Kommunikation
EU-Kommission: Kinder im Web nicht ausreichend geschützt
09.02.2010
Jugendliche werden nach Auffassung der EU-Kommission auf Websites
sozialer Netzwerke noch nicht ausreichend geschützt. Zum „Tag
des sicheren Internets“ (Safer Internet Day) am 9. Februar legte die
EU-Kommission einen Bericht über die Umsetzung der „Safer Social
Networking Principles“ vor, zu der sich im vergangenen Jahr 20
Online-Unternehmen verpflichtet hatten. Dazu erklärte EU-Kommissarin
Viviane Reding, zuständig für Informationsgesellschaft und
Medien: „Ich erwarte von allen Unternehmen, dass sie mehr tun. Die
Profile von Minderjährigen müssen standardmäßig als
‚privat’ eingestuft werden, und auf Anfragen oder
Missbrauchsmeldungen ist unverzüglich und angemessen zu
reagieren.“
Laut der Untersuchung geben 50 Prozent der Teenager in Europa im Web
persönliche Informationen preis, die oft für immer online bleiben
und von jedem eingesehen werden können. Weniger als die Hälfte (40
Prozent) der Anbieter sozialer Netzwerke machen persönliche Daten
Minderjähriger standardmäßig nur für deren Freunde
einsehbar, so z. B. SchülerVZ und Facebook. Nur ein Drittel der
einschlägigen Unternehmen reagiert auf Nutzermeldungen, in denen um
Hilfe gebeten wird und nur elf von 22 der bewerteten Websites machen es
unmöglich, persönliche Profile Minderjähriger über
Suchmaschinen zu finden.
In dem Bericht wurden die von den Unterzeichnern der „Safer Social
Networking Principles“ betriebenen 25 Websites geprüft: Arto,
Bebo, Dailymotion, Facebook, Giovani.it, Youtube, Hyves, Windows Live,
Xboxlive, Myspace, Nasza-klaza.pl, Netlog, One.lt, Piczo, Rate.ee, Skyrock,
SchülerVZ, StudiVZ, MeinVZ, Habbo, IRC Galleria, Tuenti, Yahoo!Answers,
Flickr und Zap.lu.
http://ec.europa.eu
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