Radio-Info
DAB+-Ausschreibung: LMS-Direktor: „Schwarzer Freitag für die Miesmacher“
18.03.2010
Die Bewerbung von neun Veranstaltern mit insgesamt zehn Programmen und
mehreren Diensten, darunter Verkehrsdienste, auf die erste Ausschreibung
eines bundesweiten Multiplexes für Digitalradio im DAB+-Standard hat
der Direktor der Landesmedienanstalt Saarland (LMS), Gerd Bauer, mit
Genugtuung zur Kenntnis genommen. Damit sei die Kapazität dieses
ersten bundesweiten Multiplexes bereits voll ausgelastet, so Bauer, der
auch Hörfunkbeauftragter der DLM ist. Es müsse vermutlich sogar
zu einem Auswahlverfahren kommen, weil mehr Bewerbungen eingegangen seien
als für den privaten Rundfunk an Sendeplätzen verfügbar ist.
Die Bundesländer hatten beschlossen, ein Drittel des Multiplexes
Deutschlandradio mit seinen Programmen zur Verfügung zu stellen und
zwei Drittel dem privaten Hörfunk.
Der LMS-Chef bezeichnete den vergangenen Freitag, an dem die
Ausschreibungsfrist geendet hatte, als „schwarzen Freitag für
die ewigen Nörgler und Pessimisten, die eine erfolgversprechende
Entwicklung des digitalen Radios am liebsten kaputt geredet hätten.
Die Vielzahl und unterschiedlichen Programmformate, die jetzt die
Bewerbungen umfassen, beweisen das genaue Gegenteil dieser
Miesmacherei.“ Es sei, so Bauer, auch „ein starkes
Stück“, wenn einige Wortführer gegen Digitalradio, die von
fehlenden Geschäftsmodellen und ähnlichem reden, damit so
renommierten Unternehmen wie Regiocast oder Walt Disney Company
unterstellen, sie seien nicht in der Lage, geeignete Wirtschaftsmodelle zu
entwickeln. Es gelte jetzt, zügig die Entscheidungen über die
Belegungen zu treffen sowie in Abstimmung mit Deutschlandradio und der
Media Broadcast GmbH das Digitalnetz aufzubauen.
www.lmsaar.de
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