Radio-Info
MDR Info, MDR Sputnik und 90elf über DAB+ zu empfangen
05.02.2010
Nach MDR Klassik sind ab 8. Februar zwei weitere Hörfunkprogramme
des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) digital über Antenne empfangbar.
Dabei handelt es sich um das Nachrichtenradio MDR Info sowie um das
Jugendkulturprogramm MDR Sputnik. Diese beiden Programme werden in
großen Teilen Sachsens und Thüringens zusätzlich im
Standard DAB+ übertragen, teilte der MDR am 5. Februar mit.
„In Vorbereitung des für 2011 geplanten Neustarts mit
Digitalradio in Deutschland freuen wir uns, in Mitteldeutschland bereits
jetzt einen Schritt in diese Richtung gehen zu können. Im Rahmen eines
Pilotprojekts nutzt der Mitteldeutsche Rundfunk weitere Kapazitäten und
strahlt MDR Info und MDR Sputnik im weiterentwickelten, effizienteren
Standard DAB+ aus“, so MDR-Hörfunkdirektor Johann Michael
Möller.
Zeitnah werden die zwei Radioprogramme voraussichtlich auch in
Sachsen-Anhalt über DAB+ zu hören sein. Für den Empfang ist
ein Digitalradio der neuen Generation mit dem Label „DAB+“
notwendig. MDR Klassik sendet weiterhin in Sachsen, Sachsen-Anhalt und
Thüringen digital im Standard DAB. Für den Empfang reicht ein
älteres DAB-Radio aus. Neuere DAB+-Geräte können Programme
im älteren DAB-Standard ebenso empfangen.
Darüber hinaus ist das in Leipzig produzierte Fußball-Radio
„90elf“ ab sofort in weiten Teilen Sachsens digital empfangbar.
Wie die Sächsische Landesmedienanstalt (SLM) am 5. Februar mitteilte,
wird auch das Programm von 90elf im neuen DAB+-Standard ausgestrahlt.
Zur Zukunft des Digitalradios
Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) hatte im
vergangenen Jahr die Finanzmittel für eine ausschließlich auf
DAB+-gestützte Entwicklungsstrategie gesperrt. „Trotzdem sieht
der MDR – in Abstimmung mit den anderen ARD-Landesrundfunkanstalten
– nach wie vor eine realistische Chance für die Einführung
der Digitalterrestrik“, so der MDR-Hörfunkdirektor Möller
weiter: „Wir setzen unsere Hoffnung auf ein komplementäres
Konzept, in dem DAB+ als einer von mehreren Übertragungswegen
Berücksichtigung finden könnte. Dieses so genannte Hybridkonzept
würde die Vorteile verschiedener Übertragungswege kombinieren:
Den mobilen Empfang könnte die Digitalterrestrik übernehmen, den
In-House-Empfang würde etwa ein WLAN-Zugang zum Internet
gewährleisten. Die Empfangsgeräte könnten also verschiedene
Empfangsquellen miteinander verbinden, ohne dass der Nutzer dies in der
Qualität bemerken würde.“
Unter diesem Blickwinkel beabsichtigt die ARD einen neuen Projektantrag
bei der KEF einzureichen, um die beschriebene Strategie umzusetzen. Zudem
haben die Landesmedienanstalten nach Zuteilung durch die
Ministerpräsidenten aller Bundesländer eine medienrechtliche
Ausschreibung veröffentlicht, über die im ersten Halbjahr 2010
entschieden werden soll. Angestrebt wird damit die Ausstrahlung sowohl
landesweiter als auch bundesweiter digitaler Programme ab dem Jahr
2011.
www.mdr.de
www.slm-online.de
www.90elf.de
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