Medien
22. Medienforum NRW vom 28. bis 30. Juni in Köln – „Was uns lieb und teuer ist“
17.03.2010
Das Motto des 22. Medienforum NRW lautet „Was uns lieb und teuer ist“. In
vier Kongresssträngen wird es aus den unterschiedlichen Perspektiven von TV,
Film, Publishing und Digital und die Fragen gehen: Welche Medien sind den
Konsumenten besonders wichtig, und wie können sie finanziert werden? Auf
welche Inhalte wollen Nutzer nicht verzichten, und wie kann eine möglichst
hohe Qualität gewährleistet werden?
Für den Medienkongress vom 28. bis 30. Juni 2010 in Köln haben bereits
hochrangige Vertreter der Branche zugesagt, wie die Veranstalterin LfM Nova
GmbH am 16. März mitteilte. Zu ihnen gehören der
Bertelsmann-Vorstandsvorsitzende Hartmut Ostrowski, Alan Rusbridger,
Chefredakteur von The Guardian, und der finnische Mobilfunk-Experte und
Bestsellerautor Tomi Ahonen. Besonders spannende Impulse verspricht daneben
die Teilnahme von HBO-Präsident Simon Sutton, New York, sowie von David
Lyle, Geschäftsführer des Fox Reality Channel, Los Angeles. Insgesamt
werden über 250 richtungsgebende Unternehmer, Journalisten, Politiker und
Wissenschaftler auf den Podien in Keynotes, Präsentationen und Panels zu
den aktuellen Herausforderungen der Medienbranche Stellung nehmen.
Beim Kongressstrang Medienforum NRW wird es um neue Leitmedien,
bezahlbare Qualität und freie Inhalte gehen. Zahlreiche TV-Sender haben
dramatische Kostensenkungen vorgenommen, um noch rentabel zu bleiben. Wirkt
sich dies unweigerlich auf die inhaltliche Qualität – beispielsweise von
Nachrichten – aus? Wie die großen deutschen Sendeanstalten damit umgehen,
werden die Verantwortlichen beim Medienforum NRW näher erläutern. Ein
weiterer Aspekt ist die schwierige Situation der Verlagshäuser. „Das
gedruckte Wort allein bringt nicht mehr ausreichend Erlöse", erläutert
Gernot Gehrke, Geschäftsführer der LfM Nova, die den Kongress im Auftrag
der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) organisiert. Traditionelle Verlage
stehen deshalb vor der komplexen Aufgabe, ihre Produkte über möglichst
viele Medienkanäle zu vermarkten. Ohne diese Diversifizierung können sie
ihre Umsatzeinbußen nur schwer ausgleichen. Erlösprobleme zeigen sich auch
im Bereich der sozialen Netzwerke. Trotz hoher Zuwachsraten fehlen noch
immer passende Refinanzierungsmodelle. Viele Hoffnungen richten sich dabei
auf die mobile Medienwelt. Können die Geschäftsmodelle des mobilen
Internets neue Erlösquellen erschließen? Darüber und über weitergehende
Fragen wird beim Mobile Media Summit diskutiert.
Im Vorfeld des Kongresses findet traditionell das Festival Großes
Fernsehen statt, bei dem im Kölner Cinedom vom 24. bis 27. Juni nationale
und internationale TV-Premieren auf großer Leinwand präsentiert werden. Das
Festival zeigt ausschließlich TV-Produktionen, die noch nicht im deutschen
Free- oder auch Pay-TV gelaufen sind.
Das aktuelle Kongressprogramm ist in einer ersten Übersicht unter www.medienforum.nrw.de verfügbar.
Bis zum 19. April sind Tickets zu vergünstigten Early-Bird-Tarifen
erhältlich.
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