Startseite INFOSAT

ABO
Meldung Finden:
Do., 02. Sep. 2010 - 21:18 Uhr  Sie sind hier: INFOSAT Online > Nachrichten aus Radio-Info
 
  Satellit
  Kabel
  Medien
  Info-Digital
  Radio-Info
  Digital-TV
  CE-Info
  Programm
  DX-News
  Kommunikation
Digitalmagazin
RSS News-Feeds
Mobile/PDA News
Newsletter
 
Aktuelle Ausgabe
  Frequenzlisten
  INFOTORIAL
  Heft-Archiv
  Praxistestverzeichnis
Shop
  Abo-Service
  Werbung/Mediadaten
  Feedback
 
  Fachhandelprofis
 
Satplace
Elektro Buzzer
Elektro Hollan
Satkontor
Satking
Durasat
Pay-TV-Cards
GT-DreamShop

Radio-Info

MDR sieht gute Aussichten für Digitalradio

Digitallmagazin im Gespräch mit Johann Michael Möller, Hörfunkdirektor des MDR

10.03.2010

Seit Anfang dieses Jahres sind die Sender MDR Info und MDR Sputnik in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen digital-terrestrisch zu empfangen. „Mit diesem Schritt wollen MDR, die Landesmedienanstalten und die Medienpolitik in Mitteldeutschland gemeinsam den Übergangszeitraum bis zum für 2011 geplanten Neustart von Digitalradio für die Hörer attraktiver gestalten“, sagt MDR-Hörfunkdirektor Johann Michael Möller im Gespräch mit Digitalmagazin.

Digitalmagazin: Herr Möller, der MDR hat zwei seiner Hörfunkprogramme über DAB aufgeschaltet. Wann kommen die restlichen MDR-Sender?

Möller: Die Aufschaltung von MDR Info und MDR Sputnik in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt konnte auch deshalb Anfang 2010 geschehen, weil der MDR im Einvernehmen mit allen drei Landesmedienanstalten für einen Übergangszeitraum Frequenz-Kapazitäten nutzt, die später Digitalradio-Programmen unserer privaten Mitbewerber vorbehalten sein werden. Mit diesem Schritt wollen MDR, die Landesmedienanstalten und die Medienpolitik in Mitteldeutschland gemeinsam den Übergangszeitraum bis zum für 2011 geplanten Neustart von Digitalradio für die Hörer attraktiver gestalten. Attraktiver einerseits durch zwei weitere Programme des MDR, die bisher nicht digital-terrestrisch zu empfangen waren und vielfältiger andererseits, weil jetzt zusammen mit dem MDR zum Beispiel in Sachsen-Anhalt insgesamt elf DAB-Programme „in der Luft“ sind. In Sachsen und Thüringen sind derzeit sieben bzw. sechs Digitalradio-Programme, hauptsächlich des MDR und des Deutschlandradios, zu hören.

Die Aufschaltung der „restlichen“ Sender oder Programme des MDR hängt natürlich auch davon ab, was die KEF in den nächsten Tagen und Wochen erneut zur Finanzierung des Digitalradios in Deutschland sagen wird. Bislang blieben dem öffentlich-rechtlichen Radio die Mittel für die weitere Entwicklung und den Ausbau von Digitalradio versagt. Wir sind allerdings guter Hoffnung, dass die ARD mit einem neuen und veränderten Projektantrag gute Chancen hat, Digitalradio endlich mit dem unserer Meinung nach nötigen Schub zu versehen.

Digitalmagazin: Überraschenderweise ist Ihr eigens für Digitalradio gegründetes Programm „MDR Klassik“ über DAB+ nicht zu hören. Wäre ein solches Programm, das über UKW gar nicht zu hören ist, nicht ein Mehrwert, den das digitale Radio so dringend braucht?

Möller: MDR Klassik hat sich in Mitteldeutschland unter der digitalen Hörerschaft, so möchte ich die Anhänger von MDR Klassik einmal nennen, in den letzten Jahren einen sehr guten Ruf erarbeitet. Die Hörer von MDR Klassik haben sich seinerzeit extra digitale Empfangsgeräte gekauft, die zwar DAB empfangen können, technisch aber nicht in der Lage sind, Programme in dem neuen, heutigen Digitalradio-Standard DAB+ hörbar zu machen. Auf diese treuen Hörer – sozusagen der ersten Stunde – müssen und wollen wir als MDR Rücksicht nehmen. Würden wir nun bei MDR Klassik auch das neue Digitalradio-Verfahren DAB+ wie bei den beiden anderen MDR-Programmen anwenden, wäre es für „alte“ MDR-Klassik-Hörer mit einem Schlag still im Radio. Deshalb werden wir für einige Zeit MDR Klassik weiter, wie gewohnt, in DAB senden.

Digitalmagazin: Was macht Sie so sicher, dass Digitalradio diesmal zum Laufen kommt? Auch andere öffentlich-rechtliche Sender sind da etwas zurückhaltender...

Möller: Alle bisherigen Versuche, der digital-terrestrischen Rundfunkverbreitung zum Durchbruch zu verhelfen, konzentrierten sich nahezu ausschließlich auf den Standard DAB oder DAB+. Digitalradio bedeutet heute aber sehr viel mehr, weshalb sich die ARD auf eine Hybrid- oder Komplementärstrategie verständigt hat, bei der DAB+ nur eine von verschiedenen Empfangsmöglichkeiten darstellt. Da für den stationären Empfang immer häufiger W-LAN-Verbindungen zur Verfügung stehen, muss das DAB-Sendernetz vor allem den mobilen digitalen Empfang in der Fläche gewährleisten. Denn dort reicht die Kapazität des Internets noch auf längere Sicht nicht aus. Ein solches Hybridkonzept hat gute Aussichten, von der KEF akzeptiert und gefördert zu werden, könnte aber auch die Nutzer überzeugen, die in Zukunft auf Multinormgeräte statt auf eigene DAB-Empfänger zurückgreifen könnten. Radioanstalten, die über eine ausreichende UKW-Frequenzausstattung verfügen, sind in der Frage DAB/DAB+ verständlicherweise zurückhaltender als andere, die nur mit Hilfe der größeren Kapazitäten der Digitalterrestrik bestehende Empfangslücken schließen können.

Digitalmagazin: Der Bayerische Rundfunk ist bisher DAB-Vorreiter und pusht seine Digitalradio-Angebote seit einigen Monaten auch ganz offensiv auf seinen UKW-Programmen. Kann man vom MDR ähnliche Aktionen erwarten, um das DAB+-Netz massiv zu bewerben?

Möller: Der MDR hat das bereits getan. Über den Start der DAB+-Ausstrahlung in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen haben wir Anfang Februar besonders ausführlich in den Programmen MDR Sputnik und MDR Info berichtet. Wir haben auch detailliert über das digitale Radio insgesamt informiert, über seine Vorteile, aber auch über die nicht ganz einfache Situation von Digitalradio in Deutschland. Und im Internet, auf den Seiten von MDR Klassik, finden unsere Hörer viele weitere interessante Fakten zum Digitalradio.

Sollte die KEF dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk diesmal tatsächlich grünes Licht für den weiteren Ausbau von Digitalradio geben, werden wir selbstverständlich in unseren UKW-Hörfunkprogrammen weiter und auch breiter über digitales Radio informieren. Und natürlich werden wir unsere eigenen Angebote im Digitalradio, also MDR Klassik, MDR Info und MDR Sputnik, gehörig bewerben, in den UKW-Programmen und im Netz – mit viel Enthusiasmus, Professionalität und dem nötigen Augenmaß angesichts der differenzierten Lage.

Digitalmagazin: Was passiert, wenn die privaten Veranstalter in Mitteldeutschland auch dem neuen Anlauf für Digitalradio eine Absage erteilen? Geben Sie Digitalradio dann endgültig auf oder können Sie sich Digitalradio auch ganz ohne Privatsender vorstellen?

Möller: Gerade in Mitteldeutschland haben wir immer einen gemeinsamen Willen zum Digitalradio bekundet. Ich verstehe andererseits die Sorgen dort, die vor allem ökonomischer Natur sind. Aber ich halte diese Probleme nicht für unüberwindlich.

Digitalmagazin: Herr Möller, vielen Dank für das Gespräch.

www.mdr.de

Hinweis: Lesen Sie mehr zum Thema Digitalradio in der April-Ausgabe von INFOSAT. Das Heft 4/2010 erscheint am 26. März im Handel.

Dies ist eine Meldung aus unserem digitalen Nachrichtendienst „Digitalmagazin“.

Alle Informationen zu Abonnements und Preisen finden Sie unter www.digitalmagazin.info. 

Druckansicht Artikel per E-Mail senden Lesezeichen

Social Networks Facebook Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews

Weitere Meldungen aus der Rubrik: Radio-Info

Media-Analyse 2010: Öffentlich-Rechtliche haben die Nase vorn
DAB-Neustart in Deutschland
Red Bull dementiert Einstieg in deutschen Radiomarkt – Bericht
Red Bull-Chef Mateschitz plant Einstieg in deutschen Radiomarkt – Bericht
Digitalradio: „Neustartversuch ist unsere letzte Chance“
Meldungen im Radio-Info Archiv

Motor FM wird drittes Stadtradio in Bremen
Grünes Licht für Radio Merzig und Radio Neunkirchen – Frequenzen an Funkhaus Saar GmbH vergeben
Sachsen-Anhalt setzt Zeichen für Weiterführung von Digitalradio
Initiative Marketing Digital Radio erwartet großes Interesse an bundesweitem Digitalradio-Multiplex
NLM lobt Hörfunk-Medienpreis aus
Gemeinsamer Nacht-Talk auf sieben ARD-Radioprogrammen geplant
Mit der MABB-Applikation „mabbFMList“ deutschlandweit Radiofrequenzen finden
Vier Bewerber für UKW-Frequenz in Neunkirchen
Baden-württembergische Medienwächter geben weiter grünes Licht für Karlsruher Lernradio
MDR Info und MDR Sputnik in Sachsen-Anhalt digital-terrestrisch über DAB+ empfangbar
Radio bleibt unerwartet attraktiv – Studie „Radio Plus“
UKW-Ergänzung im hohen Norden – DVB-T-Radio geplant
Digitalradio-Debatte: „Auch aus Deutschland hört man Positives“
Neuer Digitalsender DRadio Wissen mit bis zu 60.000 Streamingabrufen täglich
Zwei Bewerber für UKW-Frequenzen in Merzig und Mettlach
Komplettes Radio-Info Archiv durchsuchen

Satellit | Kabel | Medien | Info-Digital | Radio-Info | Digital-TV
CE-Info | Programm | DX-News | Kommunikation
Aktuelle Ausgabe |  Abo-Service |  Archiv 
Mobile/PDA News |  Newsletter |  Werbung |  Feedback
Fachhandel 


INFOSAT SCHLAGZEILEN RSS Feed
Info-Aktuell: Neue INFOSAT - Ausgabe September 2010 (Nr. 270) im Handel // TV-Revolution - Internet auf dem Fernseher ·· Exklusiv-DVD im Heft ·· Drei Multifeed-Antennen im Praxistest
CE-Info: Videoweb stellt auf der IFA hybriden HD-Receiver vor – „Unser Modell basiert auf offenen Standards“
Satellit: SES Astra startet 3D-Initiative
Digital-TV: Sky startet 3D-Angebot im Oktober
Medien: DFL bietet ab Rückrunde Fußball-Übertragungen in 3D an
Info-Digital: Institut für Nachrichtentechnik stellt auf IFA 2010 die DVB-x2-Systeme vor
Kommunikation: TechniSat kooperiert mit QTom und Yellowmap
Programm: ZDF-Sportstudio demnächst als Aufzeichnung
Kabel: Videoweb und Eutelsat Kabelkiosk kooperieren bei HbbTV
DX-News: Neuer Shoppingkanal „QVC Plus“ auf Sendung – Verbreitung unverschlüsselt über Satellit Astra 19,2° Ost
JETZT AM KIOSK
 INFOSAT Ausgabe Nr. 270 jetzt am Kiosk.
AUSGABE NR. 270

Top Themen
» TV-Revolution – Internet auf dem Fernseher (€)
» Exklusiv-DVD im Heft
» Brandneue IFA-Techniktrends (€)
» Kritik an Kabel-„Boxenzwang“
» Auf Nummer sicher – Blitzschutz leicht gemacht (€)
» Drei Multifeed-Antennen im Praxistest (€)
TWITTER
Folgen Sie uns auf Twitter:

Folgen Sie uns auf Twitter

FACEBOOK
Finden Sie uns auf:



INFOTORIAL
JETZT KOSTENFREI!



Alle INFOTORIALS der letzten 36 INFOSAT-Ausgaben online lesen.

Hier klicken
© 2010 INFOSAT Verlag & Werbe GmbH, Daun - Impressum und rechtliche Hinweise - Kontakt - Mediadaten