DAUN, 27.09.2016 - 15:01 Uhr
Digital-TV - Programme

Eins Plus und ZDF Kultur gehen – Junges Angebot von ARD und ZDF kommt

In der Nacht zum 1. Oktober 2016 verabschieden sich die beiden Digitalkänale „ZDF Kultur“ und „Eins Plus“. Zeitgleich kann dann, nach der Ratifizierung des 19. Rundfunkänderungsstaatsvertrags in allen 16 Landtagen, das gemeinsame öffentlich-rechtliche „Junge Angebot von ARD und ZDF“ zeitgleich im Netz starten. Der Wechsel geschieht vorbehaltlich der noch ausstehenden letzten Ratifizierung durch die Landesparlamente.

ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut: „ZDF Kultur wird uns fehlen, aber klar ist auch: Wir müssen sparen, wenn wir etwas Neues wie das Junge Angebot machen. Und wir haben dafür gesorgt, dass die wichtigsten ZDF Kultur-Formate weitergeführt werden. Im Hauptprogramm und mit 3sat und ARTE haben wir Sendeplätze für Kultursendungen aller Art.“

Die Konzertübertragungen aus Wacken und vom „Hurricane“-Musikfestival sind Sendungen, die bereits vor dem endgültigen Aus für ZDF Kultur eine neue Heimat bei 3sat und ARTE gefunden haben. Fortgeführt bei den ZDF-Partnersendern werden auch prägende Formate wie die Konzertreihe „ZDF@bauhaus“ sowie die Magazine „kulturpalast“ und „Bauerfeind“. Tragende Programmsäulen von ZDF Kultur waren Popkultur und alle Formen des Spiels - vom Theaterspiel bis zur Netz- und Computerspielkultur. Popmusik bildete ein wesentliches Element des ZDF Kultur-Programms, vor allem auch Musikrichtungen wie Heavy Metal, Hip-Hop, Jazz oder Electronic Music fanden in ZDF Kultur ihre Heimat.

Moderatoren wie zum Beispiel Jan Böhmermann oder Jo Schück waren in ZDF Kultur erstmals mit eigenen Formaten in ZDF-Programmen zu sehen. Jo Schück stand unter anderem für „DER MARKER“ vor der Kamera, bevor er die Moderation des ZDF-Kulturmagazins „aspekte“ übernahm. Jan Böhmermann startete bei ZDF Kultur mit der wöchentlichen Gesprächssendung „Roche und Böhmermann“, bevor er zu ZDF Neo wechselte und schließlich auch einen festen Sendeplatz im Hauptprogramm bekam.

Bereits zum 1. Januar 2014 war ZDF Kultur auf ein Schleifen- und Wiederholungsprogramm umgestellt worden, nachdem das ZDF angeboten hatte, den Digitalsender zugunsten des Jungen Angebots von ARD und ZDF einzustellen. Erstmals auf Sendung ging ZDF Kultur am 7. Mai 2011. Der Sender war Teil der ZDF-Digitalstrategie, zu der auch ZDF Neo und ZDF Info gehören. Vorgänger war der ZDF Theaterkanal, der Ende der 90er Jahre im Rahmen der Erprobung neuer digitaler Sendetechnologien eingerichtet worden war.

Auch Eins Plus geht - das Junge Angebot kommt

Auch Eins Plus, das digitale Wissens- und Serviceprogramm der ARD, stellt am 30. September 2016 um Mitternacht Uhr den Sendebetrieb ein. Damit folgt auch der vom Südwestrundfunk (SWR) verantwortete Sender einer Vorgabe der Ministerpräsidentenkonferenz vom 17. Oktober 2014.

Das Junge Angebot von ARD und ZDF startet am 21. Oktober im Netz

SWR Intendant Boudgoust: Eins Plus hat Pionierarbeit geleistet SWR Intendant Peter Boudgoust: „Eins Plus hat gerade mit seinen jungen Formaten Pionierarbeit geleistet. Es war Experimentierlabor und Programmwerkstatt. Die Erfahrungen und Kompetenzen, die bei Eins Plus aufgebaut wurden, kommen dem SWR an vielen Stellen zu-gute, so auch beim Jungen Angebot. Mit diesem Onlineangebot werden wir nun noch zielgenauer dem ansonsten drohenden Generationenabriss entgegentreten können.“

ARD-Vorsitzende Wille: Die ARD kann jung

Die ARD-Vorsitzende Prof. Dr. Karola Wille: „Die ARD kann jung, das galt schon für Eins Plus und das wird noch mehr auf das Junge Angebot zutreffen. Jetzt können wir den jungen Menschen mit unseren Angeboten noch besser dort begegnen, wo sie sich hauptsächlich aufhalten: In der nichtlinearen Welt, auf mobilen Endgeräten, auf Smartphones und Tablets.“

Mit dem Namen Eins Plus trat der Sender innerhalb des ARD-Digitalangebots erstmals im Jahr 2005 auf. Unter dem Motto „Mehr fürs Leben“ konzentrierte sich das Programm hauptsächlich auf Service-, Ratgeber- und Wissenssendungen. Ab 2012 erweiterte Eins Plus sein Angebot vor allem am Abend um Programme für Jugendliche und junge Zuschauer, bestehend aus Magazinen, Konzerten, Informationen, Shows, Comedy, Serien und Filmen.


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