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Reaktionen auf die Entscheidung des Bundeskartellamts
24.07.2008
Felix Magath (Trainer VfL Wolfsburg): „Die Entscheidung kann schon
Auswirkungen haben und den Wettbewerb beeinflussen. Wenn wir uns mit
anderen Verbänden messen wollen, dann müssen wir sehen, dass dort viel mehr
Geld durch Fernsehen eingenommen wird. So haben wir klare Nachteile in
Deutschland und dürfen so nicht böse sein, dass wir international nicht so
gut dastehen wie beispielsweise die englischen Vereine.“
Hans-Joachim Watzke (Geschäftsführer Borussia Dortmund): „Das ist kein
guter Tag für den deutschen Fußball. Das Kartellamt entscheidet über Dinge
und schiebt quasi eine Rechtfertigung nach. Das finde ich persönlich
schlecht. Die Politik lässt den Fußball im Stich. Wir haben durch die
Zentralvermarktung immer den Solidargedanken gepflegt, und jetzt könnte es
sein, dass sie kaputtgeht. Wenn nun deutlich weniger Geld käme, können sich
die Clubs von internationalen Ambitionen verabschieden.“
Steffen Heidrich (Manager Energie Cottbus): „Das ist alles andere als
schön für uns. Man weiß nicht, was wird. Ich fand den Vertrag mit Kirch
sehr vernünftig. Man hatte Klarheit und Planungssicherheit, die gibt es
jetzt nicht mehr. Wir leben größtenteils vom Fernsehgeld. Andere können das
auffangen, wenn etwas wegfällt. Für uns ist es doppelt schwer, das Geld
reinzuholen.“
Wolfgang Holzhäuser (Geschäftsführer Bayer 04 Leverkusen): „Zunächst ist
festzuhalten, dass die Zentralvermarktung grundsätzlich gestattet ist. Das
ist positiv. Zum anderen hat das Kartellamt zur Bedingung gemacht, dass die
Berichterstattung bis 20.00 Uhr abgeschlossen sein muss. Das ist
unverständlich, weil man dem Verhandlungsführer damit Handschellen anlegt.
Man hätte erst das Verhandlungsergebnis abwarten und dann die Diskussion
aufnehmen können. Grundsätzlich ist dieses Problem dazu da, es zu lösen.
Wir werden irgendwann auch damit fertigwerden müssen. Aber es ist richtig,
wenn Herr Watzke sagt, das sei kein guter Tag für den deutschen
Fußball.“
Marc-Jan Eumann (Vorsitzender SPD-Medienkommission): „Das ist ein guter
Tag für den Fußball. Mit der heutigen Entscheidung des Kartellamtes ist
auch in den nächsten Jahren sichergestellt, dass Kinder, Jugendliche und
Familien zu einer zuschauerfreundlichen Zeit gemeinsam die Bundesliga im
Free-TV erleben können. Denn Kinderträume und -idole dürfen nicht
verschlüsselt werden.“
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