DAUN, 04.08.2017 - 15:17 Uhr
Digital-TV - Programme

50 Jahre Farbfernsehen – BR Fernsehen und ARD-alpha feiern mit Sonderprogrammierung

Themennacht mit „Was bin ich?“ und Carolin Reibers Comeback als Ansagerin

Das Farbfernsehen wird 50 – und zu diesem Anlass holt der Bayerische Rundfunk eine echte Programmperle aus dem Archiv: Am 29. August 1967, nur vier Tage nach dem offiziellen Startschuss fürs Farb-TV, sendete der BR die legendäre Berufsrateshow „Was bin ich?“ direkt von der Funkausstellung in Berlin – als erste BR-Sendung überhaupt in Farbe! Die historische Sendung ist Teil einer langen Themennacht zum Jubiläum im BR-Fernsehen am 25. August 2017 ab 22.55 Uhr. Weiterer Höhepunkt dabei: Carolin Reiber schlüpft noch einmal in die Rolle der Ansagerin und führt durch den Abend. Parallel dazu widmet sich ARD-alpha bereits ab 20.15 Uhr unter anderem den technischen Aspekten der damals bahnbrechenden Umstellung von Schwarz-Weiß auf Farbe.

Zurück zu den Wurzeln: Carolin Reiber ist seit mehr als 50 Jahren untrennbar mit dem Bayerischen Rundfunk verbunden, moderierte TV-Klassiker wie „Jetzt red i“, „Unser Land“ oder auch „Weihnachten mit Carolin Reiber“. Was viele nicht mehr wissen: 1960 fing sie als Programmansagerin an und wurde schnell zu einem der bekanntesten Gesichter im deutschen Fernsehen und bald auch in der noch jungen Farb-TV-Ära. Für die Themennacht zu „50 Jahre Farbfernsehen“ schlüpft Carolin Reiber noch einmal in diese Rolle: Mit charmant-nostalgischen Rückblicken erinnert sie an den technischen Umbruch in dieser Zeit und gibt zu jedem Film eine kleine Einführung – ganz im Stil der Fernsehansagerinnen der 60er-Jahre. „Wir hatten damals keinen Teleprompter und mussten uns seitenweise Text mit Uhrzeiten, Namen und Inhaltsangaben im Kopf merken“, erinnert sich Reiber. „Aber es war eine tolle Zeit, und Ansagerin war neben der Stewardess damals ein Traumberuf.“

Alle Sendungen zum Jubiläum „50 Jahre Farbfernsehen“ am 25. August im Überblick

BR Fernsehen:

BR Fernsehen

 BR Fernsehen, 23.00 Uhr

Ab sofort alles in Farbe

Es gibt wohl wenige technische Revolutionen in der Fernsehlandschaft, die mit der Einführung des Farbfernsehens in Deutschland vergleichbar wären. Willy Brandt drückte auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin 1967 symbolisch den roten Startknopf – und plötzlich war der Bildschirm bunt. Anhand historischer Schwarz-Weiß-Aufnahmen wird die technische Entwicklungsarbeit nachgezeichnet, die u. a. vom Institut für Rundfunktechnik auf dem BR-Gelände in Freimann geleistet wurde, aber auch die Markteinführung der neuen Technik. Die Verbraucher waren zunächst verunsichert, wie sie mit der "bunten Flimmerkiste" umgehen sollten – vor allem angesichts der astronomisch hohen Verkaufspreise: Ein Farbfernsehgerät kostete damals etwa so viel wie ein Mittelklassewagen. Ein eher humorvoller Rückblick in eine Zeit, in der die Farbe Einzug hielt in die schwarz-weiße Gewohnheit der Fernsehzuschauer.

BR Fernsehen, 23.11 Uhr

„Was bin ich?“ vom 29. August 1967

Dem legendären Beruferaten mit Moderator Robert Lembke wurde während der Funkausstellung in Berlin 1967 eine große Ehre zuteil. Nicht nur sendete der BR direkt von der Ausstellung, es wurde auch die erste BR-Fernsehsendung in Farbe! Auch die Gäste waren ganz auf die neue Farbvielfalt hin ausgesucht: Neben einer Orchideengärtnerin stellten sich ein Mosaikmacher und eine Bekleidungstechnikerin dem Rateteam aus Annette von Aretin, Marianne Koch, Guido Baumann und Hans Sachs. Prominenter Gast war Alpinfilmer Luis Trenker. Das Experiment war erst mal ein vorübergehendes: Vier Wochen später ging es erst mal wie gehabt in Schwarzweiß weiter, und erst ein Jahr später, ab 24. September 1968, schaltete die Sendung dauerhaft auf Farbe um.

BR Fernsehen, 0.00/1.15 Uhr

Musik aus Studio B vom 2.9.1969 und vom 22.1.1968

Die Sendung, die der NDR für das „Deutsche Fernsehen“ – so hieß „Das Erste“ damals – produzierte, war in den 60er-Jahren die beliebteste deutsche Schlagershow überhaupt. Das BR Fernsehen zeigt die ersten beiden noch erhaltenen Folgen – damals schon in Farbe:

Die Sendung vom 2.9.1969 kam direkt von der Internationalen Funkausstellung in Stuttgart und war das Debüt des neuen Moderators Peter Fröhlich. Musikalische Gäste waren u. a. Mary Roos, Rex Gildo, Peggy March, Heintje, Roy Black und Udo Jürgens. Immer mit dabei: Das Hamburger Fernsehballett.

Durch die Sendung vom 22.1.1968 führte der langjährige Moderator Chris Howland, der als Gäste u. a. Bill Ramsey, Rex Gildo, Vicky Leandros, Gus Backus und Dorthe Kollo begrüßte.

BR-Fernsehen, 0.50 Uhr

Porträt Heinz Oestergaard Wer über Mode made in Germany spricht, kommt an Heinz Oestergaard nicht vorbei. Der 1916 in Berlin geborene Verlegersohn gilt als bedeutendster deutscher Modeschöpfer der Nachkriegszeit. 1967 zog er nach München, wo er nicht nur eigene Boutique-Kollektionen, sondern auch erschwingliche Mode für den boomenden Versandhandel entwarf. Ein Filmteam besuchte ihn damals in seinem Wohn- und Atelierhaus in Harlaching und begleitete ihn bei der Arbeit. Der Film war eine der ersten BR-Sendungen in Farbe.

Auf ARD-alpha:

ARD alpha

ARD-alpha, 20.15 Uhr

alpha-Forum: Helmut Oeller

Im Gespräch mit Christoph Lindenmayer erzählt der frühere langjährige Fernsehdirektor des Bayerischen Rundfunks, Helmut Oeller († 2016), unter anderem von den Anfängen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens in der Bundesrepublik Deutschland und dessen Fortentwicklung. Die Gesprächssendung stammt aus dem Jahr 2007.

ARD-alpha, 21.00 Uhr

EXPOniert – Bilder einer Weltausstellung – „Die Fernsehtruhe extra“ mit Gerd Ruge

In Form einer inoffiziellen Preisverleihung betrachten Gerd Ruge und die Germanistin Vicki Alward etliche Pavillons aus den bunten Gewirr der EXPO 1967 im kanadischen Montreal. Sie prämieren u. a. den spaßigsten Pavillon, die vollgepfropfteste Ausstellungshalle, das bedrückendste Stück Architektur, die unverschämteste Propaganda und die sympathischste Selbstdarstellung. Der unterhaltsame Bericht ist die erste in Farbe ausgestrahlte WDR-Sendung.

ARD-alpha, 21.45 Uhr

Farbfernsehen technisch – „Die Fernsehtruhe extra“ Interviews und Erklärungen von WDR-Mitarbeitern zur technischen Umstellung auf das Farbfernsehen im Jahr 1967. Erklärt wird unter anderem die Funktionsweise des Farbfilms, des Sendens farbiger Fernsehfilme und des Farbfernsehens auf elektronischem Wege. Dazu Erläuterungen von Dr. Franz-Josef In der Smitten, Leiter der WDR-Videotechnik.

ARD-alpha, 22.05 Uhr

25. Große Deutsche Funkausstellung 1967 Berlin „Die Fernsehtruhe extra: Schlagzeilen“ Bei der Eröffnung der 25. Großen Deutschen Funk-Ausstellung 1967 in Berlin gab der damalige Bundesaußenminister und Vizekanzler Willy Brandt per Knopfdruck(-Attrappe) den Startschuss für das bundesdeutsche Farbfernsehen. Der Beitrag erklärt außerdem die Unterschiede des auf dem PAL-System basierenden Farbfernsehens zum bis dahin verbreiteten Schwarzweiß-Fernsehen.

ARD-alpha, 22.15 Uhr

Heinrich Harrer berichtet: Bei den Xingu-Indianern im Mato Grosso

„Die Fernsehtruhe extra“ In der brasilianischen Provinz Mato Grosso, im Quellgebiet des etwa 2000 km langen Xingu, leben einige Indianerstämme, die erst Ende des 19. Jahrhunderts entdeckt wurden. Die Errichtung eines Indianerschutzgebietes bewahrte sie vor der Ausrottung durch Krankheiten und Sklavenjäger. Um ihr tägliches Leben, ihre Kultur und Religion zu studieren, besuchte Heinrich Harrer die Stämme der Kalapalos, Jawalapitis und Kamajuras. TV-Dokumentation von 1967 – eine der ersten in Farbe.

ARD-alpha, 0.00 Uhr

25. Deutsche Funkausstellung Berlin 1967 – Eröffnungsfeier

„Die Fernsehtruhe extra“

Startschuss für das deutsche Farbfernsehen: Während der Eröffnungsfeier zur Funkausstellung am 25. August 1967 läutete Vizekanzler Willy Brandt per Knopfdruck die Ära des Farbfernsehens ein. Was wir heute wissen: Der rote Knopf war nur eine Attrappe – denn das Fernsehbild wurde aufgrund eines technischen Fehlers bereits farbig, kurz bevor Brandt abdrückte.


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