Satellit
Eine Antenne auf Reisen: SES Astra überführt Reflektor mit einem Durchmesser von sechs Metern in den eigenen Antennenpark
16.03.2010
Der Transport eines ganzen Antennensystems ist ein aufwändiges
Unterfangen und verläuft in der Regel nicht unbemerkt. So staunten die
Autofahrer am Abend des 15. März auf der A1 nicht schlecht, als sie auf
der Gegenfahrbahn einen Sechs-Meter-Reflektor kreuzten. Mit einem
umgerüsteten Speziallaster nämlich wurde die
überdimensionale Satellitenschüssel der SES Astra von der Cloche
d'Or zum Antennenpark nach Betzdorf transportiert.
Der Transport eines vollständig montierten Antennenreflektors ist
ein außergewöhnliches Vorhaben in Luxemburg. Man habe aber diese
Option vorgezogen, um den Antennenspiegel nach dem Transport in Betzdorf
nicht wieder neu ausrichten zu müssen, hieß es am 15. März
in einer Mitteilung von Hitec Luxembourg. Das Unternehmen wurde von der SES
Astra mit dem Ab- und Aufbau der Antenne sowie der Transportplanung
beauftragt. Der Ansatz sei eigens von Hitec entwickelt und vom Luxemburger
Unternehmen Ameco ausgeführt worden. Auf diese Art und Weise konnten
„zwei bis drei Wochen Arbeitsaufwand vermieden und eine sehr viel
höhere Effektivität erreicht werden“, so die Mitteilung
weiter.
Abmontiert auf der Cloche d'Or wurde am 15. März lediglich der
Antennenreflektor mit seinem Durchmesser von sechs Metern. Von der
ursprünglich 8,7 Meter hohen Bodenstation blieb der Sockel vorerst vor
Ort. Der mit Aluminium ausgekleidete Reflektor wiegt rund sechs Tonnen und
wurde bis vor einigen Jahren als Hubstation eingesetzt, um ein interaktives
Netzwerk herzustellen. Mit einem Speziallaster wurde die
„Satellitenschüssel“ vom Gaspericher Kreuz über die
Autobahn zur Ausfahrt Münsbach gefahren. Von dort aus führte der
von zwei Polizeiwagen begleitete Spezialtransport über Niederanven,
Olingen und Roodt/Syr nach Betzdorf. Allerdings wurde die Antennenanlage
nicht gleich auf das Gelände der SES Astra gefahren. Vielmehr blieb
sie über Nacht auf dem Laster außerhalb des Antennenparks
liegen. Am frühen Nachmittag des 16. März sollte die
„Schüssel“ dann mit einem Spezialkran über die
Umzäunung an ihren vorherbestimmten Platz gehoben werden. BCF4, so der
Name, ist das erste Antennensystem der SES Astra, das vom Areal auf der
Cloche d'Or abtransportiert wird. Sieben weitere große Anlagen
werden in Kürze zu den Redu Space Services nach Belgien
überführt. (ham)
Mit freundlicher Genehmigung des Luxemburger Wort.
www.ses-astra.com
Dies ist eine Meldung aus unserem digitalen Nachrichtendienst
„Digitalmagazin“.
Alle Informationen zu Abonnements und Preisen finden Sie unter www.digitalmagazin.info.