DAUN, 20.03.2020 - 10:43 Uhr
Digital-TV - Radio

Hessischer Rundfunk baut Programmangebote im TV, Radio und Netz um

Aktuelle und regionale Informationen oberste Priorität

Der Hessische Rundfunk (hr) baut wegen der Corona-Krise sein Angebot für die Nutzerinnen und Nutzer deutlich um. Oberste Priorität haben aktuelle und regionale Informationen – im hr-fernsehen, den hr-Radioprogrammen und im Netz.

Dafür werden zum Beispiel im hr-fernsehen die bestehenden redaktionellen Ressourcen gebündelt, um in den Ratgebersendungen sowie den aktuellen Sendungen wie „Maintower“ und der „Hessenschau“ noch ausführlicher auf die Entwicklungen eingehen zu können.

Deshalb entfallen ab der kommenden Woche bis nach Ostern die Magazinsendungen „defacto“, „MEX“, und „Alles Wissen“. Nach der „Tagesschau“ werden die Sondersendungen aus dem Ersten auch im hr-fernsehen gezeigt, und im Anschluss daran verstärkt „Hessen extra“-Ausgaben mit Hilfe von Expertinnen und Experten auf Fragen der Menschen in Hessen eingehen, die die Redaktion rund um die Corona-Thematik erreicht haben.

Außerdem verstärkt der hr auch die regionalen Informationen auf digitalen Kanälen. So liefert zum Beispiel ein Ticker auf hessenschau.de laufend aktuelle Nachrichten. Aus der Rubrik „Das Thema“ beim Radioprogramm hr-iNFO wird „Corona kompakt“. Der Podcast bietet zweimal täglich umfangreiche Updates aus Hessen und der Welt.

Kinderprogramm in der hr-Mediathek

Für die zu Hause gebliebenen Kinder stellt der hr das Angebot in der Mediathek um. Dort gibt es unter anderem ein Wiedersehen mit der „Augsburger Puppenkiste“ und weitere spezielle Inhalte für Kinder, etwa Filme der KiKa-Reihe „Schau in meine Welt“.

„Wir haben es mit einer Situation zu tun, wie es sie in der Geschichte Hessens noch nicht gegeben hat“, so hr-Intendant Manfred Krupp. „Wir wollen die Menschen aktuell und auf allen Kanälen informieren, aber sie auch dabei unterstützen, mit dieser Lage bestmöglich umzugehen. Deshalb sind weitere Programmaktionen in Vorbereitung. Die Menschen Vertrauen auf unsere Berichterstattung, das merken wir schon jetzt. Die Übertragung der Pressekonferenz der Landesregierung am vergangenen Freitag hatte allein in Hessen mehr als eine halbe Million Zuschauer, bei einer gemeinsamen Call-in-Sendung der hr-Hörfunkwellen gab es zahlreiche Anrufe und hessenschau.de hatte die zweithöchste Nutzerzahl seit Bestehen der Seite. Mit den Änderungen im Programm stellen wir sicher, dass die Menschen sich auch weiter auf uns verlassen können.“

Angebote für Schüler, Eltern und Lehrer

Auf hr.de/wissen-plus gibt es unter dem Motto „Schule zu? Hier geht Lernen weiter!“ für Schulkinder, Lehrkräfte und Eltern eine Vielzahl an Angeboten mit Materialien zum Selbstlernen. Der Hessische Rundfunk und das Netzwerk Rundfunk und Schule, eine Kooperation zwischen dem hr und Hessischem Kultusministerium, stellen hierfür zu unterschiedlichen Themen unter anderem Arbeitsblätter und für den Unterricht aufbereitete hr-Sendungen zur Verfügung. Das Angebot wird derzeit weiter ausgebaut und reicht von medienspezifischen Themen wie Hate Speech über Wissensreihen wie dem hr2-Kinderfunkkolleg und dem Funkkolleg von hr-iNFO bis hin zur multimedialen Aufbereitung geschichtlicher Ereignisse.

Interreligiöses Gespräch auf hr2-kultur

In der gemeinsamen Facebook-Gruppe der Radioprogramme hr3 und YOU FM „Zusammen sind wir Hessen“ mit über 15.000 Teilnehmern können sich die Menschen gemeinsam austauschen, Ideen für die Zeit mit den Kindern zu Hause sammeln, sich gegenseitig ihre Hilfe anbieten oder um Unterstützung im Alltag bitten. Alle Informationen und Service für die Menschen im Land gibt es natürlich auch im laufenden Programm auf hr1, hr3, YOU FM, hr4 und hr-iNFO. Am Freitag, 20. März, sendet hr2-kultur zudem ab 18 Uhr in „Der Tag extra“ ein interreligiöses Gespräch über die Frage, was Religionen aktuell für die Gesellschaft tun können.


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