DAUN, 28.06.2018 - 14:51 Uhr
Kabel - Entertainment

FRK fordert Transportentgelte für mittelständische Kabelnetzbetreiber

Nachdem keine außergerichtliche Einigung zwischen dem FRK und den öffentlich-rechtlichen Sendern erzielt werden konnte, plant der Fachverband FRK die Situation vom Bundeskartellamt überprüfen zu lassen. Dabei vertritt der Interessensverband den Standpunkt, dass die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zur Gleichbehandlung– und damit auch ebenfalls zur Zahlung eines Entgelts an mittelständische und kleine Kabelnetzbetreiber verpflichtet seien.

Hintergrund für die Auseinandersetzung waren Presseberichte über eine Einigung von ARD und ZDF mit den Kabelnetzbetreibern Vodafone und (zum Teil) Unitymedia, die die Einspeisung weiterer HD-Sender und Mediathekeninhalte der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten umfassen soll. Dabei sollen die öffentlich-rechtlichen Sender für die Kabelverbreitung ihrer regulären, linearen Sender als Teil des Grundpakets auch Transportentgelte (Einspeiseentgelte) zahlen. Dies sei von einer Vodafone-Sprecherin gegenüber dem Brancheninformationsdienst MediaLABcom ausdrücklich bestätigt worden. Auch eine Einigung mit Unitymedia sei erzielt worden, allerdings nur mit der ARD.

„Es kann nicht sein, dass die öffentlich-rechtlichen Rundfunksender ihre Marktmacht ausnutzen und den Antennengemeinschaften, mittelständischen und kleinen Kabelnetzbetreibern die Zahlung von Entgelten verwehren, die sie den beiden marktbeherrschenden Kabelnetzbetreibern gewähren“, erklärte hierzu heute der Vorsitzende des Fachverbandes Rundfunk- und BreitbandKommunikation (FRK), Heinz-Peter Labonte.

Der FRK vertritt knapp 140 mittelständische Kabelnetzbetreiber auf den Netzebenen 3 und 4 sowie Infrastrukturanbietern, die gemeinsam über fünf Millionen Wohneinheiten in Deutschland mit Kabelfernsehen versorgen. Der Fachverband sieht sich insbesondere als Interessenvertretung der Antennengemeinschaften, kleinen und mittelständischen Kabelnetzbetreiber aus Handwerk und Wohnungswirtschaft. In dieser Funktion hatte der Verband die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD und ZDF kontaktiert, um Verträge abzuschließen, die seinen Mitgliedern ebenfalls ein Entgelt für die Einspeisung der Sendesignale in die Kabelnetze gewährleisten und so die Wettbewerbsvorteile der Marktbeherrscher ausgleichen.


Diesen Artikel:
  • print Drucken
  • Bookmark Bookmarken

QR-Code mit dem Handy Scannen und diese(n) Seite / Artikel online Lesen:

 

Google QR Code Generator

QR Code for https://www.infosat.de/digital-tv/kabel/frk-fordert-transportentgelte-f-r-mittelst-ndische-kabelnetzbetreiber
Oops... Sie benutzen eine zu alte Browserversion. Um die Seite Korrekt darzustellen benutzen sie bitte mindestens den Internet Explorer 8.
navigateup

Für die Ansicht der mobilen INFOSAT Webseite drehen Sie bitte ihr Handy.