DAUN, 09.08.2022 - 11:52 Uhr
Digital-TV - Programme

Phoenix mit drei aktuelle Dokus zu Hitzerekorden und Waldbränden

Phoenix – der Ereignis- und Dokumentationskanal von ARD und ZDF, blickt am 11. August ab 20.15 Uhr mit drei aktuellen Dokumentationen auf das Thema Erderwärmung und Klimawandel.

Durch den Klimawandel nehmen die Wetterextreme zu und Europa ächzt gerade unter Hitze und Dürre. Mit der Hitze kommt die Trockenheit und mit der Trockenheit die Waldbrände. Ob in Frankreich, Portugal, Berlin oder der sächsischen Schweiz: Auch in diesem Sommer verschlingen die Flammen wieder riesige Waldflächen, gefährden Menschen, Tiere und ganze Ökosysteme.

Wie ergeht es den Menschen, die den Klimawandel an vorderster Front erleben und sich an Temperaturen von bis zu 50 Grad gewöhnen müssen? Die Dokumentation „Leben bei 50 Grad – Wenn Hitze zur Bedrohung wird“ begleitet Menschen in Mexiko, dem Irak, Australien und anderen Orten der Welt, an denen es extrem heiß geworden ist. Die Beherrschung des Feuers war ein entscheidender Schritt in der Weiterentwicklung des Menschen, doch angesichts massiver Waldbrände geht die Doku „Faszination Erde: Planet in Flammen“ der Frage nach, ob wir verlernt haben, das Feuer zu beherrschen. Anschließend blickt das Doku-Format „Grauzone“ auf verschiedene Sichtweisen zum Thema: Wachstum und neue Techniken oder Verzicht – wie lässt sich das Klima retten?

ab 20.15 Uhr: Leben bei 50 °C – Wenn Hitze zur Bedrohung wird

Die letzten sieben Jahre waren die heißesten, die jemals auf unserem Planeten gemessen wurden. Die Zahl der Tage, an denen die Temperatur an einigen Orten der Erde 50 °C und mehr erreicht, hat sich seit den 1980er-Jahren verdoppelt. Welche Auswirkungen hat das auf die Menschen, die an der „vordersten Front“ des Klimawandels leben? „Die Story im Ersten: Leben bei 50 °C“ zeigt in einer eindrücklichen Reportage, wie sich der Alltag von Menschen durch die extreme Hitze verändert, wie der Zugang zu Wasser und erträglichen Lebensbedingungen – besonders für arme Menschen – immer schwieriger wird.

„Leben bei 50° C“ erzählt Geschichten von Menschen an extrem heißen Orten, die mit Einfallsreichtum und Widerstandsfähigkeit um ihr Überleben kämpfen oder um Anpassung ringen. Die Story begleitet sie in Mexiko, dem Irak, Australien und anderen Orten auf der Welt, an denen es 50 Grad heiß wird.

21.00 Uhr: Faszination Erde: Planet in Flammen

Wir blicken auf ein schlimmes Jahrzehnt voller Brandkatastrophen zurück. Und die Aussichten sind nicht minder düster: Bei einer globalen Temperaturerhöhung um zwei Grad wird sich die Zahl der Tage, an denen es heiß und trocken genug für Wildfeuer ist, allein im Mittelmeerraum mehr als verdoppeln. Die zunehmende Brandgefahr geht zum Großteil auf das Konto von uns Menschen. Haben wir verlernt, das Feuer zu beherrschen?

In Sibirien verbrannte 2021 eine Fläche so groß wie Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zusammen. Australien, vor allem der Südosten, wurde im sogenannten Black Summer 2019/20 verwüstet, und Kalifornien meldete für einzig für die Saison 2021 mehr als 8.000 Brände – ein neuer Rekord nach dem Rekord im Vorjahr. Auch Europa wurde schwer getroffen. Eine der schlimmsten Feuersbrünste der letzten Jahre wütete in Portugal. 2017 entzündete sich bis in den Herbst ein Großbrand nach dem anderen. Allein an einem einzigen Tag im Oktober brachen 443 Feuer aus.

Vor mehr als einer Million Jahren überwanden unsere Vorfahren ihre Urangst vor den Flammen und machten sie sich zu Diensten. Durch die Beherrschung des Feuers konnten sie sich neue Nahrungsquellen erschließen – ein entscheidender Fortschritt: Gegartes, ob Fleisch oder Pflanzen, ist leichter verdaulich, hat mehr Nährwert und weniger Keime. Es ermöglichte so die Weiterentwicklung des menschlichen Gehirns und des Muskelapparats. Die Herrschaft über das Feuer war wohl die wichtigste technologische Revolution der Menschheit. Wir wurden zur erfolgreichsten Spezies des Planeten und konnten Klimazonen erobern, die eigentlich zu kalt für uns waren. Seither sind wir abhängig von der Energie, die im Feuer steckt.

Mit der steigenden Nutzung fossiler Brennstoffe gefährden wir jedoch ein uraltes Gleichgewicht. Satellitendaten offenbaren, dass es mancherorts heute mehr und intensiver brennt als in den letzten Jahrzehnten. Wildfeuer setzen global fast ein Viertel so viel CO2 jährlich frei, wie durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe entsteht. Das meiste davon wird wieder gebunden, wenn die Vegetation nachwächst. Doch wenn dafür in Zukunft nicht mehr genügend Zeit bleibt, dann werden Wildfeuer die Klimakrise verschärfen. Haben wir die Herrschaft über das Feuer inzwischen verloren?

21.45 Uhr: Klima retten - Wachstum oder Verzicht?

„Auf einem endlichen Planeten ist unendliches Wachstum nicht möglich“, sagt der Schweizer Ökonom Mathias Binswanger. Das spricht für Verzicht. Andere sagen: Nur durch Wachstum und neue Techniken ließe sich der Klimawandel stoppen. Eine Grauzone.

Yasmin Polat und Christian Stöcker gehen den Fragen nach und treffen unter anderen Aktivistinnen und Aktivisten der „Letzten Generation“. Sie fordern Verzicht: Seit Wochen kleben sie sich auf Straßen fest, blockieren den Verkehr, hindern Hunderte Autofahrer daran, zur Arbeit zu kommen. Sie fordern von der Bundesregierung den Verzicht auf die Förderung von Nordseeöl. „Es tut mir leid, aber wir müssen auch sagen, dass die Menschen, die da gerade im Verkehr sitzen, die sind, die später potenziell kein Essen mehr haben, deren Haus in einer Flut kaputtgeht“, sagt Aimée van Baalen, die sich mitten auf der Kreuzung am Frankfurter Tor in Berlin auf den Asphalt geklebt hat. Einige Passanten reagieren mit Wut, andere aber teils auch mit Applaus auf die Aktion der „Letzten Generation“.

Die Doku-Reihe „ZDFzoom: Grauzone“ behandelt kontroverse Themen und stellt sich gegen ein vereinfachtes Schwarz-Weiß-Denken. Die Hosts decken Missstände in ihrer Komplexität auf und lassen Menschen mit ganz unterschiedlichen Sichtweisen zu Wort kommen. Ziel ist auch ein Verstehenwollen der „Gegenseite“. Das Doku-Format vermittelt zugleich fundiertes Wissen über ein Thema, damit sich die Zuschauerinnen und Zuschauer in aktuellen Fragen aus der eigenen Lebensrealität eine Meinung bilden können.

 


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