DAUN, 03.02.2014 - 11:42 Uhr
Kabel - Digital-TV

FRK: „Endlich Bewegung bei Digitalisierung der Kabelnetze“ - Sächsisches Landesmediengesetz sieht Kabel-Analogabschaltung zum Jahresende vor

Der Fachverband Rundfunk- und BreitbandKommunikation (FRK) begrüßt die in Sachsen gesetzlich vorgeschriebene Abschaltung der analogen Kabelsignale zum Jahresende. „Durch das Sächsische Privatrundfunkgesetz vom 21.02.2004 wird endlich Chancengleichheit zwischen den mittelständischen unabhängigen Kabelnetzbetreibern (uKNB) und den ausschließlich im Besitz angelsächsischer Finanzkonglomerate befindlichen großen deutschen Kabelnetzbetreiber geschaffen“, erklärte der FRK-Vorsitzende Heinz-Peter Labonte am 3. Februar in Leipzig. Anlass ist das Schreiben der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk (SLM), in dem die SLM jetzt rechtzeitig zu Jahresbeginn nochmals auf diese zukunftsweisende Gesetzesvorschrift hinwies. Damit werde insbesondere den großen Kabelnetzbetreibern ausreichend Gelegenheit gegeben, die technisch anspruchsvolle bisher in ihren Netzen verhinderte Umstellung nunmehr im Rahmen der Gesetzesvorschriften zu meistern. Die übergroße Mehrzahl der uKNB habe bereits 2012 auf Digitalempfang umgestellt und ihre Kunden schon damals entsprechend informiert, hieß es.

FRK: Abschaltung nicht auf „Sankt-Nimmerleinstag“ verschieben

Der FRK spreche sich gegen Versuche der großen Kabelnetzbetreiber wie der Tele Columbus aus, auch im Sächsischen Privatrundfunkgesetz den analogen Abschaltzeitpunkt „auf den Sankt-Nimmerleinstag“ zu verschieben. Vielmehr sei es angebracht, dass auch die übrigen Bundesländer endlich die bereits 1989 getroffene Entscheidung, bis 2010 die analoge Rundfunkverbreitung abzuschalten, im Kabel in die Tat umsetzten. Dies sei ja auch, wenn auch mit Verzögerung, bei der Satellitenverbreitung bereits 2012 geschehen. „Die frühzeitige Mitteilung der Sächsischen Landesmedienanstalt gibt auch den Wohnungsgesellschaften und ihren Mietern die Gelegenheit, sich rechtzeitig auf den digitalen Empfang im Kabel umzustellen. Wir unabhängigen Kabelnetzbetreiber haben die Erfahrung gemacht, dass die Kunden mit der Umstellung sehr gut zurechtgekommen sind, wenn die Netzbetreiber einen entsprechenden Service vorhalten. Insofern gehen wir davon aus, dass der Sächsische Landtag sich nicht von dem zu erwartenden, mit Servicebequemlichkeit zusammenhängenden, anschwellenden Sturm der Entrüstung der Wohnungsgesellschaften und der großen Kabelnetzbetreiber beeindrucken lässt, die ihrerseits offensichtlich ihre Mieter bzw. Kunden für unbeholfener halten als sie sind“, erklärte Labonte abschließend.

www.kabelverband-frk.de

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