Programm
DLM-Symposium 2010 zu den Qualitätsanforderungen an das Privatfernsehen
09.02.2010
Wie viel Qualität können sich die kommerziellen TV-Anbieter leisten, wie
soll ihr Beitrag zum gesellschaftlichen Diskurs aussehen? Mit Anforderungen
an das private Fernsehen befasst sich das DLM-Symposium 2010 am 10. März in
der Landesvertretung Baden-Württembergs in Berlin. Der Vorstandsvorsitzende
der Krisen geplagten Senderfamilie Pro Sieben Sat 1, Thomas Ebeling, hat im
Herbst mit Äußerungen zum Nachrichtensender N 24 eine heftige Debatte zu
den Anforderungen an das private Programmangebot losgetreten. Ebeling wird
sich bei der Veranstaltung dieser Kontroverse stellen, in der die
Medienregulierer mehr Qualität fordern.
„Private Veranstalter dürfen sich nicht auf ihre Rolle als
Wirtschaftsunternehmen zurückziehen“, betont Thomas Langheinrich,
Vorsitzender der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM). Die
DLM will in den kommenden Wochen Vorschläge erarbeiten, wie die besondere
Rolle des privaten Fernsehens in der Gesellschaft besser verankert werden
kann. Beim diesjährigen DLM-Symposium wird daher auch darüber diskutiert
werden, ob Anreizsysteme sicherstellen können, dass die Sender ihren
gesellschaftlichen Verpflichtungen nachkommen. Dabei stehen Vorschläge des
VPRT von Tobias Schmid (RTL) und Annette Kümmel (Pro Sieben Sat 1) zur
Diskussion.
Wie vor allem junge Leute ihren Medienkonsum zwischen TV und Internet
organisieren, darüber wird ein Vertreter der „digital natives“ Auskunft
geben. Die Folgen der Konvergenz für die Konstituierung von Öffentlichkeit
analysiert der international renommierte Medienrechtler und
Internet-Experte Viktor Mayer-Schönberger, der an den Universitäten
Singapur und Harvard lehrt. Welche Programmformate Zukunft haben, darüber
diskutieren u. a. der Produzent und frühere TV-Manager Hubertus
Meyer-Burckhardt, der Sat 1-Fernsehmoderator Ulrich Meyer und die
Professorin für Medienmanagement, Lucy Küng, die in St. Gallen (Schweiz)
und Jöngköping (Schweden) lehrt. Ob Deutschland angesichts von Konvergenz
und Krise eine neue Medienordnung braucht, werden der Chef der Mainzer
Staatskanzlei, Staatssekretär Martin Stadelmaier, für die
Rundfunkkommission der Länder, und der Parlamentarische Staatssekretär im
Bundeswirtschafsministerium, Hans-Joachim Otto, ausloten.
www.dlm-symposium.de
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