Digital-TV
Interview: GIGA-Geschäftsführer Borg - „GIGA wird in 2009 alles sein können, nur nicht träge“
Digitalmagazin im Gespräch mit Stephan Borg, Geschäftsführer der GIGA Digital Television GmbH
22.01.2009
Die GIGA Digital Television GmbH, Betreibergesellschaft des digitalen
Gaming-Senders GIGA und der Gaming-Community GIGA.de, entwickelt und
produziert ab sofort verschiedene Gaming-Formate für andere TV-Sender,
Medien oder Industriekunden. Stephan Borg, Geschäftsführer der GIGA Digital
Television GmbH, erläutert im Dialog mit Digitalmagazin die
Hintergründe.
Digitalmagazin: Herr Borg, GIGA steigt, wie zuvor angekündigt, in das
Produktionsgeschäft für Dritte ein. Welche Dienstleistungen bieten Sie
konkret an?
Borg: Der Schwerpunkt der GIGA Digital-Produktionen liegt bei
Gaming-Formaten. Außerdem bieten wir alle Produkte rund um integrierte
Websites an. GIGA berät schon jetzt große Markenkunden. So hat einer
unserer Kunden vor, ein Online-Portal für Jugendliche zu launchen. Hier
berät GIGA Digital umfassend und bietet Konzepte zur Realisierung der
Website wie auch Contents an - von Artikeln, über flash-basierte Dienste
bis zu Video-Content. Schön daran ist: GIGA Digital hat bei allen drei
Themen großes Know-how. Selbstverständlich sind wir aber vor allem
Ansprechpartner bei jeder Form von Video-Content zu Games. Das ist und
bleibt unser Kernthema, bei dem wir auf ein Dinosauriergedächtnis von zehn
Jahren Gaming-Know-how zurückblicken. Das hat sonst keiner.
Digitalmagazin: Wie kam es zu der Idee, für Dritte produzieren zu
wollen?
Borg: GIGA Digitals Kernthemen sind Web/Games/TV/Jugend - Diese vier
Bereiche sind die einzigen Wachstumsthemen im TV, aber vor allem auch im
Web. GIGA Digital hat auf dieser Seite gutes Know-how. Wir müssen uns nicht
verbiegen, um hier zu punkten. Würde man eine klare Potentialanalyse
durchführen, wäre ich schlicht dumm, diese Fähigkeit nicht zu vermarkten.
Das schlagende Argument bei unseren Kunden wird sein: GIGA produziert
darüber hinaus noch überaus ökonomisch - das heißt: Wer mit dieser Firma
arbeitet bekommt kein TV-Geschwafel, sondern leidenschaftlich erstellte
Produktionen, die dabei sehr kostenbewusst hergestellt werden.
Digitalmagazin: GIGA will für andere Unternehmen TV-Formate sowie
Bewegtbild-Angebote entwickeln und produzieren. Welche Zielgruppen sprechen
Sie an?
Borg: Wir sprechen alle Unternehmen an, die erkannt haben, dass der
Wachstumsmarkt das Web ist. Nehmen wir ein praktisches Beispiel aus dem
Games-Bereich. In den vergangenen Jahren war Print mithin das stärkste
„Standbein“ der Werbe-Spendings der Games-Branche. Seitdem hier alle
Verlage ausnahmslos massive Einbrüche in den Leserzahlen verzeichnen,
drohen ihnen schwere Zeiten. GIGA Digital berät an dieser Stelle. Wir
helfen mit unserer Video- und TV-Erfahrung dabei, den Verlagen wieder
Produkte an die Hand zu geben, mit denen sie Vermarktungserlöse generieren
können. Machen wir uns nichts vor: Warum überhaupt sollte ein Publisher
eines Videospiels Millionen investieren, um spielfilmnahe Animationen in
seine Produkte zu bringen, wenn dann am Ende eine Zeitung Fotos und
Screenshots, aber eben nicht das Bewegtbild dazu zeigen wird? Wir helfen
aus dieser Falle heraus.
Digitalmagazin: Wie soll sich die Zusammenarbeit mit den
Kooperationspartnern gestalten?
Borg: Konkret hat GIGA Digital mit Sally De Michael eine Producerin für
unsere Entwicklungsprojekte gewinnen können, die genau darauf hört, welche
Ideen unsere Kunden haben. Wir werden Projekte ankurbeln, entwerfen und
sicher auch selbst erfinden. Wir werden genau auf den Markt hören und
genauso werden wir auch mit unseren Kooperationspartner arbeiten. Nur wenn
wir den Erfolg unserer Partner vergrößern, macht die Zusammenarbeit
wirklichen Sinn. Wir werden genau dort ansetzen.
Digitalmagazin: Das neue Jahr hat gerade begonnen. Gewähren Sie uns
einen Ausblick: Welche Pläne haben Sie mit GIGA für 2009?
Borg: GIGA hat ein spannendes Jahr vor sich. In 2008 hat es mein Team
geschafft, dass GIGA den geringsten Finanzierungsbedarf seiner Geschichte
vorweisen kann. Umsatz und Produktentwicklung werden in 2009 diesen Weg
fortsetzen. Mit 2,2 Millionen Visits erreicht die Website GIGA.de den
höchsten Stand seit Wiederaufnahme der IVW-Messung des Senders, während zur
gleichen Zeit die Auflagen und Leserzahlen aller Gaming-Printtitel
einknicken. GIGA ist bereit, eine wichtigere Rolle in diesem Markt zu
übernehmen.
Das heißt im Klartext: GIGA wird in 2009 alles sein können, nur nicht
träge. Wir werden andere Firmen und Projekte beraten, wir werden
produzieren und wir werden alles daran setzen die Bekanntheit unseres
Medienproduktes - vor allem durch strategische Partnerschaften weiter zu
stärken.
Digitalmagazin: Herr Borg, wir danken Ihnen für das Gespräch.
www.giga.de
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