Auf einer virtuellen Pressekonferenz in München hat Das Erste heute Programmhöhepunkte des kommenden Jahres 2021 vorgestellt. Programmdirektor Volker Herres im Gespräch mit Christine Strobl, Geschäftsführerin der ARD Degeto. Auf einer virtuellen Pressekonferenz in München hat Das Erste heute Programmhöhepunkte des kommenden Jahres 2021 vorgestellt. Programmdirektor Volker Herres im Gespräch mit Christine Strobl, Geschäftsführerin der ARD Degeto. - © Foto: ARD/Petra Stadler -
DAUN, 02.12.2020 - 14:33 Uhr
Digital-TV - Programme

Das Erste stellt die Highlights des Jahres 2021 vor

Auf einer virtuellen Pressekonferenz hat Das Erste heute Programmhöhepunkte des kommenden Jahres vorgestellt. Programmdirektor Volker Herres moderierte die Runde mit ARD-Chefredakteur Rainald Becker, dem Koordinator Fiktion Jörg Schönenborn, dem Koordinator Sport Axel Balkausky sowie der Geschäftsführerin der ARD Degeto Christine Strobl und dem ARD-Channel-Manager und stellvertretenden Programmdirektor Florian Hager.

In seiner Anmoderation hob Herres die gesellschaftliche Bedeutung und Verantwortung des Ersten hervor. „In Krisenzeiten“, so Herres, „ist es vor allem unsere Aufgabe, die Zuschauerinnen und Zuschauer gut und umfassend zu informieren. Das leisten unsere Nachrichtensendungen ebenso wie Reportagen, Dokus, Politischen Magazine und unsere Talkformate. Da hat die gesamte ARD einen sehr guten Job gemacht.“

Mit Blick auf die programmliche Qualität des Ersten verwies Herres auf die Ergebnisse des aktuellen ARD-Trends 2020, einer Repräsentativbefragung bei 3.000 Bundesbürgerinnen und -bürgern ab 14 Jahren: „Das Erste bietet im Urteil der Zuschauerinnen und Zuschauer mit großem Vorsprung das qualitativ beste Programm aller Sender in Deutschland, hat die höchste Glaubwürdigkeit und ist das Programm, das die Menschen zuerst einschalten, wenn etwas Wichtiges passiert. Und es ist das Programm, dem im Urteil der Zuschauerinnen und Zuschauer die größte Bedeutung für die politische Meinungsbildung zugeschrieben wird.“

Für den Bereich Politik, Wirtschaft und Gesellschaft stellte ARD-Chefredakteur Rainald Becker zwei Dokumentationen zum Thema „Corona“ in der Reihe „Story im Ersten“ vor, die Das Erste bereits im Januar ausstrahlen wird: „Impf-Roulette“ (Radio Bremen) und „Abgeklatscht und abserviert - die vergessenen Corona-Helden“ (NDR).

 „Shalom und Hallo“ (AT) ist ein Projekt, das mit mehreren Reportagen und Dokumentationen über das gesamte Jahr 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland aufzeigen wird. Zum 60. Jahrestag des Mauerbaus im August 2021 will das Gemeinschaftsprojekt „Kinder der Teilung“ (NDR/rbb) die Folgen der deutschen Teilung nachzeichnen.

Das kommende Jahr wird ein „Superwahljahr“, das im Ersten ausführlich begleitet wird: Sechs deutsche Landtagswahlen sowie die Bundestagswahl werden Gegenstand aktueller wie hintergründiger Berichterstattung sein. Da 2021 die meisten Erst- und Jungwählerinnen und -wähler aller Zeiten an den Wahlurnen erwartet werden, ist es ein vorrangiges publizistisches Ziel der ARD, diese junge Altersgruppe mit spezifischen Angeboten anzusprechen.

An ein jüngeres Publikum wendet sich auch das multimediale Reportageformat „Rabiat“ (Radio Bremen), das im Mai und Oktober 2021 mit jeweils drei neuen Folgen an den Start geht.

Ein weiteres Highlight kündigte Rainald Becker für das vierte Quartal an: Ein Dokudrama unter dem Arbeitstitel „Rex - Der letzte Tanz“ (rbb/NDR/hr), das das Leben der deutschen Schlagerlegende Rex Gildo nachzeichnet.

Der Fernsehfilm wartet 2021 mit besonderen Mehrteilern und Einzelstücken auf. Der ARD-Koordinator Fiktion Jörg Schönenborn hob für das erste Quartal den Vierteiler „Die Toten von Marnow“ (NDR/ARD Degeto), für das zweite Quartal den Film „Goldjungs“ (WDR/ARD Degeto), einen „Near-future-Schwerpunkt“ mit den drei Filmen „Zero“, „Ich bin dein Mensch“ und „Das Haus“ beginnend im dritten Quartal sowie den Dreiteiler „Little America“ (SWR/ARD Degeto/WDR/NDR) und die Miniserie „Tina mobil“ (AT, rbb) im vierten Quartal hervor.

Außerdem verwies er auf das 50-jährige Jubiläum der Krimireihe „Polizeiruf 110“, die aus diesem Anlass in der Folge „An der Saale hellem Strande“ (MDR) im Mai 2021 mit einem neuen Team aufwarten wird. Als Kriminalhauptkommissar Henry Koitzsch und Kommissar Michael Lehmann werden in Halle/Saale Peter Kurth und Peter Schneider ermitteln.

Weitere herausragende fiktionale Projekte stellte die ARD-Degeto-Geschäftsführerin Christine Strobl vor. Im ersten Quartal hob sie „Ferdinand von Schirach: Feinde“ hervor, ein innovatives Projekt, bei dem am 3. Januar zwei Filme mit unterschiedlichen Perspektiven zeitgleich im Ersten, in allen Dritten Programmen und bei ONE ausgestrahlt werden.

Für das zweite Quartal kündigte sie den Film „Das Begräbnis“ von Jan Georg Schütte an, der zugleich als Impro-Serie in der ARD-Mediathek angeboten wird. Im dritten Quartal wird der Event-Film „3einhalb Stunden“ zum 60. Jahrestag des Mauerbaus ausgestrahlt. Im vierten Quartal steht mit „Das Weiße Haus am Rhein“ (ARD Degeto/SWR/WDR) ein historischer Event-Zweiteiler auf dem Programm.

Beim Sport werden die Übertragung von der Handball-WM in Ägypten (WDR), die Olympischen Sommerspiele aus Tokio (NDR), die UEFA Fußball-Europameisterschaft (WDR) und Die Finals (rbb) besondere Schwerpunkte in 2021 bilden. ARD-Sport-Koordinator Axel Balkausky berichtete außerdem über die Planungen zur Verwertung der Rechte, die die ARD für die Fußball-Bundesliga ab Sommer 2021 erworben hat. Darüber hinaus verkündete er, dass ARD und ZDF ihren Vertrag mit dem Deutschen Ski-Verband bis einschließlich der Saison 2024/25 verlängert haben.

Channel Manager Florian Hager betonte, die ARD-Mediathek sei die Chance, das ARD-Portfolio „zu erweitern, zu öffnen, zu bereichern“ und ein deutlich jüngeres Publikum anzusprechen. Ziel sei es, pro Monat vier bis sechs neue Produktionen aus den Genres Fiktion/Serie, Dokumentation und Show/Comedy als Highlights zu präsentieren, die punktuell mit Lizenzkäufen ergänzt werden. So habe man im ersten Quartal z.B. zehn Folgen à zehn Minuten der mit drei Emmys ausgezeichneten Comedyserie „State of the Union“ von Nick Hornby und Stephen Frears sowie sechs 45-minütige Episoden der norwegischen Crime-Drama-Serie „Beforeigners - Mörderische Zeiten“ auf der Plattform. Auch die Übergänge und Verbindungen zwischen linearem und non-linearem Angebot soll ausgebaut werden. Dass dieser Spagat bereits heute immer öfter gelinge, zeige der vergangene Monat. Der Oktober sei der erfolgreichste Monat in der Geschichte der ARD-Mediathek - aufgrund der 25 Millionen Abrufe für „Babylon Berlin“ und aktuell der Crime-Serie „Das Geheimnis des Totenwaldes“ mit bereits fast zwei Millionen Abrufen, so der Channel Manager.

Unter Federführung des rbb startet am 26. Januar ein neues Kulturformat im Ersten. „Lebenslieder“ (WDR/BR/NDR/Radio Bremen/rbb) heißt die Sendung, die vom erfolgreichen Sänger Max Mutzke moderiert wird und zunächst vier Ausgaben umfasst. In den jeweils 45 Minuten geht es um Lieder, die einen Menschen geprägt haben.

Im Bereich Unterhaltung setzt Das Erste 2021 weiter auf beliebte Show-Formate: Kai Pflaume bei „Klein gegen Groß“ (NDR), „Die Feste-Shows mit Florian Silbereisen“ (MDR/BR/WDR) sowie den Show-Klassiker „Verstehen Sie Spaß?“ (SWR) mit Guido Cantz - und auf eine legendäre Figur, die zwar nicht sprechen, aber vielsagend mit den Augen klimpern kann. In „Frag doch mal die Maus“ (WDR) am 6. März 2021 feiern Moderator Eckhart von Hirschhausen und seine Gäste den 50. Maus-Geburtstag.

Kai Pflaume und Alexander Bommes prüfen in XXL-Ausgaben ihrer Vorabendquiz-Formate „Wer weiß denn sowas?“ (NDR, am 9. Januar) und „Gefragt - Gejagt“ (NDR, Sendetermin n.n.b.) das Wissen und die Schnelligkeit von Prominenten. Am 30. Januar um 20:15 Uhr kommt erstmals am Samstagabend ein XXL-Prominentenspecial des für den Nachmittag neu aufgelegten „Das Quiz mit Jörg Pilawa“ (NDR) ins Programm. Bereits am 12. Dezember 2020 lädt Jörg Pilawa zeitgleich im Ersten, in ORF 1 und im Schweizer Fernsehen Stars zur großen Eurovisionsshow „Quiz ohne Grenzen“ (NDR/ORF/SRF). Die zweite Folge ist im Osterprogramm 2021 geplant.

Im zweiten Quartal startet auch eine neue Staffel „Die Carolin Kebekus Show“ (WDR) mit acht Folgen. Auch mit Maren Kroymann gibt es ab 28. Januar in der Sketch-Comedy „Kroymann“ (Radio Bremen/SWR/NDR/WDR) ein Wiedersehen. Das Satiremagazin „extra 3“ (NDR) mit Christian Ehring ist vom 7. Januar an mit 18 neuen Ausgaben zu sehen. Und dass Wissen auch zusammenhanglos geteilt werden kann, wollen Torsten Sträter, Johann König und Olaf Schubert in acht Folgen der neuen Comedy-Show „Das Gipfeltreffen“ (MDR) beweisen. Am 4. Februar geht es los.

Im Vorabendprogramm wird die erfolgreiche Programmierung mit den attraktiven Quizformaten „Wer weiß denn sowas?“ und „Gefragt - Gejagt“ um 18:00 Uhr sowie fiktionalen Stoffen um 18:50 Uhr fortgesetzt. Ein Highlight ist der Start der 34. Staffel „Großstadtrevier“ im März. Fortgesetzt werden „WaPo Berlin“ mit acht neuen Folgen ab 26. Januar und „Watzmann ermittelt“ ab 3. Februar. Die Weekly „In aller Freundschaft - Die jungen Ärzte“ ist vom Sendeplatz am Donnerstag nicht mehr wegzudenken - außer sie pausiert für ihren jungen Ableger „In aller Freundschaft - Die Krankenschwestern“, der in diesem Frühjahr mit acht neuen Folgen fortgesetzt wird. Im Herbst kehrt „Morden im Norden“ mit der achten Staffel auf den Sendeplatz am Montag zurück, und die Serie „Hubert ohne Staller“ feiert im vierten Quartal mittwochs mit dem Start der zehnten Staffel ihr zehnjähriges Jubiläum.

Das Kinder- und Familienprogramm feiert im März 2021 den 50. Geburtstag von „Die Sendung mit der Maus“ (WDR) mit einem großen Programmschwerpunkt - im Ersten, bei KiKA, im Maus-Radio, in der ARD-Mediathek und der ARD-Audiothek.

Auf ein Wiedersehen mit „Die Abenteuer des jungen Marco Polo“ (ARD/MDR) können sich die Kinder ebenso freuen wie auf neue Folgen der „Tiere bis unters Dach“ (ARD/SWR), von „Die Pfefferkörner“ (ARD/NDR) im ersten und zweiten Quartal, „Racko - Ein Hund für alle Fälle“ (ARD/BR) im dritten Quartal und auf „Die beste Klasse Deutschlands 2021“ (KiKA/hr/ARD) im zweiten und vierten Quartal.

Neue Serien erzählen zu Ostern von „Alfons Zitterbacke“ (ARD/MDR), der davon träumt, endlich sportlich und gut in der Schule zu sein, oder von Freundschaft, Mut und Ehrlichkeit in „Die Wolfsbande“ (ARD/SR), die im vierten Quartal ausgestrahlt wird. Im Weihnachtsprogramm 2021 gibt es eine weitere Premiere in der Märchenreihe „Sechs auf einen Streich“: „Der Geist im Glas“ (ARD/Radio Bremen/MDR/hr) ist eine moderne Adaption eines Grimmschen Märchens.


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