DAUN, 13.01.2021 - 15:18 Uhr
Digital-TV - Programme

ARTE zeigt wieder Programmschwerpunkte zur „Berlinale“

Auch dieses Jahr zeigt ARTE im Februar seinen Programmschwerpunkt zur „Berlinale“, auch wenn das Festival dieses Jahr coronabedingt zweigeteilt ist, teilte der europäische Kultursender mit. Online-Wettbewerbs-Screenings gibt‘s Anfang März für die Branche und ein großes Publikumsfestival im Juni.

Im ARTE-Programm ist unter anderem „Alles was kommt“ von Mia Hansen-Løve, „Mein Bruder heißt Robert und ist ein Idiot“ von Philip Gröning und „There Will Be Blood“ von Paul Thomas Anderson zu sehen - preisgekrönte Filme der vorherigen „Berlinalen“.

Den Silbernen Bären für die beste Regie erhielt 2016 Mia Hansen-Løve für „Alles was kommt“ (ARTE France Cinéma), eine kluge Reflexion über Umbrüche im Leben, eindringlich verkörpert von Isabelle Huppert.

„O Beautiful Night“ von Xaver Böhm (ZDF/ARTE) lief 2019 im Panorama; ein neon-bunter Film über einen Hypochonder, der im nächtlichen Berlin dem Tod begegnet, aber auch der Liebe. Im Wettbewerb und einer der Aufreger 2018 war Philip Grönings „Mein Bruder heißt Robert und ist ein Idiot“ (BR/ARTE, WDR). „Obszön, unzumutbar, großartig“ lauteten die Attribute für diesen philosophischen Film über die Zeit.

André Téchiné weiß auch noch mit über 70, wie es sich „Mit Siebzehn“ anfühlt - ein erfrischender Film über zwei Jugendliche, die sich hauen, um nicht zu zeigen, dass sie sich begehren. Ein lesbisches, bürgerliches Paar Mitte 60, davon erzählt „Die Erbinnen“, ein Film aus Paraguay (ZDF/ARTE) von Marcelo Martinessi. Er erhielt 2018 den Silbernen Bären für die beste Hauptdarstellerin, den FIPRESCI-Preis und den Alfred Bauer-Preis. Last but not least: „There Will Be Blood“, für den Hauptdarsteller Daniel Day-Lewis und Kameramann Robert Elswit den Oscar bekamen, hatte seine Deutschland-Premiere auf der Berlinale 2008. Der Film wurde mit zwei Silbernen Bären für die Regie von Paul Thomas Anderson und die Musik von Jonny Greenwood ausgezeichnet.

Neben den zahlreichen Spielfilmen zeigt ARTE auch die Dokumentation „Lotte Eisner-Ein Leben für den Film“, die eine der interessantesten Frauenfiguren der deutsch-französischen Kulturgeschichte beschreibt. Geboren in Berlin, hat sie als deutsch-jüdische Exilantin Pionierarbeit in der Cinémathèque française geleistet und die Entwicklung der Nouvelle Vague und des Neuen Deutschen Films bis zu ihrem Tod publizistisch begleitet.


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