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DAUN, 21.06.2021 - 14:57 Uhr
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UEFA EURO 2021 Guardia di Finanza gelingt Schlag gegen illegales Streaming-Netzwerk

In Verbindung mit der mit Spannung erwarteten Fußball-Europameisterschaft UEFA EURO 2020 hat die Spezialeinheit für den Schutz der Privatsphäre und technologischen Betrug der italienischen Strafverfolgungsbehörde für Wirtschaftskriminatlität Guardia di Finanza ein illegales Streaming-Netzwerk stillgelegt.

Die Aktivität ging von der UEFA aus, die als Inhaberin der Übertragungsrechte der Veranstaltung die Verbreitung von Portalen meldete, die zum Auftakt des europäischen Fußballereignisses illegales Streaming-Übertragungen der Matches anboten.

Die Guardia di Finanza ermittelte zunächst verdeckt und identiizierte und überwachte während der Eröffnungsfeier in Rom am 11. Juni illegale IPTV- und Streaming-Dienste und -Ressourcen. Dabei entdeckte sie ein neuartiges, gegliedertes System, das auf Computerplattformen der neuesten Generation basiert, gleichzeitig von zahlreichen in Europa angesiedelten "Inhaltsquellen" gespeist wird und auf die Umwandlung von urheberrechtlich geschützten Audio-Video-Signalen in systematisch weltweit verbreitbare Datenströme abzielt. Einzigartig ist der Umstand, dass, die zahlreiche angefragte Computer-Ressourcen die mit der Meldung "Xtream Codes Reborn" antworteten, was auf die bekannte, im Jahr 2019 erfolgreich geschlossene weltweite Piratenplattform verweist.

Nach Abschluss der ersten Ermittlungsphase wurde ein innovatives Tracking-System eingerichtet, das die vollständige Identifizierung aller Nutzer der raubkopierten Streams ermöglichte. Am 17. Juni, an dem in Italien zwei Spiele exklusiv im Pay-TV ausgestrahlt wurden, wurden alle Benutzer, die mit der Website verbunden waren, plötzlich auf ihren Geräten darauf hingewiesen, dass die Website, über die sie das Programm illegal ansahen, beschlagnahmt und ihre Verbindungsdaten dokumentiert worden seien. Die Verantwortlichen für die Piratendienste riskieren nun eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu drei Jahren und eine Geldstrafe von bis zu 15.493 Euro, während Endnutzern eine Verwaltungsstrafe von bis zu 1032 Euro droht.

Die Task Force beschlagnahmte mehr als 600 Computerressourcen mit Übertragungsservern, Verwaltungsplattformen, Portalen und Live-Streaming-Sites. Dabei wurden sie auch einer umfassenden Liste mit Identifikationsdaten von Hunderttausenden illegalen Benutzern weltweit habhaft.

"Die UEFA begrüßt und unterstützt die Anti-Piraterie-Operation 'Euro Strike 2020', die von der Guardia di Finanza durchgeführt und von der Staatsanwaltschaft Neapel koordiniert wurde. Wir möchten allen Beteiligten für ihre Bemühungen im Kampf gegen audiovisuelle Piraterie danken", kommentierte ein UEFA-Sprecher den Ermittlungs-Erfolg.

Weitere Informationen

Guardia di Finanza


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