Kommunikation
Telekom mit 1,6 Millionen Entertain-Kunden – Konzerngewinn geht um 67 Prozent zurück
23.02.2012
Zum Jahresende 2011 hat die Telekom 1,6 Millionen Kunden für ihr
TV-Angebot Entertain gewonnen (plus 34 Prozent gegenüber Vorjahr). Dies
teilte der Bonner Konzern am 23. Februar bei der Vorlage der Jahresbilanz
2011 mit. Dabei habe sich das erst im September gestartete Entertain Sat
als besonders erfolgreich erwiesen. Von den 177.000 Entertain-Neukunden im
vierten Quartal nutzen 97.000 die neue satellitengestützte Variante des
Angebots.
Gewinn geht um 67 Prozent zurück – Sondereinflüsse in USA und
Griechenland belasten Bilanz
2011 verbuchte die Telekom insgesamt einen Gewinn von 557 Millionen
Euro, dies entspricht einem Minus von 67 Prozent gegenüber Vorjahr.
Wesentlicher Grund: Das vierte Quartal brachte einen Verlust von 1,34
Milliarden Euro. Zu den roten Zahlen zwischen Oktober und Dezember führten
verschiedene Sondereinflüsse im vierten Quartal, teilte das Unternehmen
mit. Eine Wertminderung auf Goodwill in den USA sowie auf Goodwill und
Sachanlagen in Südosteuropa, vor allem in Griechenland, von insgesamt rund
3,3 Milliarden Euro im Rahmen des turnusgemäßen Werthaltigkeitstests im
vierten Quartal drückten den unbereinigten Konzernüberschuss. Die positiven
Effekte aus der von AT&T erhaltenen Ausfallentschädigung – eine Barzahlung
von rund 2,3 Milliarden Euro sowie das Recht auf Übertragung von
Spektrumlizenzen mit einem Zeitwert von rund 0,9 Milliarden Euro abzüglich
der darauf entfallenden Steuereffekte – nach der Auflösung der Vereinbarung
über den Verkauf von T-Mobile USA seien damit überkompensiert worden.
Telekom-Chef Obermann: „Haben überall starken Gegenwind
gespürt“
„Wir haben 2011 überall starken Gegenwind gespürt. Und der wird in
diesem Jahr nicht nachlassen“, sagte Telekom-Chef René Obermann. „Unsere
Innovationskraft, Kostendisziplin und Bereitschaft zur Veränderung sind die
entscheidenden Bausteine, um die Herausforderungen auch 2012 zu meistern.“
Das bereinigte EBITDA lag bei 18,7 Milliarden Euro, die veränderten
Wechselkurse wirkten sich dabei mit 0,2 Milliarden Euro negativ aus.
Angepasst um diesen in der Prognose enthaltenen Wechselkurseffekt lag das
bereinigte EBITDA des Konzerns bei 18,9 Milliarden Euro, das Jahresziel der
Deutschen Telekom hatte rund 19,1 Milliarden Euro betragen. Beim Free
Cashflow belief sich der negative Wechselkurseinfluss auf 0,1 Milliarden
Euro. Der ausgewiesene Wert von 6,4 Milliarden Euro bedeutet damit eine
Punktlandung bezogen auf die Prognose von 6,5 Milliarden Euro. Vorstand und
Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 24. Mai eine stabile Dividende
von 70 Cent je Aktie vor. Dies entspricht bezogen auf den Free Cashflow
einer Ausschüttungsquote von 47 Prozent. Weitere Angaben zu den
Unternehmenszahlen sind hier verfügbar.
www.telekom.com
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