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DAUN, 16.09.2021 - 13:34 Uhr
Digital-TV - Internet-TV

Studie: Online-Video ist keine Frage des Alters

Wenn die Deutschen Bewegtbildinhalte on Demand abrufen, dann suchen sie bei kostenpflichtigem Video-on-Demand-Angeboten am häufigsten nach Unterhaltung: Mit 33,9 Prozent liegt die Nutzung von Serien, Filmen und Dokumentationen klar an der Spitze. Immer wichtiger wird inzwischen aber auch der Sport: 7,2 Prozent der Bewegtbildnutzer begeistern sich für Video-on-Demand-Content zu Fußball oder Formel 1. 2020 waren es noch 4,9 Prozent. Zu diesen Ergebnissen kommt der Convergence Monitor 2021, den das Marktforschungsinstitut Kantar auch in diesem Jahr im Auftrag der AGF Videoforschung erhoben hat.

„Die Inhalte treiben bekanntlich die Nutzung, daher bleibt es spannend zu beobachten, ob sich die Sportbegeisterung im VoD-Markt noch weiter ausbauen lässt“, erklärt Kerstin Niederauer-Kopf, Vorsitzende der Geschäftsführung der AGF Videoforschung.

Wenn die Deutschen das Internet nutzen, konsumieren sie wie bereits im Vorjahr zu einem Drittel der Zeit Videoinhalte - je jünger, desto lieber. So liegt der Anteil bei den 14- bis 29-Jährigen stabil bei knapp über 40 Prozent, bei den 30- bis 49-Jährigen bei 35,2 Prozent. Bei älteren Zielgruppen über 50 Jahre hat der Videokonsum nach einem starken Corona-Effekt im vergangenen Jahr wieder leicht nachgelassen. Insgesamt hat sich die Online-Bewegtbildnutzung stabilisiert: Rund drei Viertel der Deutschen sehen sich mindestens einmal im Monat Video-Inhalte an.

Unverändert hoch im Kurs stehen Videoclips (52,6 Prozent) gefolgt von Videos über Soziale Netzwerke (44,9 Prozent). Bei Nutzern, die Videoclips/Videos kostenlos über soziale Netzwerke mindestens einmal pro Monat nutzen, rangiert YouTube mit großem Abstand auf Platz 1, wenngleich das Netzwerk mit aktuell 84,5 Prozent deutlich unter die 90-Prozent-Marke gefallen ist (2020: 91,2 Prozent). Darin dürfte sich das starke Wachstum neuer Konkurrenten widerspiegeln: Newcomer TikTok ist bei der erstmaligen Erhebung mit 16,0 Prozent gleich auf Platz 5 eingestiegen, für Twitch werden 5,1 Prozent ausgewiesen. Videos über WhatsApp liegen stabil bei 68,6 Prozent, Facebook bei 54,7 Prozent (plus 1,8 Prozentpunkte).

Wachsender Beliebtheit erfreuen sich die Mediatheken der klassischen TV-Anbieter - ARD Mediathek, ZDF Mediathek, TV Now oder Joyn -, die erneut zulegen konnten und in der monatlichen Nutzung nun bei 29,9 Prozent liegen (2020: 28,5 Prozent). Damit sind die Mediatheken weiter auf dem Vormarsch. So weisen die Werte des aktuellen CONVERGENCE MONITOR im Vergleich zu 2020 ein Plus von 1,4 Prozentpunkten aus.

Mit zunehmender Begeisterung werden die abgerufenen Mediatheken-Inhalte auf dem Big Screen (42,5 Prozent) konsumiert, während die Nutzungsanteile via PC und Laptop, aber auch dem Smartphone, leicht zurückgehen.

„Längst ist der non-lineare Abruf von Bewegtbildinhalten kein Phänomen der jungen Zielgruppen mehr, vielmehr zeigt sich inzwischen ein relativ ausgeglichenes Bild mit nachvollziehbaren Ausprägungen“, sagt Kerstin Niederauer-Kopf. So haben die Mediathek-Angebote der Privatsender eine eher jüngere Nutzerschaft, mit einem Peak bei den 14- bis 29-Jährigen, während die Öffentlich-Rechtlichen über alle Altersgruppen hinweg genutzt werden. Bei den kostenpflichtigen Video-on-Demand-Plattformen hat weiter Netflix die Nase vorn. 33,9 Prozent der Befragten nutzen den Dienst, gefolgt von Prime Video (26,8 Prozent), Disney + (7,9 Prozent) und Sky (4,6 Prozent). Bei Sportinhalten führt DAZN das Feld an (5,0 Prozent), vor Sky (4,3 Prozent), Eurosport Player (2,2 Prozent) und Magenta Sport (0,8 Prozent). Ob Netflix, Amazon Prime oder Disney + - hier stellen die 14- bis 29-Jährigen die Hauptklientel, während Sky seine Stärken im Segment der 30- bis 49-Jährigen hat.


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