DAUN, 29.04.2022 - 10:00 Uhr
Digital-TV - Satellit

Fernsehen via Satellit: Zehn Jahre Digital statt Analog - und in HD

Am 30. April 2022 stehen gleich zwei Jubiläen bevor, die die Fernsehwelt weitreichend veränderten. Mit dem Abschied der analogen TV-und Radiosignale über Satellit Astra 19,2° Ost vor zehn Jahren erfolgte gleichzeitig der Startschuss der digitalen Ausstrahlung der öffentlich-rechtlichen Sender von ARD und ZDF im HD-Format. INFOSAT blickt auf die Geschichte des digitalen Wandels zurück.

Den kompletten Artikel lesen Sie in der neuen Vivanty Ausgabe Mai 2022, die ab sofort als Einzelheft als E-Paper oder hier im Abo erhältlich ist.

Obwohl das Zeitalter digitalen Fernsehens bereits vor knapp 26 Jahren (28. Juli 1996) über den Satellitenempfangsweg begann, dauerte es fast 16 Jahre, bis man sich endgültig vom alten analogen Übertragungsstandard verabschiedete. Am 30. April 2012 war es dann soweit. Um 3:00 Uhr in der Früh wurde die analoge Satellitenübertragung für Fernsehen und Radio in Deutschland eingestellt. Das Ende dieser Ära bereitete zugleich den Weg für den weiteren Ausbau des hochauflösenden Fernsehens. Bereits zwei Stunden später, um 5:00 Uhr, starteten in HDTV die Dritten Programme von BR, NDR, SWR und WDR mit ihren jeweiligen regionalen Angeboten. Auch PHOENIX, 3sat und KiKA, die Partnerprogramme von ARD und ZDF, kamen in HD hinzu.

Meilenstein in der Geschichte des Fernsehempfangs

Der analoge Switch-Off machte gleichzeitig den Weg frei zahlreiche weitere Programme in hochauflösender Bildqualität starten zu können. Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des Fernsehempfangs, der bis heute dazu beiträgt, klassisches Fernsehen auf immer größeren Bildschirmen zu nutzen.

„Freiheit, die vom Himmel kommt“ schärfer denn je

In Anbetracht dessen, dass alle UHD-, bzw. HD-fähigen Empfangsgeräte abwärtskompatibel auch TV-Sender in niedriger ausgestrahlter Bildqualität (SD) empfangen können, ist die Programmvielfalt für Satellitenhaushalte in Deutschland im Vergleich zu Kabelhaushalten nach wie vor Spitzenreiter. Ein großer Vorteil für Sat-Haushalte ist dabei die unfassbar große Anzahl der unverschlüsselt ausgestrahlten TV-Sender.

Betrachtet man die Entwicklung der letzten zehn Jahre, wie viele HD-Sender allein über das Astra Satellitensystem 19,2° Ost digital und unverschlüsselt ausgestrahlt werden, hat sich die HD-Programmvielfalt in den letzten zehn Jahren nahezu verzehnfacht. Die sogenannte „Freiheit, die vom Himmel kommt“ ist zehn Jahre nach dem analogen Switch-Off nicht nur komplett digital, sondern sogar schärfer denn je.

SD-Abschaltung als nächsten Schritt

Wenn auch die öffentlich-rechtlichen Sender von ARD und ZDF sich noch zurückhalten, der Countdown zum „Switch-Off der SD-Ausstrahlung“ hat längst begonnen. Den Anfang machte ARD alpha, der im September 2019 als letzter ARD-Kanal auch in hoher Bildauflösung (HD) auf dem Astra Satellitensystem in den Regelbetrieb überging. Jetzt war es der erste TV-Sender der ARD der seine Ausstrahlung via Satellit in SD beendete. Am 14. Dezember 2021 stellte die ARD die SD-Signale ein.

Bereits vor zwei Jahren plante die ARD zumindest bei einigen Sendern die SD-Verbreitung einzustellen.

Handel und Industrie waren bereit, die Verbraucher informiert, doch dann kam Corona: Die ARD hielt es angesichts der Corona-Krise nicht für angemessen, die für Januar 2021 angekündigte Abschaltung der SD-Verbreitung ihrer Fernsehprogramme auf dem Astra-Satellitensystem (19,2° Ost) durchzuführen.

SD-Abschaltpläne wieder aus der Schublade geholt

Laut INFOSAT-Informationen hat die ARD aber die SD-Abschaltpläne wieder aus der Schublade geholt: Der Öffentlich-rechtliche Sender führte Ende März eine Arbeitsgruppe zusammen, die sich dem Thema SD-Switch-off angenommen hat. Geplant ist wohl zunächst die Abschaltung des Transponders 51 (Frequenz 10.744 H, SR 22000, FEC 5/6). Betroffen von der Abschaltung wären demzufolge die Sender ARTE, EinsPlus, One, tagesschau24 und phoenix. Welcher Termin für die Abschaltung anvisiert ist, erfahren Sie in der aktuellen Vivanty, No. 96, Ausgabe Mai 2022.

Lesen Sie mehr in der Vivanty Ausgabe Mai 2022, die ab sofort als Einzelheft als E-Paper oder hier im Abo erhältlich ist.

 


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