DAUN, 04.08.2020 - 12:43 Uhr
Digital-TV - Programme

NLM beanstandet irreführende Werbung bei Channel21

Die Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) hat auf Beschluss der Kommission für Zulassung und Aufsicht zwei Fälle von irreführender Werbung im Programm der Teleshopping-Senders Channel21 beanstandet.

Am 3. und 9. April 2020 wurden nach Angaben der Medienwächter Wiederholungen der Verkaufssendung „Stefanshof“ ausgestrahlt, die nicht als „Wiederholung“ gekennzeichnet wurden. Zudem seien die Verbraucher durch die eingeblendeten „Verfügbarkeits-Countdowns“ der Waren über die jeweils noch verfügbaren Stückzahlen in den Wiederholungssendungen nicht korrekt informiert worden. Diese seien bei allen Wiederholungssendungen identisch gewesen.

Nach § 7 Abs. 1 Nr. 3 des Rundfunkstaatsvertrags (RStV) dürfen Werbung und Teleshopping nicht irreführen oder den Interessen der Verbraucher schaden.

Konkrete Sanktionen drohen dem Sender zunächst nicht. Für den Fall, dass Channel21 nach der Beanstandung die beanstandete Praxis fortführt, können jedoch weitere Maßnahmen erfolgen, wie eine NLM-Sprecherin gegenüber InfoDigital erklärte. Diese ergeben sich aus § 38 Abs. 2 RStV:  Beanstandung, Untersagung, Rücknahme oder Widerruf der Zulassung.

§ 7 Abs. 1 Nr. 3 RStV ist laut der NLM-Sprecherin nicht als Bußgeldtatbestand ausgestaltet, so dass die Verhängung eines Bußgelds nicht möglich sei. Allerdings sei die anfallende Gebühr zu zahlen.

Von Dr. Jörn Krieger


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