DAUN, 19.05.2022 - 12:46 Uhr
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Sky Original Doku über Olympia-Attentat von 1972 startet im September

Das Sky Original Doku-Drama „1972 - Münchens schwarzer September“ rekonstruiert den Verlauf des Münchner Olympia-Attentats am 5. September 1972 aus drei Perspektiven - die der Opfer, der Polizisten und der Attentäter - und verwebt die sehr persönlichen Geschichten ausgewählter Protagonisten mit dem politischen Kontext des Attentats.

Mit beeindruckendem Archivmaterial, zahlreichen, bisher zum Teil unbekannten Zeitzeugen aus Deutschland, Libanon, Jordanien, Israel und Westjordanland und hochwertigen Spielfilmszenen ist den Machern laut Sky „ein genauso aufschlussreicher wie bewegender Film gelungen“. Zum ersten Mal überhaupt tritt in „1972 - Münchens schwarzer September“ Guido Schlosser vor die Kamera, der als junger Polizist für den Einsatz gegen die Terroristen auf dem Flugplatz Fürstenfeldbruck ausgewählt wurde.

Die Olympischen Sommerspiele in München sollten ein Fest des Sports und der Völkerverständigung werden. Doch acht palästinensische Kämpfer der Terrororganisation Schwarzer September zerstören diesen Traum. In den frühen Morgenstunden des 5. September 1972 überfallen sie das israelische Mannschaftsquartier und nehmen elf Sportler und Trainer als Geiseln. Stundenlang wird verhandelt, ein Ultimatum reiht sich erfolglos ans nächste. Die Befreiung der Geiseln aus der Wohnung im Olympischen Dorf scheint unmöglich. Für den letzten Versuch einer Rettungsaktion werden die Attentäter mit den Geiseln in Helikoptern zu einem Flugplatz im nahegelegenen Fürstenfeldbruck geflogen. Dort sollen sie von Scharfschützen ausgeschaltet oder, sollte dies nicht gelingen, von einer Gruppe junger Polizisten überwältigt werden, die in einem vermeintlichen Fluchtflugzeug wartet. Doch der Einsatz endet in der Katastrophe: Am nächsten Morgen sind alle Israelis, fünf Palästinenser und ein deutscher Polizist tot.

Am 5. September 1972 kreuzen sich die Leben dieser Menschen auf schicksalhafte, fatale Weise. Dieser Tag wird sie für immer verfolgen, für immer verbinden. „1972 - Münchens schwarzer September“ begleitet drei Beteiligte, auf deren Leben die Nacht von Fürstenfeldbruck bis heute ihre Schatten wirft. So wie auf das von Ankie Spitzer, deren Mann Andrei 27 Jahre alt und gerade Vater geworden ist, als er von den Palästinensern getötet wird. Sie kämpft bis heute darum, dass die Verantwortlichen für die vergebliche Befreiung ihres Mannes zur Rechenschaft gezogen werden. Oder auf das von Jamal al Gashey. Der jüngste der Attentäter überlebt und muss mit seiner Schuld und der Angst vor Rache leben. Und nicht zuletzt auf das von Guido Schlosser, der zum Zeitpunkt des Attentates gerade 21 Jahre alt ist und sich freiwillig für den Einsatz in Fürstenfeldbruck meldet. Er wird der Gruppe junger Polizisten zugeteilt, die die Attentäter in einem Täuschungsmanöver im vermeintlichen Fluchtflugzeug überwältigen sollen, schließlich aber den Befehl verweigern. 50 Jahre später will Guido Schlosser aus dem Schatten der noch immer schwelenden Schuldzuweisungen heraustreten und den Opferfamilien die Wahrheit über die Polizisten erzählen, die das Flugzeug verließen und fortan als Feiglinge galten. Dafür begibt er sich auf eine bewegende Reise nach Israel, auf der er sich nicht nur seinen schmerzhaften Erinnerungen stellt, sondern auch der Begegnung mit Anke Spitzer und den anderen Opferfamilien.

Christian Asanger, Vice President Entertainment Sky Deutschland: „Das Attentat auf die Olympischen Spiele 1972 zählt bis heute zu den einschneidendsten Ereignissen der deutschen Nachkriegsgeschichte. 50 Jahre später geht das Sky Original ,1972 - Münchens schwarzer September' vielen offenen Fragen mit einem neuen Blick auf zahlreiche Dokumente nach und lässt exklusive Zeitzeugen erstmals vor der Kamera zu Wort kommen. Mit einer Mischung aus Interviews und aufwändig produzierten fiktionalen Szenen wird der Anschlag so umfassend wie noch nie dokumentiert.“

Marcus Uhl, ausführender Produzent Bilderfest GmbH: „Unsere Idee war von Anfang an, in unserem Film sowohl der israelischen und deutschen wie auch der palästinensischen Perspektive Raum zu geben. In der Kombination aus diesem konsequent multiperspektivischen Ansatz und packenden fiktionalen Szenen erzählen wir das Olympia Attentat 72, wie es bisher noch nie erzählt wurde: als eine Geschichte von Verzweiflung, Schuld, Ohnmacht - und Hoffnung: der Hoffnung der Überlebenden und Hinterbliebenen, dass ihre Wunden heilen mögen und sie endlich Frieden finden können. Denn für sie ist München 72 auch 50 Jahre danach nicht vorbei.“


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