Kommunikation
Telekom will für Bundesliga-Rechte allein bieten – Keine Bietergemeinschaft mit Kirch-Erben
06.02.2012
Entgegen früheren Medienberichten will die Telekom beim Poker um die
Bundesliga-Rechte eine eigene Offerte unabhängig von Dritten abgeben, und
zwar für IPTV und für das klassische Pay-TV via Sat und Kabel. Dies
berichtet das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ (Ausgabe vom 6. Februar). Anders
als kolportiert lasse sich der Bonner Konzern dabei aber nicht auf eine enge
Partnerschaft mit dem Leo-Kirch-Ziehsohn Dieter Hahn ein, schreibt das
Blatt. Eine Bietergemeinschaft mit Hahn oder dessen Firmen werde man nicht
eingehen, werden Telekom-Manager vom „Spiegel“ zitiert. Das Risiko, mit
einer solchen Strategie leer auszugehen, sei dem Konzern offenbar zu groß.
Deshalb will die Telekom selbst bieten, interessiert ist sie vor allem an
der Verbreitung via IPTV und Satellit. Würde sie das komplette Rechtepaket
erwerben, könnte Hahn helfen, das Programm an Kabelfirmen weiterzugeben,
heißt es im „Spiegel“. Bei einem Zuschlag dagegen für Hahn habe die Telekom
Interesse bekundet, ihm die Satellitenrechte abzunehmen.
Eutelsat erwägt Gebot bei Bundesliga-Rechten
Einen Bericht des „Hamburger Abendblatts“, wonach auch der
Satellitenbetreiber Eutelsat Interesse an den Bundesliga-Rechten habe,
bestätigte unterdessen ein Sprecher auf Digitalmagazin-Nachfrage. „Wir
erwägen, für Bundesliga-Rechte zu bieten“, sagte er am 6. Februar gegenüber
Digitalmagazin – ohne dies allerdings genauer einzugrenzen. Der französische
Satellitenbetreiber beliefert mit dem Kabelkiosk in Deutschland 270
unabhängige Kabelnetzbetreiber, die rund 3,8 Millionen Haushalte
versorgen.
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