Satellit
Ariane-5-Mission mit Astra 3B und COMSATBw-2 – Starttermin verschoben
19.03.2010
Der für den 24. März geplante Start einer Ariane-5-Rakete mit
den Telekommunikationssatelliten „Astra 3B“ und
„COMSATbw-2“ an Bord wird verschoben. Zusätzliche
Überprüfungen der Trägerrakete seien der Grund für die
Verschiebung, teilte der europäische Raketendienstleister Arianespace
mit. Ein neuer Termin für die erste Ariane-Mission in diesem Jahr
werde so bald wie möglich bekannt gegeben, hieß es weiter. Mit
einem Satellitendoppelstart soll der Telekommunikationssatellit Astra 3B
des Satellitenbetreibers SES Astra und COMSATBw-2, der zweite Satellit der
Bundeswehr, mit einer Ariane 5 ECA-Trägerrakete vom Weltraumbahnhof in
Kourou, Französisch-Guayana, in den Orbit befördert werden.
Astra 3B wird auf der Orbitalposition 23,5 Grad Ost positioniert. Der
von EADS Astrium auf dem Eurostar E3000-Satellitenbus gebaute Orbiter
verfügt über 52 Transponder im Ku- und Ka-Band und ist auf die
Übertragung von Direct-to-Home- (DTH) Diensten und
Zwei-Wege-Breitbanddiensten für ganz Europa ausgelegt. Astra 3B wird
mehr Flexibilität auf 23,5 Grad Ost ermöglichen. Laut Angaben des
Satellitenbetreibers soll der Satellit langfristig sämtliche auf 23,5
Grad Ost vorhandene Kapazität ersetzen und damit auf dieser
Orbitalposition Kapazität für mindestens 15 Jahre sichern. Astra
3B erreichte bereits in der Kalenderwoche 10 den Cayenne-Rochambeau Airport
in Französisch-Guayana (Digitalmagazin berichtete).
COMSATBw-2 ist der zweite Telekommunikationssatellit des deutschen
Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg). Der erste eigene
Kommunikationssatellit der Bundeswehr, „COMSATBw-1“, wurde
ebenfalls mit einem Satellitendoppelstart, zusammen mit dem
Hispasat-Satelliten „Amazonas 2“, im Oktober 2009 in den Orbit
befördert. Mit dem Projekt will sich die Bundeswehr von kommerziellen
Anbietern unabhängig machen. Unter anderem wurden für die
Kommunikation der Truppen auf dem Balkan, in Afrika oder in Afghanistan mit
dem Hauptquartier in Potsdam Kapazitäten eingekauft. Für die
beiden Satelliten, die nur der Bundeswehr gehören, ist eine
Nutzungsdauer von 15 Jahren vorgesehen. Sie sollen in einer
geostationären Umlaufbahn so positioniert werden, dass sie ein Gebiet
von Amerika nach Ostasien abdecken.
www.arianespace.com
www.astrium.eads.net
www.ses-astra.com
www.bmvg.de
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