DAUN, 15.01.2018 - 09:00 Uhr
Digital-TV - Kabel

„Digitales Kabel“ koordiniert Analogabschaltung im Kabelnetz

Die Medienanstalten haben gemeinsam mit Verbänden, Kabelnetzbetreibern und TV-Veranstaltern die Initiative „Digitales Kabel“ gegründet, die den Umstieg auf eine ausschließlich digitale TV-Verbreitung in den Kabelnetzen begleitet. Ein gemeinsam finanziertes Projektbüro, das nunmehr seine Arbeit aufgenommen hat, soll den Umstieg koordinieren und unterstützen.

Das Projektbüro will Kabelkunden mit Informationen und Hilfestellung zur Seite stehen und sich für eine regional koordinierte Umstellung unter Einbeziehung von Wohnungswirtschaft, Fachhandel und Geräteherstellern einsetzen.

Der Initiative „Digitales Kabel“ (www.digitaleskabel.de) gehören die Landesmedienanstalten, der Kabelverband ANGA, die Netzbetreiber Vodafone, Telekom Deutschland und PΫUR, der Privatsenderverband VPRT und die Programmanbieter ARD, Mediengruppe RTL Deutschland und ProSiebenSat.1 an. Mit dem Betrieb des Projektbüros wurde die Beratungs- und Forschungsgruppe Goldmedia beauftragt.

Die Beteiligten haben sich mit der Gründung eines gemeinsamen Projektbüros für ein Vorgehen entschieden, das sich bei technischen Umstellungen in der Vergangenheit bewährt hat, zuletzt beim Umstieg im terrestrischen Fernsehen von DVB-T auf DVB-T2 und bei der Abschaltung des analogen Satellitenfernsehens auf Astra (19,2° Ost).

Die Abschaltung der analogen Fernsehprogramme schafft in den Kabelnetzen Platz für mehr digitale und HD-Sender sowie einen Hochgeschwindigkeits-Internetzugang im Gigabit-Bereich (InfoDigital berichtete).

Als erster Kabelnetzbetreiber hat Unitymedia im Juli 2017 in seinem Kabelnetz die Analogabschaltung vollzogen. Vodafone führte zunächst am 9. Januar 2018 ein Pilotprojekt in Landshut und Dingolfing durch, am 15. Mai 2018 folgt ein zweites in Nürnberg und Umgebung, bevor im Sommer 2018 die Analogabschaltung in allen versorgten Bundesländern beginnt. Auch die regionalen Netzbetreiber wilhelm.tel und NetCologne haben die Analogabschaltung angekündigt.

In Bayern und Sachsen ist die Analogabschaltung in den Kabelnetzen zum 31. Dezember 2018 gesetzlich vorgeschrieben, in den anderen Bundesländern gibt es keine entsprechenden Vorgaben. Das Projektbüro rechnet damit, dass die vollständige Digitalisierung der Kabelnetze Anfang 2019 erreicht sein wird.

www.digitaleskabel.de

Von Dr. Jörn Krieger


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