Medien
Medientage Österreich 2008 - Wrabetz: „ORF darf Zugang zu neuen Medien nicht verschlossen werden“
25.09.2008
„Wie soll die Politik Medien regulieren?“ war die Kernfrage des
„Mediengipfels“ auf den Österreichischen Medientagen 2008. Unter der
Leitung von Christian Rainer diskutierten Ludwig Bauer (ATV), Horst Pirker
(VÖZ), Wolf-Dieter Ring (Bayerische Landeszentrale für neue Medien), Markus
Schächter (ZDF), Christian Stögmüller (VÖP), ORF-Generaldirektor Alexander
Wrabetz und Andre Zalbertus (Center.tv). Wrabetz sagte in seinem
Eingangsstatement: „Auf europäischer Ebene steht außer Streit, dass die
klassischen elektronischen Medien Fernsehen und Radio national zu
regulieren sind und die TV- und Radioangebote des ORF von der EU nicht in
Frage gestellt werden. Der ORF zählt mit rund 40 Prozent Marktanteil im
Fernsehen, 80 Prozent Marktanteil im Radio und dem meistgenutzten
Onlineangebot Österreichs zu den drei erfolgreichsten
Öffentlich-Rechtlichen in Europa.“
Im vieldiskutierten Onlinebereich werde sich der ORF strikt an die
gesetzlichen Rahmenbedingungen halten, betonte Wrabetz.
„Kommunikationsdienste oder Kontaktbörsen sind beispielsweise nicht unser
Geschäft. Andererseits ist Fernsehen aber ohne die Online-Anwendungen in
Zukunft nicht denkbar und auch Öffentlich-Rechtliche müssen diese
Möglichkeiten für sich nutzen. Grenzen für alle Aktivitäten des ORF in
diesem Bereich sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen.“
Zum Thema Medienregulierung merkte der ORF-Generaldirektor an, dass „der
ORF als eines der meistgeprüften Unternehmen Österreichs nichts gegen eine
sinnvolle Weiterentwicklung der Kontrollinstanzen“ habe: „Was wir
allerdings nicht wollen, ist eine Inhaltskontrolle, denn die
journalistische Unabhängigkeit ist für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk
unabdingbar.“
www.orf.at
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