- © Foto: Screenshot BR Mediathek vom 16.08.22 -
DAUN, 16.08.2022 - 12:05 Uhr
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BR will eigene Mediathek einstellen

Der Bayerische Rundfunk BR plant seine eigene Mediathek demnächst einzustellen. Die Mediathek solle perspektivisch in die ARD-Mediathek überführt werden, wie Intendantin Katja Wildermuth in der Sitzung des BR-Rundfunkrates am 22. Juli in München sagte.

Der BR begründet den Schritt gegenüber INFOSAT wie folgt: „Wie alle anderen Landesrundfunkanstalten der ARD konzentriert sich auch der BR darauf, die fünf großen Digital-Plattformen der ARD zu stärken und die gemeinsamen Energien auf diese zu fokussieren: ARD Mediathek, ARD Audiothek, Tagesschau.de, Sportschau.de und KiKa.de. Dadurch haben wir die beste Chance auf größtmögliche Wahrnehmbarkeit unserer wertvollen Inhalte in der digitalen Welt. Der Erfolg der ARD Mediathek bestätigt diese Richtung: 2021 hatte sie mehr als zwei Milliarden Videoabrufe, im Vergleich zum Jahr 2020 ein Plus von 62%. Dieser Trend setzt sich auch im ersten Halbjahr 2022 fort.

BR integriert in der ARD-Mediathek; Screenshot vom 16.08.22 Auch die Inhalte des Bayerischen Rundfunks werden immer mehr in der ARD Mediathek abgerufen. Wir erreichen dort höhere Abrufzahlen im Vergleich zur eigenen Mediathek. Wir haben uns deshalb entschieden, die BR Mediathek nicht mehr dauerhaft als eigenständiges Produkt weiterzuführen, sondern sie perspektivisch in die ARD Mediathek zu überführen. Zumal es in der ARD Mediathek seit Kurzem sehr gut gestaltete und auch gut angenommene Regionalfenster gibt, die es ermöglichen, Inhalte je nach Region und Interesse auszusuchen. Das spart Ressourcen und hilft bei der Sichtbarkeit unserer eigenen Inhalte.

Wichtig ist und bleibt bei aller Zusammenarbeit: Den inhaltlichen USP der ARD, nämlich die regionale Verwurzelung und die regionale Vielfalt, um die uns alle europäischen Länder beneiden, wollen wir natürlich aufrecht erhalten. Die Überführung soll planmäßig im Laufe des Frühjahrs 2023 abgeschlossen sein.“

Bereits mehrere ARD-Sender sind diesen Schritt bereits gegangen, etwa der WDR, SWR, der HR und der RBB.

 


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