DAUN, 20.09.2017 - 11:50 Uhr
Digital-TV - DVB-T

DVB-T2 HD startet in weiteren Regionen Deutschlands – Fragen und Antworten

Update: Doch Einblendung auf alten DVB-T-Sendeplätzen

DVB-T2 HD startet in die zweite Runde. Denn am 8. November 2017 kommt der neue Antennenfernsehstandard „DVB-T2 HD“ nach Dresden, Freiburg, Kassel und Koblenz und wird den alten DVB-T-Standard ersetzen. Darauf wies das Projektbüro DVB-T2 HD Deutschland am 20. September in seinem Newsletter hin.

An 8. November steht dann auch in den neuen Regionen ein terrestrisches TV-Angebot von rund 40 Programmen in hochauflösender Qualität zur Verfügung. Dann können erstmals Zuschauer in diesen Regionen auch 22 private Fernsehprogramme über Antenne empfangen. Die bisherige DVB-T-Ausstrahlung endet dort ebenfalls am 8. November. Zeitgleich werden u.a. die Senderstandorte Cuxhaven (Stadt), Göttingen (Espol), Heringsdorf, Hoher Meissner, Löbau, Pfaffenberg, Rhön, Stralsund (Garz), Wolfsburg und Würzburg auf DVB-T2 HD umgestellt. In diesen Gebieten sind derzeit ausschließlich öffentlich-rechtliche TV-Programme terrestrisch empfangbar. Durch den Umstieg auf DVB-T2 HD steigt die Zahl der öffentlich-rechtlichen Programme auf bis zu 17 an. Gleichzeitig endet ebenfalls die DVB-T-Verbreitung.

Einblendung auf alten DVB-T-Sendeplätzen

In den betroffenen Umstellregionen wird es, entgegen vorheriger Informationen (*), doch wieder Einblendungen auf den alten DVB-T-Programmplätzen geben, die auf die Abschaltung, bzw. Umstellung auf das neue DVB-T2 HD hinweisen. Darauf habe sich die ARD und das ZDF im Vorfeld abgestimmt. Beim ZDF sei das Laufband bereits im Einsatz, für das Erste könne man in den nächsten Tagen mit dem Start des Einsatzes rechnen, bestätigte Dennis Grams, Kommunikation und Marketing ARD Digital gegenüber InfoDigital. Wer bis zum 8. November nicht auf das neue DVB-T2 HD umgerüstet hat, riskiert ab dann vor einem schwarzen Bildschirm zu sitzen.

(*): Zuvor wurde uns mitgeteilt, dass für das ZDF keine Einblendungen geplant seien und aus technischer Sicht auch nicht in den „Umstellungsgebieten“ alleine realisierbar seien. Zu den Plänen der ARD lägen keine Informationen vor.

InfoDigital Lesetipp:

InfoDigital zeigt Ihnen in der aktuellen Ausgabe (InfoDigital 9/2017, Heft Nr. 354), in welchen Regionen sich betroffene Haushalte ein DVB-T2 HD-taugliches Empfangsgerät besorgen müssen. Das Heft kann unter www.infosat.de als E-Paper oder in gedruckter Form als Printausgabe erworben werden.

Fragen und Antworten

Wird es auch für Zuschauer in den neuen DVB-T2-HD Regionen eine kostenlose Freiphase der verschlüsselten freenet TV Sender geben, wie beim Start am 29. März?

Die ersten drei Monate sind für alle Nutzer von Receivern und CI+ Modulen frei. Die Gratisphase startet immer ab dem Zeitpunkt, an dem das freenet TV-fähige Empfangsgerät erstmals für den Empfang eines freenet TV Programms genutzt wird. Dieses Angebot gilt auch zukünftig weiter.

Wird es vor der Umstellung auch wieder Einblendungen auf den alten DVB-T Plätzen geben, die auf die Abschaltung, bzw. Umstellung auf das neue DVB-T2 HD hinweisen?

Bei den privaten Programmen kann es keine Einblendungen geben, da in diesen Regionen bisher keine privaten Programme via DVB-T zu empfangen sind.

In den betroffenen Umstellregionen wird es jedoch bei den öffentlich-rechtlichen Sendern wieder Einblendungen auf den alten DVB-T-Programmplätzen geben, die auf die Abschaltung, bzw. Umstellung auf das neue DVB-T2 HD hinweisen, darauf hätten sich die ARD und das ZDF im Vorfeld abgestimmt, wie Dennis Grams, Kommunikation und Marketing ARD Digital am 21. September gegenüber InfoDigital bestätigte. Beim ZDF sei das Laufband bereits im Einsatz, für das Erste könne man in den nächsten Tagen mit dem Start des Einsatzes rechnen, wie Dennis Grams weiter mitteilte.

Wie viele bisherige DVB-T Haushalte sind in den ab November 2017 neuen Ausstrahlungsgebieten von der Umstellung in etwa betroffen?

Der Ausbau von DVB-T2 HD im November 2017 betrifft rund 3 Mio. Haushalte (diese Haushalte haben theoretisch die Möglichkeit). Dabei wird freenet TV auch in solchen Regionen aufgeschaltet, in denen bis dato noch keine privaten TV-Programme per Digitalantenne empfangen werden können. Nach der Umstellung im kommenden November können über 70 Prozent der Bevölkerung freenet TV empfangen.

Worauf sollten betroffene Haushalte und Fachhändler im Vorfeld der Umstellung in den betroffenen Regionen sonst noch achten?

Der Empfang von DVB-T2 HD setzt ein geeignetes Empfangsgerät voraus. Das kann entweder eine Set-Top-Box sein, mit der „alte“ Fernsehgeräte DVB-T2 HD-fähig gemacht werden, oder aber ein Flachbildfernseher der neuesten Generation mit integriertem DVB-T2 HD-Empfangsteil – beide Gerätetypen nutzen als Orientierungshilfe das grüne DVB-T2 HD-Logo.

Geräte mit dem grünen DVB-T2 HD Logo ermöglichen nicht nur den Empfang aller unverschlüsselter Programme, auch ein Empfang der privaten Programme ist möglich. Hierfür ist zusätzlich das Entschlüsselungsmodul (CI+-Modul) des Plattformbetreibers Freenet TV erforderlich. Alternativ zum CI+ Modul von Freenet TV können Sie auch einen Freenet TV Receiver nutzen, um Freenet TV zu empfangen. Ein Freenet TV-Receiver bietet mehr zusätzliche Funktionen als ein CI+ Modul, wie z.B. Aufzeichnungen, time-shift und EPG. Achten Sie dabei auf das Freenet TV Logo. Mit dem Freenet TV Receiver können ebenso die unverschlüsselten Programme empfangen werden. Umfangreiche weitere Informationen erhalten Sie hierzu unter dvb-t2hd.de/geraete.

Hinweise für die richtige Ausrichtung einer Zimmerantenne und andere Empfangstipps gibt es im freenet TV YouTube-Channel.

Infoveranstaltungen für Fachbetriebe

In einigen „Umstell-Regionen“ planen die Rundfunkanstalten der ARD, freenet TV und das DVB-T2 HD Projektbüro gemeinsam mit den Handwerkskammern Infoveranstaltungen für Fachbetriebe.

Umfangreiche Informationen über das neue DVB-T2 HD Fernsehen erfahren Sie unter

www.dvb-t2hd.de


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