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Blu-ray und Video-on-Demand machen DVD-Verluste wett
09.02.2012
Blu-ray und Video on Demand (VoD) haben 2011 die Rückgänge im
DVD-Kaufmarkt mehr als kompensiert, teilte der Bundesverband Audiovisuelle
Medien am 9. Februar mit. Die Absatzmenge der Blu-ray-Discs ist mit 17
Millionen Einheiten im Vergleich zum Vorjahr (zwölf Millionen) um 41
Prozent angestiegen, damit war 2011 bereits mehr als jeder siebte verkaufte
Bildtonträger eine „blaue“ Scheibe. Der Umsatz in diesem
High-Definition-Segment stieg um 39 Prozent auf 267 Millionen Euro (nach
193 Millionen Euro in 2010) und generierte damit bereits fast ein Fünftel
(18,7 Prozent) des kompletten Verkaufmarktumsatzes. Diese Entwicklung
resultierte vor allem aus den nur noch moderat abgesunkenen
Durchschnittspreisen der High-Definition-Discs, die im Gegensatz zum
Vorjahr (minus 16 Prozent auf durchschnittlich 16,02 Euro) nur noch einen
Rückgang in Höhe von minus zwei Prozent auf durchschnittlich 15,72 Euro in
2011 zu verzeichnen hatten. Während sich das Geschäft mit dem
DVD-Nachfolgeformat bei Absatz wie auch Umsatz äußerst erfreulich
entwickelt habe, konsolidierte der DVD-Kaufmarkt im Jahr 2011 mit 101,1
Millionen verkauften Einheiten (nach 103,2 Millionen Einheiten in 2010)
zumindest auf hohem Niveau jenseits der 100-Millionen-Stück-Schwelle. Bei
einem um minus drei Prozent leicht abgesunkenem DVD-Durchschnittspreis in
Höhe von 11,17 Euro belief sich der DVD-Umsatz auf 1,129 Milliarden Euro
und lag damit minus fünf Prozent unter dem Vorjahresergebnis von 1,189
Milliarden Euro.
Video-on-Demand wächst
Die positiven Verkaufsdaten der Bildtonträger konnten noch um die weiter
ansteigenden Ergebnisse des digitalen Kaufmarktes ergänzt werden. Mit 4,2
Millionen verkauften filmischen Inhalten nach 2,9 Millionen Einheiten in
2010 hat der Online-Film-Verkauf auf Plattformen wie iTunes, Maxdome,
Videoload u. a. um 43 Prozent zugelegt: Der Umsatz dieser digitalen
Kaufinhalte stieg um 45 Prozent auf 32 Millionen Euro (nach 22 Millionen
Euro in 2010). Der gleiche Betrag in Höhe von 32 Millionen Euro Umsatz
wurde im vergangenen Jahr auch mit einmaligen Filmabrufen auf den legalen
Internet-Plattformen erwirtschaftet. Die Anzahl dieser
Online-Verleihvorgänge stieg in 2011 sogar um 55 Prozent von 6,1 Millionen
Transaktionen auf 9,4 Millionen Abrufe in 2011.
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