Digital-TV
Pro Sieben Sat 1 gibt Zahlen bekannt: Neuer Großaktionär
04.08.2008
Nach einem schwierigen Start ins Jahr gibt Deutschlands größter
TV-Konzern Pro Sieben Sat 1 an diesem Mittwoch seine Zahlen für das zweite
Quartal bekannt. Zwischen Januar und März hatte Pro Sieben Sat 1 wegen
sinkender Werbeeinnahmen und schwacher Quoten auf dem Heimatmarkt deutliche
Rückschläge hinnehmen müssen. Auch das zweite Quartal dürfte aus Sicht von
Analysten noch keine grundlegende Wende gebracht haben. Der Konzern selbst
hatte bereits bei der Veröffentlichung der Zahlen für das erste Quartal
wenig Hoffnung gemacht und angekündigt, mit einer Besserung erst in der
zweiten Jahreshälfte zu rechnen. Neben dem operativen Geschäft ist Pro
Sieben Sat 1 auch mit der Suche nach einem neuen Vorstandschef beschäftigt.
Konzernchef Guillaume de Posch hatte Mitte Juni seinen Rücktritt zum
Jahresende angekündigt. Ein Nachfolger ist noch nicht benannt.
Auch im Aktionärskreis gibt es seit Freitag Veränderungen. Die
niederländische Verlagsgruppe Telegraaf Media Groep (TMG) hat von den
Finanzinvestoren Kohlberg Kravis Roberts (KKR) und Permira zwölf Prozent an
Pro Sieben Sat 1 übernommen. Eine 2007 vereinbarte Option war am Freitag von
KKR und Permira ausgeübt worden. Die Finanzinvestoren bleiben über ihre
Levana-Holding mit 76 Prozent der Stimmrechte aber weiter größter
Anteilseigner bei Pro Sieben Sat 1.
Im ersten Quartal war das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen (EBITDA) in dem Konzern um 25 Prozent auf 88,5 Millionen
Euro gesunken. Vor Steuern rutschte Pro Sieben Sat 1 in die roten Zahlen
und verbuchte einen Verlust von 8,5 Millionen Euro nach einem Plus von 41,7
Millionen im Jahr zuvor. Der Umsatz ging um zwei Prozent auf 729 Millionen
Euro zurück.
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