Kabel
ARD und ZDF wollen keine Kabel-Einspeisegebühren mehr zahlen – KEF-Bericht
19.01.2012
ARD und ZDF wollen künftig keine Einspeisegebühren mehr an die
Kabelnetzbetreiber bezahlen. Dies geht aus dem 18. Bericht der Kommission
zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hervor.
ARD strebt Einsparung von rund 172 Millionen Euro an
Demnach strebt die ARD für den Zeitraum 2013 bis 2016 bei ihren
Verbreitungskosten eine Kostenreduktion um 172,1 Millionen Euro gegenüber
dem Zeitraum 2009 bis 2012 an (Gesamtaufwand 2013-2016: 1.376,8 Millionen
Euro; Gesamtaufwand 2009 bis 2012: 1.548,9 Millionen Euro). Die
Kostenminderung hat der KEF zufolge im Wesentlichen zwei Ursachen. Zum
einen habe die ARD entschieden, für die Einspeisung ihrer Programme in die
Kabelnetze keine Einspeisegebühr mehr zu bezahlen. Zum anderen soll zum 1.
Mai 2012 die Verbreitung analoger Satellitensignale eingestellt werden.
Diesen Kostenminderungen stehen Mehrungen bei der digitalen terrestrischen
Ausstrahlung der Programme, der digitalen Satellitenausstrahlung der
Programme im Format HDTV und den Kosten der Programmverbreitung über
IP-Netze gegenüber.
ZDF mit Kostenminderung von 54,4 Millionen Euro
Auch das ZDF habe entschieden, für die Einspeisung seiner Programme in
die Kabelnetze keine Einspeisegebühr mehr zu bezahlen. Hinzu kommen weitere
Einsparungen durch die Einstellung der analogen Sat-Verbreitung und durch
Kostenminderungen bei der DVB-T-Verbreitung, die beim „Zweiten“ für eine
Kostenreduktion um 54,4 Millionen Euro sorgen sollen (Gesamtaufwand
2013-2016: 313,6 Millionen Euro; Gesamtaufwand 2009 bis 2012: 368,0
Millionen Euro).
www.kef-online.de
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