DAUN, 23.12.2022 - 14:00 Uhr
Digital-TV - Satellit

Eutelsat will russische und iranische Sender auf seinen Satelliten abschalten

Nachdem die französische Medienregulierungsbehörde Arcom den französischen Satellitenbetreiber Eutelsat aufforderte, die Verbreitung von drei russischen Sendern auf ihrer Plattform einzustellen (INFOSAT berichtete), hat das Unternehmen mit einem Statement reagiert, die die Abschaltung der Sender verkünden.

In einer Erklärung zur Aussetzung der Sendetätigkeiten bestimmter Kanäle in Russland und im Iran, teilte der Satellitenbetreiber Eutelsat am 23. Dezember mit:

Eutelsat setze so bald wie möglich alle restriktiven Maßnahmen für Rundfunkaktivitäten um, die von den zuständigen Regulierungsbehörden Frankreichs und der Europäischen Union im Einklang mit seinen Verpflichtungen verabschiedet wurden. Wie der Pariser Satellitenbetreiber mitteilte, habe das Unternehmen seit dem 21. Dezember 2022 die russischen Sender „Rossiya One“, „Pervyi Kanal“, „NTV“ und „RT“ abgeschaltet.

Das Statement von Eutelsat in Bezug auf Russland lautet:

  • Gemäß der Entscheidung der französischen Regulierungsbehörde für audiovisuelle und digitale Kommunikation (ARCOM) vom 14. Dezember 2022 habe Eutelsat jegliche Beteiligung an der Ausstrahlung von drei Kanälen „Rossiya One“, „Pervyi Kanal“ und „NTV“, innerhalb der vorgeschriebenen 7-Tage-Einhaltung beendet.

Eurasia Worldwide auf Eutelsat 13° Ost, Screenshot vom 23.12.2022 (12.05 Uhr) Der russisch/kasachischsprachige Sender „Pervyi Kanal Eurasia“ ist aktuell laut dem internationalen Satellitenportal „Lyngsat“ europaweit über Satellit Hot Bird 13° Ost zu empfangen: www.lyngsat.com/tvchannels/ru/Perviy-kanal-Eurasia.html. Der Kanal ist auf der Frequenz 10.815 H, SR 27500, FEC 5/6 unter der Kennung „Eurasia Worldwide“ zu finden. Der Kanal ist, laut Wikipedia-Angaben, ein kasachischer Fernsehsender mit Sitz in Almaty und strahlt in russischer und kasachischer Sprache aus. www.1tv.kz

Dazu das Statement von Eutelsat: Pervyi Kanal Eurasia sei ein kasachischer Kanal, der nichts mit dem sanktionierten russischen Kanal zu tun habe.

RenTV

  • Gemäß der Verordnung 2022/2474 des Rates der Europäischen Union (EU) vom 16. Dezember 2022 werden diese drei Kanäle sowie ein vierter, RenTV, den Sanktionen unterliegen, wenn dies vom Rat bis zum 1. Februar 2023 entsprechend bestätigt wird mit der Mitteilung 2022/C 481 I/04 des Rates vom 19. Dezember 2022.

RT

  • Eutelsat habe bei der Durchführung bzw. Vorbereitung der Durchführung der oben genannten Maßnahmen auch sichergestellt, dass es nicht an der Ausstrahlung von RT News in Russland beteiligt ist. Darüber hinaus überprüfe Eutelsat regelmäßig seine Vertriebspartner weltweit, um sicherzustellen, dass die Bestimmungen von Artikel 2(f) der EU-Verordnung 2014/833 über das Sendeverbot bestimmter russischer Kanäle vollständig eingehalten werden.

RT Arabic HD auf Eutelsat 13° Ost, Screenshot vom 23.12.2022 (11.08 Uhr) Der Russische Sender „RT ARABIC HD“ ist aktuell laut dem internationalen Satellitenportal „Lyngsat“ europaweit über Satellit Hot Bird 13° Ost zu empfangen: https://www.lyngsat.com/tvchannels/ru/RT-Arabic.html. Der Kanal ist auf der Frequenz 12.576 H, SR 27500, FEC 3/4, DVB-S2 – 8PSK zu finden.

Dazu das Statement von Eutelsat:  RT Arabic werde nicht gemäß Verordnung 833/2014 sanktioniert. Eutelsat sei nicht verantwortlich für die Nichtaufnahme dieses spezifischen Kanals von RT in die Liste der Sanktionen gegen RT. Diese Angelegenheit sei seit März Gegenstand zahlreicher Gespräche zwischen Eutelsat und den zuständigen französischen und europäischen Behörden, ohne dass sich die Situation zu diesem Zeitpunkt geändert habe.

In Bezug auf den Iran, verkündete Eutelsat ebenfalls die Einstellung einiger Programme:

  • Gemäß der EU-Verordnung 2022/2428 des Rates vom 12. Dezember 2022 habe der französische Betreiber Eutelsat alle Rundfunkaktivitäten im Zusammenhang mit der Islamischen Republik Iran (IRIB) eingestellt.

Die Programme wurden bislang über Satellit Hot Bird 13° Ost über die Frequenz 10.775 H, SR 29900, FEC 3/5 (DVB-S2 8PSK) übertragen. Die Programme wurden nach einem Sendersuchlauf nicht mehr eingelesen.

 


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