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ORF-TVthek: Ausbau um weitere Eigen- und Auftragsproduktionen bis Ende 2010
Digitalmagazin im Gespräch mit Thomas Prantner, ORF-Direktor für Online und Neue Medien
02.03.2010
Am 16. November 2009 startete die ORF-TVthek, die
Video-on-Demand-Plattform des Österreichischen Rundfunks (ORF), mit 70
Sendungen und einer Vielzahl von Live-Streams. Nach den ersten 100 Tagen
fällt die Bilanz der für die ORF-TVthek verantwortlichen
ORF-Onlinedirektion positiv aus: In diesem Zeitraum wurden pro Tag
durchschnittlich 173.000 Videos abgerufen. „Die Zahlen und auch die
positiven direkten Reaktionen der User bestätigen ganz klar, dass wir mit
unserer Strategie, ORF.at zur multimedialen Plattform auszubauen und dem
Publikum die zeit- und ortsunabhängige Nutzung von ORF-TV-Contents zu
ermöglichen, absolut richtig liegen“, betont Thomas Prantner, ORF-Direktor
für Online und Neue Medien, im Digitalmagazin-Interview.
Digitalmagazin: Herr Prantner, seit 16. November 2009 stehen in der
ORF-TVthek rund 70 ORF-TV-Sendungen als Video-on-Demand sowie zahlreiche
Live-Streams zur Verfügung. Wie sieht Ihre Bilanz nach den ersten 100 Tagen
aus?
Prantner: Erfreulicher könnte die Bilanz nach den ersten 100
Tagen eigentlich kaum ausfallen: Die von der ORF-Onlinedirektion
entwickelte ORF-TVthek hatte im Schnitt 173.000 Video-Abrufe pro Tag,
stärkster Einzelmonat war bisher der Jänner mit insgesamt 5,3 Millionen
Abrufen. Das von uns bereitgestellte Angebot wird also vom Publikum sehr
intensiv genutzt. Die Zahlen und auch die positiven direkten Reaktionen der
User bestätigen ganz klar, dass wir mit unserer Strategie, ORF.at zur
multimedialen Plattform auszubauen und dem Publikum die zeit- und
ortsunabhängige Nutzung von ORF-TV-Contents zu ermöglichen, absolut richtig
liegen. Auch die hohe Resonanz aus dem Ausland ist uns wichtig, denn die
Angebote von TVthek.ORF.at sind als Service für Auslandsösterreicherinnen
und -österreicher zum allergrößten Teil weltweit zugänglich.
Digitalmagazin: Das Motto der ORF-TVthek lautet „Fernsehen, wo und
wann Sie wollen“. Aus welchen Programmgenres setzt sich das Angebot der
On-Demand-Plattform zusammen?
Prantner: Wir konzentrieren uns bei der ORF-TVthek auf
öffentlich-rechtliche Kernangebote – von Nachrichten und
Informationssendungen über Magazine und Sendungen aus den Landesstudios bis
zu Dokumentationen und Sendungen aus den Bereichen Kultur, Sport, Service,
Religion und Volksgruppen. Insgesamt ist die ORF-TVthek mit ca. 70
Sendungen bzw. Formaten gestartet, die regelmäßig als Video-on-Demand
bereitgestellt werden. Dazu kommen zahlreiche Live-Streams wie z. B. von
Nachrichtensendungen, Sport-Liveübertragungen oder Parlamentssitzungen.
Digitalmagazin:In den ersten 100 Tagen nach dem Start wurden
17,3 Millionen Videofiles abgerufen. Was waren die Publikumsrenner?
Prantner: „Content is King“ – das zeigt sich auch bei der
ORF-TVthek ganz klar, je spannender der Inhalt, desto größer das
Publikumsinteresse. Denn die beiden meist abgerufenen Sendungen waren
bisher „Thema“ vom 16. November 2009 mit einem Natascha Kampusch-Interview,
und der „Club 2“ Anfang Februar 2010 mit einer hitzigen Debatte über die
Folgen der schwarz-blauen Koalition in Österreich. Insgesamt enthält die
Top 30 jedoch Sendungen aus den verschiedensten Genres und macht ebenso
deutlich, wie wichtig es ist, den Usern ein möglichst breitgefächertes
Angebot zur Verfügung zu stellen.
Digitalmagazin:Das Angebot der ORF-TVthek soll in den nächsten
Wochen um TV-Shows und Comedy ergänzt werden. Inwiefern ist ein weiterer
Ausbau der VoD-Plattform geplant?
Prantner: Zunächst werden wir, wie Sie richtig sagen, in den
nächsten Wochen das mit der EU-Kommission vereinbarte „Startpaket“ der
ORF-TVthek durch ORF-TV-Shows, darunter auch Comedys, komplettieren. Nach
Vorliegen entsprechender rechtlicher Rahmenbedingungen ist dann geplant,
bis Ende 2010 weitere Eigen- und Auftragsproduktionen des ORF, für die der
ORF Online-Rechte hält, in die Video-Plattform aufzunehmen.
Digitalmagazin:Welches strategische Ziel verfolgen Sie beim
Ausbau der ORF-TVthek?
Prantner: Als modernes Medienunternehmen ist es unser Ziel, dem
Publikum mit der Videoplattform ORF-TVthek ein möglichst umfassendes
Angebot von ORF-TV-Sendungen auch nachträglich via Internet zur Verfügung
zu stellen, und damit eine zusätzliche Serviceleistung als Ergänzung zum
linearen Fernsehen anzubieten. Mit diesem multimedialen Online-Angebot
wollen wir auch die TV-Sendungsmarken zusätzlich stärken.
Digitalmagazin: Herr Prantner, vielen Dank für das Gespräch.
http://tvthek.orf.at
www.orf.at
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