Programm
Aus DSF wird Sport 1 – Verbreitung in HD-Qualität spielt wichtige Rolle
Digitalmagazin im Gespräch mit Zeljko Karajica, Geschäftsführer DSF/Sport 1
08.02.2010
Am 11. April wird das DSF in „Sport 1“ umbenannt, allein im Jahr 2010
sind über 1.150 Stunden Live-Sport für den neuen Sportsender geplant.
„Unser Hauptaugenmerk liegt dabei auf der inhaltlichen Verzahnung von TV
und Online“, sagt DSF/Sport 1-Geschäftsführer Zeljko Karajica im
Digitalmagazin-Interview. Gegenwärtig prüft der Sender auch den Eintritt
ins hochauflösende Zeitalter. Die Verbreitung in HD-Qualität spiele eine
wichtige Rolle, deutet Karajica die künftige HDTV-Strategie von Sport 1
an.
Digitalmagazin: Aus DSF wird Sport 1. Was war schlecht am
eingeführten Namen DSF?
Karajica: Sowohl Sport 1 als auch DSF sind starke Marken. Wir
haben uns also im Rahmen unserer Einmarken-Strategie nicht gegen, sondern
für eine der beiden Brands entschieden. Bei der Entscheidungsfindung haben
wir dabei genau abgewogen und uns auf die Ergebnisse der Marktforschung
gestützt. Wichtig war uns dabei vor allem, dass die neue Dachmarke unsere
Kernkompetenz Sport noch deutlicher betont.
Digitalmagazin: Was wird sich inhaltlich in Ihrem Sportfernsehen
ändern?
Karajica: Wir werden im Jahr 2010 über 1.150 Stunden Live-Sport
ausstrahlen – unter anderem die deutsche Handball- und
Basketball-Bundesliga. Das ist eine Steigerung von mehr als zehn Prozent
gegenüber dem letzten Jahr. Darüber hinaus haben wir uns auch
Übertragungsrechte an der Eishockey-WM im Mai in Deutschland und an den
Leichtathletik-Meetings der IAAF Diamond League gesichert. Wie seit jeher
wird natürlich auch die Fußball-Bundesliga ein Programm-Schwerpunkt sein.
Ausbauen werden wir im Jahr 2010 die Motor-Formate und den News-Bereich:
Mit 80 Stunden mehr Nachrichten können wir nun auch verstärkt eigene
Schwerpunkte setzen. Neben dem Zuwachs an Live-Sport werden unsere
Erstausstrahlungen von eigenen Sport-Entertainment-Formaten,
Dokumentationen und Magazinen in diesem Jahr ein Volumen von 225 Stunden
erreichen.
Digitalmagazin: Ihr direkter Konkurrent, Eurosport, hat sich im
Fernsehbereich mit weiteren Produkten und Kanälen wie Eurosport 2,
Eurosport News, Eurosport HD breit aufgestellt. Was kann Sport 1
dagegensetzen?
Karajica: Eurosport ist zwar ein Wettbewerber, aber aufgrund der
Ausrichtung als paneuropäischer Sportsender nicht als unser Hauptkonkurrent
zu betrachten. Wir richten unseren Fokus auf den für Deutschland relevanten
Sport – das ist unser Alleinstellungsmerkmal, auch gegenüber Eurosport.
Ungeachtet dessen prüfen wir alle Optionen: Die Verbreitung unseres
Programms in HD-Qualität spielt dabei eine wichtige Rolle. Neben der
Verbreitungsart denken wir aber natürlich auch über die geeigneten
Plattformen für unsere Inhalte nach – sowohl im Hinblick auf Free- und
Pay-Szenarien als auch auf verschiedene Medienkanäle wie TV, Online oder
Mobile.
Digitalmagazin: Erleben wir bei DSF/Sport 1 derzeit einen
Paradigmenwechsel? Bisher betrieben Sender Onlinedienste, heute betreiben
mehr und mehr Internetplattformen Fernsehsender. Läuft das Fernsehen damit
nicht Gefahr, ein Anhängsel des Internets zu werden?
Karajica: Mit der Einführung von Sport 1 wird erstmals eine
Online-Marke zur TV-Marke. Vor dem Hintergrund des sich verändernden
Mediennutzungsverhaltens und dem Zusammenwachsen der TV-, Online- und
Mobile-Märkte tragen wir dieser Entwicklung mit der neuen
Dachmarken-Strategie konsequent Rechnung. Unser Hauptaugenmerk liegt dabei
auf der inhaltlichen Verzahnung von TV und Online.
Digitalmagazin: Herr Karajica, vielen Dank für das
Gespräch.
www.sport1.de
Hinweis: Lesen Sie das komplette Interview sowie weitere
Hintergrundinformationen zu Sport 1 in der März-Ausgabe von INFOSAT. Das
Heft 3/2010 wird am 26. Februar im Handel erscheinen.
Dies ist eine Meldung aus unserem digitalen Nachrichtendienst
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