DAUN, 07.11.2017 - 10:15 Uhr
Digital-TV - DVB-T

Stichtag 8. November: Startschuss für DVB-T2 HD in weiteren Regionen

Nachdem bereits am 29. März 2017 einige Ballungsräume in Deutschland die Umstellung von DVB-T auf DVB-T2 HD realisiert haben, folgen am 8. November 2017 weitere Regionen Deutschlands. Denn dann werden die Sendestandorte Freiburg, Freiburg Schönberg, Habichtswald, Kassel, Koblenz und Dresden in Betrieb genommen. In Zusammenhang mit der Inbetriebnahme der neuen Standorte sind am 8. November 2017 aus technischen Gründen zudem Frequenzumstellungen bei bereits aktiven Senderstandorten für freenet TV in Braunschweig-Broitzem, Braunschweig-Kraftwerk und Hannover Telemax geplant.

Nutzer von DVB-T2 HD und freenet TV müssen in den genannten Regionen nach der Umstellung ab 12 Uhr einen Sendersuchlauf an ihrem Empfangsgerät durchführen, um die neue Programmvielfalt voll nutzen zu können.

Von der Umstellung in Sachsen sind die Stadt Dresden und die Landkreise Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Bautzen und Görlitz betroffen, teilte die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) am 7. November mit.

Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkprogramme sind frei und ohne laufende Zusatzkosten auf entsprechenden technisch ausgerüsteten Empfangsgeräten zu sehen. Die Kosten für die digital-terrestrische Verbreitung werden aus dem Rundfunkbeitrag gedeckt.

Ebenfalls kostenfrei empfangbar ist das Programm „Dresden Fernsehen“ des privaten Veranstalters Fernsehen in Dresden GmbH für den Ballungsraum Dresden und erstmals das private TV-Programm „LAUSITZWELLE Fernsehen“ der SGS Rundfunkgesellschaft mbH, Hoyerswerda, für den Landkreis Bautzen.

Mit der Weiterentwicklung des Übertragungsstandards ist es möglich, auch regionale und lokale private Fernsehprogramme terrestrisch in hochauflösender Qualität auszustrahlen und somit die Wettbewerbsfähigkeit von Lokal-TV auch auf diesem Gebiet weiter zu stärken, sagte Martin Deitenbeck, Geschäftsführer der SLM und Mitglied im Fachausschuss Netze, Technik und Konvergenz der Medienanstalten in Deutschland.

Darüber hinaus sind im Raum Dresden mit Bibel TV, HSE24 und QVC einige wenige bundesweite private Spartenfernsehprogramme frei empfangbar. Die überwiegende Mehrheit der HD-Programme privater Veranstalter ist allerdings ausschließlich im Programmpaket von freenet TV gegen eine entsprechende Gebühr zu sehen.

In Südwestsachsen, den Raum Chemnitz, Zwickau, Vogtland und Westerzgebirge findet der Umstieg auf DVB-T2 HD ab dem 4. Quartal 2018 statt.

Für den Empfang sind ab dem jeweiligen Umstellungszeitpunkt geeignete Empfangsgeräte (Fernsehgeräte mit integriertem DVB-T2-Empfänger und HEVC-Videodekodierung) erforderlich. Fernsehgeräte ohne entsprechenden Receiver können mit Set-Top-Boxen weiterverwendet werden. Bereits vorhandene und in Betrieb befindliche DVB-T2-Receiver empfangen die Programme erst nach einem erneuten Sendersuchlauf. Mit der Aufschaltung von DVB-T2 HD am jeweiligen Senderstandort wird dort DVB-T eingestellt.

Aufgrund geänderter Vorgaben des Bundes wird das Frequenzspektrum für DVB-T (Antennenfernsehen) reduziert. Um im verbleibenden Frequenzspektrum weiterhin Fernsehen zu übertragen, setzen die deutschen TV-Veranstalter und die Medienanstalten in Deutschland auf das fortschrittliche DVB-T2 HD. Bei DVB-T2 HD ändern sich der technische Standard für die Bildcodierung (HEVC gegenüber MPEG2) und der technische Standard für die terrestrische Übertragung (DVB-T2 statt DVB-T). Im Ergebnis führt dies zu mehr Programmen und besserer Bildqualität (HD-Qualität).

Eine Liste der Senderstandorte für freenet TV sowie der geplanten Senderstandorte in 2018 steht hier bereit.

Interessenten finden unter www.dvb-t2hd.de zusätzliche Informationen zur Kanalübersicht, Programmbelegung und den Ausbauplänen von DVB-T2 HD und freenet TV.


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