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ARD mit zahlreichen Neuerungen bei Olympia-Berichterstattung aus Kanada
09.02.2010
Ob HD-Technik, „ARD Olympianacht“ im Hörfunk oder trimedialer Newsdesk:
Mit zahlreichen Neuerungen aufwartend, zeigte sich die ARD wenige Tage vor
der Eröffnungsveranstaltung gut gerüstet für die Berichterstattung von den
XXI. Olympischen Winterspielen vom 12. bis 28. Februar in Vancouver. „Die
Vorbereitungen während der vergangenen drei Jahre sind optimal verlaufen
und wir freuen uns, dass es los geht“, sagte Wolf-Dieter Jacobi, Teamchef
des Bereichs Fernsehen von ARD und ZDF, der die Planungen auf Seiten des
federführenden Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) für die ARD leitete. Fünf
Tage vor Beginn der Spiele finden seit 8. Februar abschließende Proben auf
dem Gelände des MDR statt. Während der viertägigen Testserie wird das
Zusammenspiel der technischen Schnittstellen in Regie, Studio,
Schnittplätzen und den Wettkampfstätten in Vancouver und Whistler
geprüft.
Für eine optimale Übertragung wurde ein noch nie da gewesener Aufwand
betrieben: Insgesamt über 28 Tonnen Studiodekoration, IT- und
Hörfunk-Technik sowie weiteres Produktions-Equipment wurden nach Kanada
verschifft. Auf der Inventarliste standen beispielsweise 250 Telefone, 180
Notebooks, 50 Drucker und etwa 15 Kilometer Kabel, 25 Kilometer
Glasfaserkabel wurden allein für die Bilder von ARD und ZDF verlegt. Mit
der Generalprobe am 11. Februar endet schließlich die dreijährige
Vorbereitungszeit für die Berichterstattung vom größten Sportereignis der
Welt, die mit einigen Neuheiten gespickt ist. So werden die Olympischen
Spiele erstmals komplett im HD- (High Definition) Format und mit Dolby
5.1-Ton produziert. Es sollen damit die „schärfsten Spiele aller Zeiten“
werden.
Zufrieden zeigte sich Jacobi auch hinsichtlich der Zusammenarbeit mit
dem ZDF: „Vom erstem Tag an haben wir sehr eng zusammengearbeitet, um den
gemeinsamen Aufwand und die Kosten so gering wie möglich zu halten.“ Im
gemeinsamen Hauptquartier der beiden öffentlich-rechtlichen Sender im
International Broadcasting Center (IBC) in Vancouver werden Programm- und
Produktionszentralen sowie das Sendestudio mit 14 Schnittplätzen und die
technische Schaltzentrale gemeinsam genutzt. „Außer den Olympischen Spielen
gibt es kein vergleichbares Projekt, bei dem ARD und ZDF über einen derart
langen Zeitraum zusammenarbeiten“, so der Teamchef.
Eine weitere Neuerung bei der Berichterstattung ist die gemeinsame
Nutzung von Inhalten für die Bereiche Fernsehen, Hörfunk und Internet.
Erstmals wurde ein sogenannter trimedialer Newsdesk eingerichtet, an dem
medienübergreifend gearbeitet wird. Durch die zentrale Koordination für die
inhaltliche Planung, Produktion und Distribution können Inhalte auf den drei
verschiedenen Abspielwegen gemeinsam genutzt werden. „Davon profitieren alle
Nutzer“, meinte Jacobi.
Im Mittelpunkt der trimedialen Berichterstattung steht die von Leipzig
aus neugestaltete Internetseite olympia.ard.de. Ein weiterer neuer
Bestandteil der ARD-Berichterstattung: Von 23 bis 6 Uhr steht die
Olympiaberichterstattung im Mittelpunkt des von etlichen ARD-Anstalten in
ganz Deutschland übernommenen Programms. Neben Live-Reportagen, Gesprächen
und Zusammenfassungen aus Vancouver und Whistler werden viertelstündlich
Nachrichten sowie Aktuelles aus Deutschland und der Welt angeboten. „Mit
unserem nächtlichen deutschlandweiten Inforadio wollten wir etwas Neues
machen, das es in der Form noch nicht gegeben hat“, beschrieb Klaus-Jürgen
Alde das Angebot, für das der MDR Info-Reporter als Programmchef des
ARD-Hörfunks in Vancouver verantwortlich zeichnet.
www.mdr.de
http://olympia.ard.de
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