Startseite INFOSAT

ABO
Meldung Finden:
Do., 02. Sep. 2010 - 20:59 Uhr  Sie sind hier: INFOSAT Online > Nachrichten aus Digital-TV
 
  Satellit
  Kabel
  Medien
  Info-Digital
  Radio-Info
  Digital-TV
  CE-Info
  Programm
  DX-News
  Kommunikation
Digitalmagazin
RSS News-Feeds
Mobile/PDA News
Newsletter
 
Aktuelle Ausgabe
  Frequenzlisten
  INFOTORIAL
  Heft-Archiv
  Praxistestverzeichnis
Shop
  Abo-Service
  Werbung/Mediadaten
  Feedback
 
  Fachhandelprofis
 
Satplace
Elektro Buzzer
Elektro Hollan
Satkontor
Satking
Durasat
Pay-TV-Cards
GT-DreamShop

Digital-TV

Fernsehen trifft Internet: ARD präsentiert HbbTV auf der IFA

Digitalmagazin im Gespräch mit Michael Albrecht, ARD-Koordinator DVB

30.07.2010
Michael Albrecht, ARD-Koordinator DVB

Die Verbindung von traditionellem Fernsehen und Internet, das so genannte Hybrid Broadcast Broadband TV (HbbTV), ist Schwerpunkt des ARD-Auftritts auf der IFA 2010. „Unsere HbbTV-Präsentation überschreiben wir mit dem Slogan ‚Fernsehen trifft Internet’. Sie soll dem Messepublikum den Weg beschreiben, den wir bei der Verbindung von zuerst einmal traditionellem Fernsehen mit ergänzenden Inhalten aus dem Internet eingeschlagen haben“, erläutert Michael Albrecht, ARD-Koordinator DVB, im Digitalmagazin-Interview.

Digitalmagazin: Herr Albrecht, die ARD rückt bei der IFA die neuen HbbTV-Anwendungen in den Mittelpunkt ihres Messeauftritts. Was zeigen Sie konkret?

Albrecht: Unsere HbbTV-Präsentation überschreiben wir mit dem Slogan „Fernsehen trifft Internet“. Sie soll dem Messepublikum den Weg beschreiben, den wir bei der Verbindung von zuerst einmal traditionellem Fernsehen mit ergänzenden Inhalten aus dem Internet eingeschlagen haben. Über die ARD-Startleiste werden alle HbbTV-Anwendungen der ARD miteinander vernetzt und für unsere Zuschauerinnen und Zuschauer übersichtlich präsentiert. Dazu zählen Video-on-Demand-Angebote aus den ARD-Mediatheken. Filme und Serien, Magazine und Talksendungen, Dokumentationen, Ratgeber-Sendungen und – nicht zuletzt – die Tagesschau-Applikationen von ARD-aktuell gehören zu den zeitsouverän verfügbaren Angeboten. Sie werden ergänzt durch VoD-Anwendungen einzelner Landesrundfunkanstalten, die auch Fernseh- und Radio-Widgets mit regionalem Schwerpunkt zeigen. Die Videotexte, insbesondere der ARD Text, werden in modernen, digitalen Versionen gezeigt. Eine personalisierbare Programmvorschau von bis zu 14 Tagen für das gesamte digitale TV- und Radio-Programmbouquet der ARD ermöglicht einen umfassenden Überblick und zugleich detaillierte Informationen nach individuellen Bedürfnissen – auch im Sieben-Tage-Rückblick auf die vergangene Programmwoche. Wir sind überzeugt, die Möglichkeiten der hybriden Technologie optimal umgesetzt zu haben: einerseits durch die gelungene Vernetzung unserer vielfältigen Angebote und andererseits durch die äußerst nutzerfreundlich ausgerichtete Navigation und Gestaltung.

Digitalmagazin: Bereits im Vorjahr waren erste Beta-Versionen zu sehen. Welche Erfahrungen konnten Sie seither hinsichtlich HbbTV sammeln, welche Probleme sind noch zu lösen?

Albrecht: Der erfolgte Abschluss des HbbTV-Standardisierungsprozesses bei der europäischen Standardisierungsbehörde (ETSI) vor wenigen Wochen stellt nach unserer Einschätzung einen bedeutenden Schritt für die Markteinführung von HbbTV-fähigen Geräten dar, denn damit wurde ein europaweit gültiger offener Standard festgelegt. Maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung hat übrigens das Institut für Rundfunktechnik. Die Veröffentlichung der Spezifikation geht einher mit der formellen Gründung des HbbTV-Konsortiums, dessen Satzung ab sofort Unternehmen weltweit die Möglichkeit gibt, daran teilzunehmen und so die Entwicklung voranzutreiben. Bereits jetzt beteiligen sich 60 Firmen und Institutionen und neue werden hinzukommen. Die ARD erhofft sich dadurch einen weiteren Schub für das hybride Fernsehen und rechnet mit einem steigenden Angebot entsprechender HbbTV-fähiger Fernsehgeräte (iTVs) oder Set-Top-Boxen.

Digitalmagazin: Hybride Lösungen wie HbbTV tragen einem veränderten Nutzerverhalten Rechnung, vor allem in Hinblick auf zeitunabhängigen Abruf von Sendungen. Erhofft sich die ARD, damit neue (jüngere) Zuschauergruppen erreichen zu können?

Albrecht: HbbTV eröffnet auch der ARD wie gesagt die Möglichkeit, Fernsehen und Internet und damit lineare und non-lineare Inhalte zu verbinden. Gerade der zeitsouveräne Zugriff auf das Angebot der Mediatheken der ARD bietet dem Fernsehpublikum neue Möglichkeiten, ihr Programm im ARD-Bouquet zu verfolgen, was längerfristig auch Auswirkungen auf die Fernseh-Nutzungsgewohnheiten des Publikums haben wird. Nehmen wir einmal das Beispiel jüngerer Zuschauergruppen: Sie können nicht nur zeitsouverän jederzeit aktuelle Folgen von Serien wie Marienhof sehen, sondern auch alle Zusatzinformationen rund um die Serie und ihre Protagonisten abrufen, ähnliche Formate vormerken und diese direkt im linearen Fernsehen oder zeitversetzt in der Mediathek anschauen.

Digitalmagazin: Wann wird der HbbTV-Regelbetrieb bei der ARD starten?

Albrecht: Wir werden die Reaktionen auf der IFA sowohl seitens des allgemeinen Messepublikums als auch des Fachpublikums sehr genau beobachten. Basierend auf den offenen Zugangsstrukturen und der bereits bestehender Infrastrukturen gehen wir insgesamt davon aus, dass sowohl auf der Seite der Content-Anbieter als auch der Industrie wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Markteinführung geschaffen sind. Neben der ARD werden auch weitere Programmveranstalter HbbTV-Angebote präsentieren, so dass im Zuge einer entsprechenden Marktentwicklung non-lineare Angebote regulär verfügbar sein werden.

Digitalmagazin: Wie weit sind die Pläne, auch für die Dritten Programme HbbTV-Anwendungen anzubieten?

Albrecht: Die ARD-Landesrundfunkanstalten präsentieren im Zusammenhang mit ihren Dritten Programmen aber auch im Bereich Radio, Videotext und VoD spezifische HbbTV-Anwendungen, die aber allesamt mit einer einheitlichen Navigation und unter der Startleiste gebündelt sind. Bei den Dritten Programmen wird die Startleiste jeweils angepasst, d. h. die Aufschaltung und Anordnung bestimmter Widgets variiert je nach regionalem Bezug. Auf der IFA zeigt unter anderem der Bayerische Rundfunk den Bayerntext als HbbTV-Version sowie eine Applikation zur BR-Rundschau. Der RBB präsentiert einen neu gestalteten RBB-Text und Inhalte aus der RBB-Mediathek. HbbTV-Planungen gibt es aber auch in weiteren Häusern.

Digitalmagazin: Für die Radiosender der ARD erscheint HbbTV ebenfalls interessant – ist dies der Durchbruch in Hinblick auf „Visual Radio“, was wird in dieser Hinsicht auf der IFA zu sehen sein?

Albrecht: Bei der IFA 2010 gehen nach derzeitigem Stand der BR (BR2, BR4), der SWR (SWR3) und der WDR (WDR 1Live) mit eigenen Radio-Applikationen an den Start. Die Angebote können insofern als „Visual Radio“ verstanden werden, als multimediale Zusatzinformationen wie Verkehrs- und Wetternachrichten (Wetterkarte) oder Hintergrundinformationen wie Songtitel oder Bilder der Moderatoren auf das Display multimedialer Radios bzw. Handys parallel zum Radiogramm eingeblendet werden.

Digitalmagazin: Herr Albrecht, vielen Dank für das Gespräch.

www.ard.de

Dies ist eine Meldung aus unserem digitalen Nachrichtendienst „Digitalmagazin“.

Alle Informationen zu Abonnements und Preisen finden Sie unter www.digitalmagazin.info. 

Druckansicht Artikel per E-Mail senden Lesezeichen

Social Networks Facebook Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews

Weitere Meldungen aus der Rubrik: Digital-TV

Murdochs Bezahlsender BSkyB verzeichnet 9,86 Millionen Abonnenten – Umsatz steigt um zehn Prozent
Britischer Pay-TV-Anbieter BSkyB startet 3D-TV-Kanal für Abonnenten
Hybrid-TV wird zum Senkrechtstarter
UPC erweitert Video-on-Demand-Angebot um Filme in HD-Qualität
Sky kauft Werbevermarkter zurück – Bericht
Meldungen im Digital-TV Archiv

Landesmedienanstalten stellen neuen Digitalisierungsbericht vor
NDR-Digitalisierungsoffensive – „Möglichst bald um Austausch analoger Satellitenreceiver gegen digitale Geräte kümmern“
Sky Italia darf an DVB-T-Ausschreibungen in Italien teilnehmen
Murdochs TV-Pläne in Kanada vorerst gescheitert – Bericht
Murdoch-Vertrauter ist Chefaufseher bei Sky Deutschland
Chase Carey neuer Sky-Aufsichtsratsvorsitzender
Neuer Sendemast des BR in Würzburg nimmt Betrieb auf
Großteil der TV-Nutzung entfällt auf nur sechs Sender – Studie
Sky startet drei neue HDTV-Sender am 13. August – Bundesliga-Konferenz und UEFA Champions League-Konferenz in HD
ORS bewirbt sich um DVB-T-Lizenzen in Rumänien – Bericht
Kanalwechsel beim ARD-Bouquet in Würzburg
QVC ersetzt Eurosport bei Bremer DVB-T-Angebot
Deutsche TV-Plattform gründet Arbeitsgruppe 3D-HD-TV – „Schritt in die nächste Dimension“
DVB-T-Start in Polen mit drei Multiplexen
Tele 5 stellt Ende Juli DVB-T-Verbreitung in Bayern ein
Komplettes Digital-TV Archiv durchsuchen

Satellit | Kabel | Medien | Info-Digital | Radio-Info | Digital-TV
CE-Info | Programm | DX-News | Kommunikation
Aktuelle Ausgabe |  Abo-Service |  Archiv 
Mobile/PDA News |  Newsletter |  Werbung |  Feedback
Fachhandel 


SATFINDER.INFO RSS Feed
AKTUELLE SAT-FREQUENZEN

Bei SATFINDER.INFO finden Sie alle Daten zum Empfang von TV- und Radioprogrammen über Satellit.




Jetzt neu:

MONDO ARTE (test card)
Digital-TV, FREE TO AIR, EUTELSAT 13.0° E Freq. 11200 V, SR 27500, FEC 5/6




 SATFINDER.INFO öffnen
INFOSAT SCHLAGZEILEN RSS Feed
Info-Aktuell: Neue INFOSAT - Ausgabe September 2010 (Nr. 270) im Handel // TV-Revolution - Internet auf dem Fernseher ·· Exklusiv-DVD im Heft ·· Drei Multifeed-Antennen im Praxistest
CE-Info: Videoweb stellt auf der IFA hybriden HD-Receiver vor – „Unser Modell basiert auf offenen Standards“
Satellit: SES Astra startet 3D-Initiative
Medien: DFL bietet ab Rückrunde Fußball-Übertragungen in 3D an
Info-Digital: Institut für Nachrichtentechnik stellt auf IFA 2010 die DVB-x2-Systeme vor
Kommunikation: TechniSat kooperiert mit QTom und Yellowmap
Programm: ZDF-Sportstudio demnächst als Aufzeichnung
Kabel: Videoweb und Eutelsat Kabelkiosk kooperieren bei HbbTV
DX-News: Neuer Shoppingkanal „QVC Plus“ auf Sendung – Verbreitung unverschlüsselt über Satellit Astra 19,2° Ost
Radio-Info: ARD-„Tagesschau“ künftig auch bei NDR Info
JETZT AM KIOSK
 INFOSAT Ausgabe Nr. 270 jetzt am Kiosk.
AUSGABE NR. 270

Top Themen
» TV-Revolution – Internet auf dem Fernseher (€)
» Exklusiv-DVD im Heft
» Brandneue IFA-Techniktrends (€)
» Kritik an Kabel-„Boxenzwang“
» Auf Nummer sicher – Blitzschutz leicht gemacht (€)
» Drei Multifeed-Antennen im Praxistest (€)
TWITTER
Folgen Sie uns auf Twitter:

Folgen Sie uns auf Twitter

FACEBOOK
Finden Sie uns auf:



INFOTORIAL
JETZT KOSTENFREI!



Alle INFOTORIALS der letzten 36 INFOSAT-Ausgaben online lesen.

Hier klicken
© 2010 INFOSAT Verlag & Werbe GmbH, Daun - Impressum und rechtliche Hinweise - Kontakt - Mediadaten