Kommunikation
„tvister ist die kontextuelle Verlängerung des Fernsehens auf den PC“
30.09.2009
Unter http://tvister.de stellt die
Deutsche Telekom seit Mitte September eine kostenlose Plattform mit
Informationen rund um das Fernsehprogramm zur Verfügung. Dabei richtet
sich der neue TV-Empfehlungsdienst „tvister“ vor allem an
diejenigen Nutzer, die mehr als nur die übliche Programmvorschau im
Netz suchen. „Alle auf tvister dargestellten Informationen und
Dienste orientieren sich direkt an den TV-Inhalten und sind entsprechend
der jeweils ausgewählten Sendung individuell aufbereitet“,
erklärt Christoph Schmidt, Leiter Bereich Personal Social Networking
Applications bei der Deutschen Telekom, im Interview mit
Digitalmagazin.
Digitalmagazin: Herr Schmidt, die Deutsche Telekom hat Mitte
September den neuen TV-Programmbegleiter tvister im Internet gestartet. Was
unterscheidet tvister von anderen TV-Guides?
Schmidt: tvister ist die einzige Webseite, die alles, was es im
Web zum Thema Fernsehen gibt, zusammenfasst. tvister ist die kontextuelle
Verlängerung des Fernsehens auf den PC. Alle auf tvister dargestellten
Informationen und Dienste orientieren sich direkt an den TV-Inhalten und
sind entsprechend der jeweils ausgewählten Sendung individuell
aufbereitet. Anders als bei anderen Programmbegleitern im Web orientieren
sich die Inhalte von tvister dynamisch am TV-Programm und bieten dem Nutzer
dadurch einen Informations-Mehrwert. tvister ermöglicht dem Nutzer per
Stichwort- oder Tag-Suche eine kontextuelle Vernetzung des TV-Programms mit
den Informationsangeboten des Internets.
Digitalmagazin: Welche Informationen findet der User auf
http://tvister.de?
Schmidt: Sie schauen Ihre Lieblingssendung und wollen wissen, in
welchen anderen Filmen der Hauptdarsteller mitspielt? In diesem Fall hilft
tvister Ihnen, diese Information unkompliziert und ohne weitere eigene
Recherche zu finden. tvister bündelt alle wichtigen
Zusatzinformationen rund um das aktuelle Fernsehprogramm, die über das
Angebot eines gewöhnlichen Programmbegleiters hinausgehen: Namen der
Schauspieler, die in der Sendung mitspielen, Verlinkung zu
Zusatzinformationen auf externen Informationsplattformen, Videos und Bilder
rund um das Thema, News zu den Schauspielern und anderen verwandten Themen,
nächste Sendetermin und verwandte Sendungen.
Digitalmagazin: Mit tvister sprechen Sie insbesondere TV-Zuschauer
an, die nebenbei im Internet surfen. Inwiefern profitiert die Zielgruppe
der Media-Multitasker von dem neuen Dienst?
Schmidt: In Deutschland nutzt laut einer Studie der EIAA bereits
jeder Fünfte den Fernseher und das Web regelmäßig parallel.
Vor allem die Gruppe der unter 35-Jährigen zeichnet sich durch einen
hohen Anteil an so genannten „Media-Multitaskern“ aus. Hier
fehlte es bislang an Angeboten, deren Inhalte sich an das aktuelle
TV-Programm anpassen und einen Informations-Mehrwert bieten. tvister
orientiert sich an den Bedürfnissen der Media Multi-Tasker und ist ein
intelligenter Programmbegleiter für die zeitgleiche Nutzung von TV und
Internet und hat das Ziel, dem Übermaß an verschiedenen
Angeboten entgegenzuwirken und Informationen zu bündeln.
Digitalmagazin: tvister bietet persönliche TV-Empfehlungen
für den einzelnen User an. Wie funktioniert das?
Schmidt: User können sich im MyTvister-Bereich ein eigenes,
personalisiertes Profil anlegen. Mit einem Profil hat der User die
Möglichkeit, einerseits Sendungen auf einer Skala
„Hassen/Lieben“ zu bewerten und andererseits Sendungen
vorzumerken, die er nicht verpassen will. Tvister wertet diese Vorlieben
aus und empfiehlt dem User auf dieser Grundlage Sendungen, die ihm gefallen
könnten. Je mehr Sendungen der User bewertet oder vormerkt, desto
besser funktioniert das System.
Digitalmagazin:Welche Features bietet der Dienst
außerdem?
Schmidt: Die wichtigsten Features von tvister bietet der
MyTvister-Bereich. Dort kann jeder User, der sich ein eigenes Profil
angelegt hat, Sendungen vormerken und sich per Email an deren Ausstrahlung
erinnern lassen. Zudem gibt es eine Kommentar- und Empfehlungsfunktion zur
Vernetzung mit anderen Usern.
Digitalmagazin: Anlässlich der IBC 2009 war tvister erstmals auf
einem TV-Bildschirm zu sehen. Welche Technologie kam hierbei zum
Einsatz?
Schmidt: Die Nagra Media Widget Plattform. Mit der Nagra Media
Widget Plattform wird eine komplette Tool Chain angeboten, mit deren Hilfe
die Betreiber, die diese Plattform nutzen, verschiedene Widgets in ihr
Digital-TV-Angebot einbauen können. Den Abonnenten wird somit ein
personalisiertes Fernsehen angeboten, welches deren Anforderungen
erfüllt und sie dazu animiert, immer wieder darauf
zurückzugreifen.
Digitalmagazin: Die Deutsche Telekom kündigte zudem an, tvister
auch auf die Fernseher zu bringen. Wie sieht Ihr Fahrplan
diesbezüglich aus?
Schmidt: Wir haben mit dem Showcase auf der IBC getestet, wie die
tvister-Applikation angenommen wird und evaluieren nun die
Entwicklungsmöglichkeiten für die Geschäftmodelle dahinter.
Einen konkreten Termin können wir derzeit nicht nennen.
Digitalmagazin: Herr Schmidt, vielen Dank für das
Gespräch.
http://tvister.de
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