DAUN, 28.03.2018 - 09:21 Uhr
Digital-TV - Satellit

Start für Freenet TV über Satellit

Anlässlich des 1. Geburtstags von Freenet TV, das vor rund einem Jahr  über DVB-T2 HD startete, gab das Unternehmen am Montag die Details zum Launch eines gleichwertigen HD-Angebots über DigitalSat bekannt. Mit 22 privaten Programmen bringt Freenet TV Sat sogar drei Programme mehr als über Antenne.

22 private HD Programme

Damit umfasst Freenet TV via Satellit zum Start die 22 in Deutschland beliebtesten Privat-Programme in HD-Qualität. Hierzu gehören die TV-Sender der Mediengruppe RTL Deutschland (RTL HD, VOX HD, n-tv HD, NITRO HD, SUPER RTL HD und RTL II HD), der ProSiebenSat.1 Media SE (Sat.1 HD, ProSieben HD, Kabel eins HD, SIXX HD, Sat.1 Gold HD und Pro7 MAXX HD) sowie Sport1 HD, Eurosport 1 HD, TLC HD, DMAX HD, Disney Channel HD, Nick HD, MTV HD, Welt HD, Insight TV HD und Tele 5 HD. „Mit diesen Programmen ist ein Zuschauermarktanteil von 95 % abgedeckt“, erklärt Wolfgang Breuer, CEO der Media Broadcast GmbH.

Mit den 22 in Deutschland beliebtesten Privat-Programmen in HD-Qualität deckt Freenet TV über Satellit einen Zuschauermarktanteil von 95 % ab

Gratisphase zur Einführung

Zur Nutzung einer kostenlosen, dreimonatigen Gratisphase ist einzig eine Online-Registrierung mit einer gültigen E-Mail-Adresse und die Angabe der Gerätenummer des genutzten CI-Moduls bzw. Receivers notwendig. Wie bei freenet TV via Antenne kostet das Satelliten-Angebot nach Ablauf der Gratisphase monatlich 5,75 Euro. Die Bezahlung erfolgt monatlich per Bankeinzug oder über eine Guthabenkarte mit einer Laufzeit von 12 Monaten. Letztere kann im Handel oder online unter www.freenet.tv erworben werden.

Flexibel und einfach

Dabei profitieren die Zuschauer von besonders flexiblen Nutzungsmöglichkeiten: So lässt sich das bekannte freenet TV Modul gleichermaßen für Satellit als auch für den Empfang über Antenne nutzen. „Dies ist auch ohne Software-Update für das CI+ Modul möglich“, erläutert Breuer. „Der Wechsel zwischen den Empfangswegen lässt sich über das freenet TV-Kundenportal online binnen weniger Minuten mit wenigen Klicks durchführen. Mehrkosten für den Empfangswegwechsel entstehen dem Kunden dabei nicht.“ Den CI+ Anteil der Nutzer schätzt er im Vergleich zu DVB-T2 HD signifikant höher ein – auch weil die meisten aktuellen HD- und UHD-Fernseher über eine Sat-Empfangsmöglichkeit und eine CI+  Schnittstelle verfügen.

Das bekannte Freenet TV CI+ Modul kann sowohl via DVB-T2 HD als auch über SAtellit genutzt werden

TechniSat Komfort-Receiver

Mit dem TechniSat DIGIT S4 Freenet TV steht zum Start des Sat-Pakets aber auch ein Komfort-Receiver mit integriertem freenet TV-Entschlüsselungssystem (irdeto) zum Verkauf bereit. Laut Breuer sind schon jetzt Händler bekannt, die das Gerät zu einem Straßenpreis von 99 Euro anbieten werden. Mit einer vorsortierten HD-Programmliste und cleveren Aufzeichnungsfunktionen via USB, ist auch diese Option reizvoll.

1,2 Millionen freenet TV-Nutzer bis Ende 2018

Gemessen am Erfolg des terrestrischen Angebots ist die Ausweitung des Freenet TV Angebots folgerichtig. Nachdem bereits im Februar das ursprünglich für Ende 2018 avisierte Ziel von einer Million freenet TV Kunden erreicht wurde, peilt Media Broadcast bis Ende 2018 via DVB-T2 HD und Satellit eine Gesamtheit von über 1,2 Millionen zahlenden freenet TV Kunden an. freenet TV via Satellit erreicht laut jüngstem Digitalisierungsbericht über 17 Millionen TV-Haushalte in Deutschland, von denen rund 15 Millionen ihre privaten Programme noch in SD-Qualität schauen.

Praktischer Ansatz

Auch Christoph Vilanek, der Vorstandsvorsitzende der Freenet AG unterstützt den Ausbau von Freenet TV über Sat: „Wir würden es nicht tun, wenn wir nicht daran glauben würden.“ Dabei setzt er auf die reichhaltige B2C-Erfahrung und das etablierte Vertriebsnetz seines Unternehmens. „Es war einfach das Produkt zu erweitern. Es musste das gleiche Paket sein, wie das DVB-T Produkt“, so Vilanek. „Wir haben 600 Shops. Wir haben jeden Tag pro Shop so vierzig Leute. Also pro Tag 24.000 Leute da drin. Dann müssten die dort rein statistisch jeden Tag 10.000 Sat-Nutzer sehen. Und wenn wir unsere Mitarbeiter dazu bringen, jeden Tag alle anzusprechen: ‚Sagen Sie mal, wie schauen Sie denn fern?‘ und ‚Haben Sie schon HD?‘ und ‚Nehmen Sie mal den Flyer mit‘. Dann bin ich an manchen Tagen super optimistisch, dass wir da fette Zahlen kriegen. Und dann spreche ich wieder mit Kollegen, die zur Vorsicht raten. Wir werden sehen!“

Christoph Vilanek, der Vorstandsvorsitzende der Freenet AG (rechts), Wolfgang Breuer, CEO Media Broadcast GmbH (links)

Markenbekanntheit übertrifft Mitbewerb schon jetzt

Dass HD über Satellit keine sichere Wette ist, legt der zweifelhafte Erfolg des für fast zehn Jahre einzigen Anbieters eines HD-Pakets über Satellit nahe. HD Plus verweist schon seit Anfang 2017 auf 2,1 Millionen Kunden – Tendenz stagnierend. „Ich bin schon einigermaßen überrascht, wie träge eine Medienindustrie sein kann“, stichelt Vilanek, dessen Wurzeln im schnelllebigen Telekomunikationsmarkt liegen. Doch auch er ist vorsichtig: „Es ist ein wenig die Frage: Ist es ein gewaltiger Markt und den haben die (von HD+) superprofessionell bearbeitet, aber der Kunde weigert sich? Dann wird das super zäh. Oder geht es darum, jeden Kunden erst einmal darauf anzusprechen? Ich erliege auch der Hoffnung im zweiten Teil.“ Nicht ohne Grund. Mit seiner Erfahrung im Endkundengeschäft und geballter Marketing-Power konnte Freenet TV nach dem Start im März 2017 innerhalb eines halben Jahres bereits eine höhere Markenbekanntheit erreichen, als HD Plus in acht Jahren. Der ebenfalls frisch gestartete Mitbewerber Diveo muss sein hybrides HD-Sat-Paket überhaupt erst einmal bekannt machen. Für den Start des Sat-Geschäfts sind das gute Vorzeichen. „Mein  persönlicher Eindruck ist, dass es außer über sky keine Wahrnehmung dafür gibt, dass es ein HD-Produkt für den Sat gibt. Das ist weder am POS so, noch in der öffentlichen Wahrnehmung. Das können wir anders spielen, da können wir mehr erzeugen.“

Mit einiger Erfahrung im Endkundengeschäft und geballter Marketing-Power konnte Freenet TV nach seinem Start im März 2017 innerhalb eines halben Jahres bereits eine höhere Markenbekanntheit erreichen, als HD Plus in acht Jahren. Für den Start des Sat-Geschäfts sind das gute Vorzeichen.

Perspektivischem Ausbau steht nichts entgegen

Gespräche für einen Ausbau des Senderportfolios werden den ersten Schritten sicher folgen. Eine Einführung von UHD-Kanälen sei zwar denkbar, aber noch nicht sinnvoll. „An Pay-TV linear glaube ich nicht mehr“, bringt Wolfgang Breuer zudem das Relevanz- und Reichweitenproblem kleiner und kleinster Pay-TV-Kanäle auf den Punkt. „Wir glauben sehr stark daran, dass unsere Partnerschaften mit den Mediatheken der Sender liefern werden.“ Als langfristige Trends sieht man bei Freenet das Pay-TV durch die steigende VoD-Nutzung – außer vielleicht beim Live Sport TV – jedoch bereits weitgehend abgelöst.

 

Weitere Informationen www.freenet.tv/satellit

 


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