – und wem?

Moderation: Sabine Beckmann, Inforadio, Berlin

Hier wird anhand eines konkreten Vorschlags diskutiert, welche Rolle Vermarktungs-Plattformen innerhalb einer Strategie für (offene) Massenmärkte spielen können. Dienen sie der Organisation der Wertschöpfungskette? Welche Rolle spielen dabei die technischen Plattformen? Brauchen wir für Interoperabilität zwischen Diensten/ Inhalten und Endgeräten harmonisierte Lösungen für alle Vermarktungs-Plattformen? Welche Funktionen können, welche müssen sie haben und welche auf keinen Fall? Was tut sich bei der Regulierung in Deutschland? Welche Entwicklungen gibt es auf europäischer Ebene?

Panel 3, 2. September 2008, 15:00 – 16:00 Uhr

Alternativen für (digitale) Hörfunkangebote

Digital Radio - noch einmal ganz von vorn?           

Moderation: Dr. Helmut Stein, CEO ISDM, Düsseldorf

Diese Diskussionsrunde thematisiert medienpolitische Entscheidungsdefizite am praktischen Beispiel: Es gibt zahlreiche Systemvorschläge für die Realisierung des digitalen Hörfunks, und jedes Jahr werden es mehr. Ehe die Industrie - Content, Halbleiter, Automobil, Endgeräte - hier einsteigt, müssen Voraussetzungen für einen Massenmarkt geschaffen werden. Wer entscheidet - nach welchen Kriterien? Soll es Förderprogramme geben? Wie groß ist der Spielraum für alternative Dienste und Programme? Ist der Erfolg von DigitalRadio eine Frage des Übertragungssystems oder des Contents? - Diskurs: Was kann man vom Satelliten Radio lernen? Warum ist das Internet-Radio erfolgreich? Liegt es an den angebotenen Diensten, ist der Content origineller? Fasziniert das Internet-Radio - wie vormals die Kurzwelle - durch die Idee, mit der Welt verbunden zu sein? Welche Schlussfolgerungen sind zu ziehen?

Die Diskussionsrunden finden nach Angaben der gfu auf dem Messegelände der IFA statt. Der genaue Ort wird rechtzeitig bekannt gegeben.

www.gfu.de

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