Kabel
Neuer Cablecom-Chef will Set-Top-Boxen-Zwang abschaffen – Einführung von CI+-Modulen?
21.10.2009
Eric Tveter, seit Mai neuer Chef des größten Schweizer
Kabelnetzanbieters Cablecom, will seinen Kunden künftig freie Wahl bei
der Anschaffung eines Empfangsgeräts für digitales Fernsehen
lassen. „Wir prüfen Dienstleistungen für digitales TV
anzubieten ohne Set-Top-Boxen“, sagte der Amerikaner einem Bericht
der „Handelszeitung“ zufolge am 20. Oktober auf den achten
Bieler Kommunikationstagen. In einer Mitteilung des Unternehmens
heißt es, Cablecom prüfe die Einführung von „Common
Interface Modulen der neusten Generation“, um die freie Wahl von
Set-Top-Boxen zu gewährleisten.
Die Geschäftspraxis der Cablecom wird seit Jahren heftig
kritisiert. Der Kabelnetzbetreiber verschlüsselt TV-Programme, die
ansonsten z. B. über Satellit frei empfangbar sind. Die
Cablecom-Kunden sind somit bislang gezwungen, Set-Top-Boxen bei dem
Kabelunternehmen zu mieten oder zu kaufen, um das digitale Angebot schauen
zu können. Sie können keine im Fachhandel erhältliche
Set-Top-Box kaufen oder auf eine Set-Top-Box verzichten, wenn sie bereits
einen Fernseher mit eingebautem DVB-C-Tuner haben.
www.cablecom.ch
Dies ist eine Meldung aus unserem digitalen
Nachrichtendienst „Digitalmagazin“.
Alle Informationen zu Abonnements und Preisen finden Sie
unter www.digitalmagazin.info.