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Digital-TV
VPRT kritisiert Vorgaben zur TV-Übertragung der Fußball-Bundesliga
Kartellamt engt Spielfeld für privaten Rundfunk ein
21.07.2008
Der Verband Privater Rundfunk und Telemedien e. V. (VPRT) hat die
unlängst bekannt gewordenen Vorgaben des Bundeskartellamts für die
Vermarktung der TV-Übertragungsrechte der Fußball-Bundesliga als „massive
Einengung des Spielfelds für den privaten Rundfunk“ kritisiert. „Gerade in
der Gesamtdebatte um eine Chancengerechtigkeit im dualen System blockiert
das Kartellamt mit dieser Vorgabe ein wesentliches Programmfeld für private
Sender und zementiert die Verhandlungsposition der ARD“, so
Verbandspräsident Jürgen Doetz. Die Tatsache, dass für eine
Free-TV-Zusammenfassung an einem Sendeplatz vor 20.00 Uhr sowohl
öffentlich-rechtliche als auch private Sender in Frage kommen, sei ein
Scheinargument der Bonner Behörde. „Die Praxis belegt, dass diese Rechte
durch Werbung nicht zu refinanzieren sind und damit faktisch nur
gebührenfinanzierte Sender zum Zug kommen können. Letztlich wird damit ein
in den letzten Jahren bestehendes Einkaufsmonopol für diese Rechte
fortgeschrieben.“ Das Kartellamt habe sich daher in dieser Sache als
„lobbyanfällig“ für die ARD-Sportschau gezeigt. Dies sei umso
erstaunlicher, als in der Gesamtdebatte über den Programmauftrag der
Anstalten gerade in Frage stehe, ob kostenintensive Sportrechte auf den
Gebührenzahler umgelegt werden müssen, wenn private Anbieter den Markt
ebenso bedienen können. „Wir möchten das Kartellamt daher ausdrücklich zum
Dialog auffordern, die aufgeworfenen Punkte zu besprechen und zu einer
marktverträglichen Lösung zu kommen“, so Doetz abschließend. Dies ist eine Meldung aus unserem digitalen Nachrichtendienst
„Digitalmagazin“.
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