Versöhnungsprojekt: Ehemals verfeindete Kämpfer reparieren gemeinsam Stromleitungen in der Syrien-Straße in Tripoli. Versöhnungsprojekt: Ehemals verfeindete Kämpfer reparieren gemeinsam Stromleitungen in der Syrien-Straße in Tripoli. - © Foto: obs/ARTE G.E.I.E./© Michael Richter -
DAUN, 10.08.2020 - 14:10 Uhr
Digital-TV - Programme

Arte zeigt die Dokumentation „Libanon - Ein Land als Geisel“

Anlässlich der Explosionen der letzten Woche in Beirut zeigt Arte am Dienstag, 11. August um 23.35 Uhr eine aktualisierte Fassung der Dokumentation „Libanon – Ein Land als Geisel“.

Die Explosionen in der vergangenen Woche versetzten Beirut und den ganzen Libanon in einen Schockzustand. Weit über hundert Tote, tausende Verletzte, die Straßen übersät von Trümmern. Hunderttausende sind obdachlos geworden. Und die Wut der Menschen wächst. Die Regierung des Libanon ist nicht in der Lage, die Katastrophe zu bewältigen. Das Land ist seit dem Ende des Bürgerkriegs in einem politisch-religiösen Proporzsystem gefangen. Besonders die von Iran finanzierte schiitische Hisbollah hält das Land im Würgegriff. Hisbollah-Führer sollen auch den Hafenkontrollieren, in dem mutmaßlich 2750 Tonnen Ammoniumnitrat explodierten.

Ein Arte-Team um Autor Michael Richter hat die dramatisch instabile Lage im Libanon erkundet. Der Film zeigt, dass die Hisbollah ihre politische und militärische Stellung in den letzten Jahren geschickt ausgebaut hat und inzwischen ein Staat im Staat ist. Aber es regt sich auch Widerstand. Zivilgesellschaftliche Kräfte versuchen, die alten Konfliktlinien zwischen den Konfessionen zu überwinden und mit demokratischen Mitteln andere Wege zu gehen.


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