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Kabel Deutschland soll bis Ende März an die Börse
09.03.2010
Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland (KDG) soll bis
Ende März an die Börse gebracht werden. Die Eigentümer – allen voran die
US-Beteiligungsfirma Providence – wollen bis zu 51,75 Millionen
Anteilsscheine ausgeben und damit brutto rund 700 Millionen Euro
einspielen, hieß es in dem am 8. März in München vorgelegten
Börsenprospekt. Die Einnahmen sollen komplett den Eigentümern zufließen,
die hochverschuldete KDG selbst wird demnach kein Geld aus dem Börsengang
erhalten. Mit einem erfolgreichen Börsengang würde sich Providence von
seiner Mehrheit an KDG trennen.
Das angebotene Paket setzt sich aus 45 Millionen Aktien und bis zu 6,75
Millionen weiteren Anteilsscheinen zusammen, die in einer
Mehrzuteilungsoption ausgegeben werden können. Sollten alle Aktien
platziert werden, wäre mehr als die Hälfte des Grundkapitals von 90
Millionen Euro an die Börse gebracht. Die Angebotsfrist solle zwischen dem
11. und 15. März starten und am 19. März enden. Die Erstnotiz an der
Frankfurter Börse sei für den 22. März geplant.
Der genaue Beginn der Angebotsfrist werde gemeinsam mit der Preisspanne
veröffentlicht, innerhalb derer Kaufangebote abgegeben werden können, heißt
es in dem Angebotsprospekt weiter. Diese wird frühestens am 10., spätestens
aber am 12. März bekanntgegeben, wie es in dem Prospekt weiter hieß. Das
Unternehmen hatte Ende Februar mitgeteilt, dass Providence den Börsengang
vorbereitet und einen Minderheitsanteil platzieren will. Zuvor hatte es
auch Spekulationen um einen möglichen Verkauf von KDG gegeben.
Providence hatte zusammen mit anderen Investoren KDG 2003 von der
Deutschen Telekom übernommen und hält heute rund 88 Prozent. KDG versorgt
in Deutschland rund 8,9 Millionen Haushalte in 13 Bundesländern und will
vor allem mit sogenannten Triple-Play-Diensten wachsen, einem Paket-Angebot
aus Fernsehen und Radio, schnellen Internetanschlüssen und Telefonie über
das Fernsehkabel. KDG beschäftigt rund 2.640 Mitarbeiter.
In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2009/10 (31.
März) wuchs der Umsatz um 9,3 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Unterm
Strich verdiente KDG 23,1 Millionen Euro, nach einem Verlust von 46,8
Millionen Euro im Vorjahr. Die Schulden des Unternehmens beliefen sich auf
rund 3,1 Milliarden Euro.
www.kabeldeutschland.de
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