Medien
Ende der Krise: US-Medienriese Time Warner verdient an Film und Fernsehen
03.02.2010
Der US-Medienriese Time Warner scheint die schwere Krise endlich hinter
sich gelassen zu haben. „Time Warner hat alle seine Ziele für
2009 erreicht“, sagte Konzernchef Jeff Bewkes am 3. Februar in New
York. Im Schlussquartal legte das Geschäft erstmals seit langer Zeit
wieder zu. „Unsere Filmstudios und TV- Sender haben Rekordgewinne
erzielt“, stellte Bewkes fest.
Unterm Strich verdiente Time Warner 627 Millionen Dollar nach einem
gigantischen Verlust von 16 Milliarden Dollar vor einem Jahr. Time Warner
hatte unter anderem den Wert seiner Kabelsparte massiv nach unten
korrigieren müssen. Mittlerweile hat der Konzern sein
Kabelgeschäft als eigenständiges Unternehmen an die Börse
gebracht, genauso wie die problembehaftete Internet-Tochter AOL.
Der Umsatz im wichtigen Weihnachtsquartal stieg um zwei Prozent auf 7,3
Milliarden Dollar. Time Warner will nun die mobilen Internet-Geräte
erobern – mit Fernsehen für unterwegs und digitalen Ausgaben von
Magazinen. Elektronische Lesegeräte wie Amazons Kindle oder der neue
Apple iPad gelten derzeit als große Hoffnung für die
Medienindustrie. Er blicke mit Zuversicht auf das laufende Jahr, sagte
Bewkes. Die Aktionäre sollen durch eine höhere Dividende und
einen erweiterten Aktienrückkauf an dem guten Abschneiden beteiligt
werden. Sie bekommen nun mit 0,2125 Dollar je Anteilsschein gut 13 Prozent
mehr ausgeschüttet als bislang; den ursprünglich fünf
Milliarden Dollar schweren Aktienrückkauf stockt das Management auf
sieben Milliarden Dollar auf.
www.timewarner.com
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